Ebern

Am Ende für alle ein Gewinn

Bürgermeister Jürgen Hennemann (Zweiter von links) hat die Wette ums Blutspenden mit dem BRK verloren. Anstatt der 26 erhofften Spender aus Stadtrat und Verwaltung kamen 14. Dennoch war die Wette für alle Beteiligten ein Gewinn. Mit dem Bürgermeister freuen sich (im Bild von rechts) Jutta Röber (Blutspendedienst Wiesentheid), Ingrid Böllner (Beauftragte für das Blutspenden im BRK-Kreisverband Haßberge), Daniel Brunnhuber (stellvertretender Leiter der BRK-Bereitschaft Ebern) sowie die Ortssprecher Bernd Ebert, Sandra Welsch und die beiden Stadträte Marion Müller und Klaus Schineller.
Bürgermeister Jürgen Hennemann (Zweiter von links) hat die Wette ums Blutspenden mit dem BRK verloren. Anstatt der 26 erhofften Spender aus Stadtrat und Verwaltung kamen 14. Dennoch war die Wette für alle Beteiligten ein Gewinn. Mit dem Bürgermeister freuen sich (im Bild von rechts) Jutta Röber (Blutspendedienst Wiesentheid), Ingrid Böllner (Beauftragte für das Blutspenden im BRK-Kreisverband Haßberge), Daniel Brunnhuber (stellvertretender Leiter der BRK-Bereitschaft Ebern) sowie die Ortssprecher Bernd Ebert, Sandra Welsch und die beiden Stadträte Marion Müller und Klaus Schineller. Foto: Michael Will/BRK

Anlässlich des bevorstehenden Blutspendetermins in Ebern am Freitag, 17. April, gibt das Rote Kreuz das Ergebnis einer Wette bekannt, die der BRK-Kreisverband Haßberge anlässlich einer Blutspenderehrung im Januar in Ebern dem Bürgermeister Jürgen Hennemann vorgeschlagen und die dieser spontan angenommen hatte.

Konkret hatte das BRK gewettet, dass es der Bürgermeister nicht schafft, jeweils 13 Mitglieder des Stadtrates und der Verwaltung zur Teilnahme am Blutspendetermin am Freitag, 14. Februar, zu motivieren, heißt es in einer Pressemitteilung. "Leider hat der Bürgermeister die Wette verloren", zieht BRK-Pressesprecher Michael Will als Initiator der Aktion Bilanz. Obwohl das BRK die Wette auf einen zweiten Spendetermin zwei Wochen später in Untermerzbach ausgeweitet hatte, kamen bei beiden Terminen nicht die gewünschten 26 Spender zusammen.

Aus den Reihen des Stadtrates und der Ortssprecher kamen zehn Personen (Bürgermeister Jürgen Hennemann,  Stellvertretender Bürgermeister Harald Pascher, Markus Fausten, Marion Müller, Rainer Kaffer, Philipp Arnold, Klaus Schineller, Bernd Ebert, Andreas Leibold und Sandra Welsch), um bei der Erfüllung der Wette mitzuhelfen. Vonseiten der Verwaltung unterstützten die Aktion vier Mitarbeiter aus dem Bauhof, dem Kindergarten und dem Einwohnermeldeamt.

Aktion ist auf Interesse in der Öffentlichkeit gestoßen

Insgesamt kamen also 14 statt der benötigten 26 Personen, damit die Stadt die Wette hätte gewinnen können. "Letztlich geht es unter dem Strich aber gar nicht darum", sagt Michael Will. "Vielmehr haben beide Seiten gewonnen – das BRK und die Stadt." Denn die Aktion sei auf reges Interesse in der Öffentlichkeit gestoßen und habe das Bewusstsein für die Bedeutung des Blutspendens hervorgehoben. Das zeigt ein Blick in die Statistik: "Zu dem Termin in Ebern konnten wir 189 Spenderinnen und Spender begrüßen", bilanziert Michael Will. "Alleine 17 davon waren Erstspender. Ein tolles Ergebnis." Durchschnittlich kämen zu einem Blutspendetermin in Ebern rund 140 Spender.

Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann blickt ebenso positiv auf die Wette zurück: "Leider haben wir verloren. Aber das ist egal, die Wette war eine gute Sache." Die Aktion habe im Sinne aller Beteiligten gewirkt. So seien mehr Besucher zum Blutspenden gekommen. Das ist nach Hennemanns Worten eine tolle Werbung fürs Blutspenden allgemein und für die Unterstützung von Kranken und Verletzten zur Lebenserhaltung im Besonderen gewesen.

Bürgermeister hilft bei Altkleidersammlung mit

Bei einer der nächsten Altkleidersammlungen des Roten Kreuzes - aufgrund der Corona-Krise steht ein Termin aktuell noch nicht fest – wird Bürgermeister Jürgen Hennemann seinen Wetteinsatz einlösen und tatkräftig bei der Altkleidersammlung mithelfen. Auch einige Stadträte haben nach seiner Auskunft ihre Bereitschaft zur Mithilfe signalisiert.

Das BRK hatte als Wetteinsatz angeboten, für den Stadtrat kostenfrei einen Kurs im Rahmen des Moduls "Fit in Erster Hilfe 50plus" durchzuführen; dabei handelt es sich um einen Kompaktkurs von drei Stunden für Menschen ab dem 50. Lebensjahr. Das Rote Kreuz hat sich, trotz gewonnener Wette, entschieden, dem neuen Stadtratsgremium diesen Kurs dennoch anzubieten, wie Michael Will mitteilt. "Somit haben wir sprichwörtlich eine Win-Win-Situation: Der Bürgermeister hilft uns bei der Altkleidersammlung und wir frischen die Erste-Hilfe-Kenntnisse der Kommunalpolitiker auf." Selbstverständlich dürften daran auch alle unter 50-Jährigen aus dem Stadtratsgremium teilnehmen.

Geschafft: Stadtrat Philipp Arnold hat 500 Milliliter Blut gespendet. Der kleine Pieks war gar nicht schlimm.
Geschafft: Stadtrat Philipp Arnold hat 500 Milliliter Blut gespendet. Der kleine Pieks war gar nicht schlimm. Foto: Michael Will/BRK
Mit auf der Spenderliege auch Zweiter Bürgermeister Harald Pascher. Er zählt sowieso zu den treuen Blutspendern beim BRK.
Mit auf der Spenderliege auch Zweiter Bürgermeister Harald Pascher. Er zählt sowieso zu den treuen Blutspendern beim BRK. Foto: Michael Will/BRK

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