Wonfurt

Alltagshelden: Erschwerte Bedingungen für die Feuerwehr durch Corona

Sie sind die Helden des Alltags: In einer Serie stellen wir Menschen vor, die das öffentliche Leben aufrecht erhalten. Heute: Feuerwehrfrau Cornelia Klaus.
Für die Feuerwehr ist jeder Einsatz ein Ausnahmezustand: Cornelia Klaus ist Vorsitzende des Feuerwehrvereins Wonfurt im Landkreis Haßberge.
Für die Feuerwehr ist jeder Einsatz ein Ausnahmezustand: Cornelia Klaus ist Vorsitzende des Feuerwehrvereins Wonfurt im Landkreis Haßberge. Foto: Klaus

"Die Corona-Pandemie hat auch Konsequenzen für die Feuerwehr Wonfurt – ganz klar", erzählt Cornelia Klaus. Die 52-jährige Feuerwehrfrau ist Vorsitzende des Feuerwehrvereins Wonfurt im Landkreis Haßberge. "Wir haben alle Übungen und Fortbildungen bis auf Weiteres ausgesetzt. Die Abnahme des Leistungsabzeichens haben wir auf September verschoben. Zudem achten wir darauf, bei unseren Treffen die Gruppe zu trennen, damit im Falle der Infektion einer Einsatzkraft, ausreichend Atemschutzträger oder auch Maschinisten vorhanden sind.

Feuerwehrfrau Cornelia Klaus
Feuerwehrfrau Cornelia Klaus Foto: Klaus

Wir halten so gut es geht den Sicherheitsabstand ein und treffen zusätzliche Hygiene-Maßnahmen. Durch unsere Feuerwehrkleidung sind wir bereits relativ gut geschützt. Vergangenes Jahr haben wir ein neues Feuerwehrauto mit Hygieneboard erhalten – das macht sich in der jetzigen Situation besonders bezahlt.

Mehr junge Leute stehen der Feuerwehr derzeit zur Verfügung

Darüber hinaus hat sich die Zusammensetzung unserer Truppe verändert: Im Moment stehen mehr junge Leute zur Verfügung, weil Schulen und Universitäten geschlossen sind. Andererseits arbeiten mehr Erwachsene im Homeoffice. Derzeit sind wir voll einsatzfähig. Es wird sich allerdings noch zeigen, ob das bei einer lang anhaltenden Ausgangsbeschränkung auch so bleibt.

Die Maßnahmen, die die Politik getroffen hat, finde ich richtig. Es könnte jedoch alles noch etwas schneller vonstatten gehen. Als ich vergangene Woche durch Haßfurt gefahren bin, waren die Cafés gut gefühlt und die wenigsten Menschen hielten den Sicherheitsabstand ein. Da sich anscheinend nicht alle von Vernunft leiten lassen, war und ist die Ausgangsbeschränkung wichtig. Ich rate allen Menschen, ruhig zu bleiben und die Regeln einzuhalten.

Gerade beobachte ich auf Social Media, dass einige Leute Panik schüren. Das macht mir Sorgen. Solch eine Situation bedeutet eine Gratwanderung zwischen Sicherheit und Freiheit – ich bin aber guter Dinge, dass wir das hinbekommen."

In unserer Serie "Alltagshelden" stellen wir Menschen aus der Region vor, die täglich ihr Bestes geben, um das öffentliche Leben trotz der Corona-Krise aufrecht zu erhalten. Viele können nicht von Zuhause aus arbeiten und müssen sich deswegen täglich neuen Herausforderungen stellen. Ein großes Dankeschön dafür!

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