Goßmannsdorf

Alte Schule wird für 1,4 Millionen Euro saniert

Ferdinand Hümpfner (von der Baufirma Hümpfner, Sulzfeld), Architekt Sebastian Pollach, Bürgermeister Wolfgang Borst und Stadtrat Alois Dietz feierten am Montag zusammen mit Bürgern aus Goßmannsdorf den Spatenstich zur Sanierung und Umbau der Alten Schule in Goßmannsdorf zum Dorfgemeinschaftshaus. Foto: Martin Schweiger

Sie diente als Schule, Rathaus, Sparkassenfiliale oder Vereinsheim. Nun wird die Alte Schule in Goßmannsdorf von Grund auf saniert und zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. Der Spatenstich erfolgte am Montag mit Bürgermeister, Vertretern der Dorfgemeinschaft, des Architektenbüros und der Baufirma.

Vor rund einem Jahr genehmigte das Amt für ländliche Entwicklung (ALE) das Bauvorhaben als Sondermaßnahme. Die veranschlagte Bausumme beträgt 1,4 Millionen Euro. Die Förderung liegt bei 90 Prozent durch das ALE. Grundbedingung für die hohe Förderung war, dass die Dorfgemeinschaft das Projekt mitträgt und sich bei der Umsetzung der Maßnahme beteiligt. Und das ist in Goßmannsdorf der Fall.

Die Alte Schule in Goßmannsdorf wurde im Jahr 1768 erbaut und wird nun umfassend saniert. Foto: Martin Schweiger

Stadtrat Alois Dietz erklärte sich dazu bereit, als Koordinator zu fungieren. Seit dem 11. August 2019 hat er zusammen mit vielen fleißigen Helfern in bisher 550 Arbeitsstunden das Gebäude aus dem 18. Jahrhundert entkernt und ausgeräumt. 45 Helfer – vom Zwölfjährigen bis zum 80-Jährigen – waren daran beteiligt. Rund zehn Personen waren bei den Arbeitseinsätzen im Durchschnitt auf der Baustelle im Einsatz. Unterstützt wurde die Dorfgemeinschaft dabei vom Bauhof der Stadt Hofheim.

Architekt Sebastian Pollach stellte verschiedene Konzepte vor, über die die Goßmannsdorfer im Rahmen einer Infoveranstaltung abstimmten. Geplant ist eine Generalinstandsetzung mit neuer Heizungsanlage. Das Gebäude wird barrierefrei. Die Räume werden neu aufgeteilt und es entsteht ein Multifunktionsbüro für die Vereine, sowie ein Jugendraum. Die Fertigstellung ist für Ende 2020 geplant.

Auch das nähere Umfeld des Gebäudes wird umgestaltet. Bürgermeister Wolfgang Borst spendete Organisator Alois Dietz ein großes Lob für sein Engagement. Laut Dietz entstand die Idee eines Dorfgemeinschaftshauses im Jahr 2013 während einer Tagung im Kloster Langheim. Die Planung wurde seitdem in einer Projektgruppe  vorangetrieben. Das Gebäude wurde laut Dietz im Jahr 1768 gebaut und wurde seitdem mehrfach renoviert.

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