HAßFURT

Allianzbad ohne Geld aus der Kreisstadt

Als am Freitagabend V ertreter aus Politik und Vereinen in Zeil zusammentrafen , um die Zukunft des Zeiler Hallenbades zu besprechen, kam in dieser Runde die Frage auf, ob sich auch die Kreisstadt Haßfurt an den anfallenden Kosten beteiligen soll. Im Gespräch mit dieser Redaktion sagte der Haßfurter Bürgermeister Günther Werner nun, er glaube nicht, dass er und seine Stadträte dem zustimmen werden.

Die Stadt Zeil selbst kann sich den Erhalt und vor allem die anstehende Generalsanierung des Hallenbades nicht mehr leisten. Allerdings könnte die Einrichtung als sogenanntes Allianzbad erhalten bleiben: Wenn Nachbarkommunen, deren Bürger das Zeiler Bad häufig nutzen, einen Teil der Kosten übernehmen würden, bestünde eine Chance, genug Geld für einen weiteren Betrieb des Bades zusammenzukriegen.

Ruß: Haßfurt „möglicher Partner“

Die Bürgermeister von Sand und Eltmann signalisierten am „Runden Tisch“ am Freitagabend eine grundsätzliche Bereitschaft dazu, ohne jedoch konkrete Zusagen zu machen. Der Sander Bürgermeister Bernhard Ruß war es, der auch die Stadt Haßfurt als möglichen Partner ins Gespräch brachte.

„Fakt ist: Haßfurt hat selber zwei Bäder“, sagte Kreisstadtbürgermeister Werner. Mit dem Schulzweckverband teilt sich die Kommune die Kosten für das Vereins- und Schulschwimmbad „Die Welle“. Dazu kommt das Haßfurter Freibad, in das über den Betriebskostenzuschuss und das Stadtwerk ebenfalls mehr als eine Million Euro jährlich aus dem städtischen Haushalt fließen. „Wir stecken schon viel Geld in das Schwimmen und den Schwimmunterricht.“

Zwar treffe er nicht allein die Entscheidung, doch der Bürgermeister könne sich auch kaum vorstellen, dass der Rest des Stadtrates einer Mitfinanzierung des Zeiler Hallenbades zustimmen werde. „So hätte ich auch, wenn ich eingeladen gewesen wäre, argumentiert“, sagte Werner über den „Runden Tisch“ am Freitagabend.

Werner weist Argument zurück

Das in Zeil vorgebrachte Argument, viele Einwohner Haßfurts besuchten das Zeiler Hallenbad, lässt Bürgermeister Werner nicht gelten: „Da kann ich auch sagen, dass das Haßfurter Gymnasium Zeiler Schüler hat, die die Welle nutzen.“ Außerdem verweist er auf die vielen auswärtigen Gäste im Haßfurter Freibad.

So erzählt Werner, nach Einschätzung mancher Bademeister gäbe es dort mehr Gäste aus anderen Orten als Haßfurter – auch wenn systematische Erhebungen dazu weder existierten noch vorgesehen seien.

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