HASSFURT

Amtsgericht Haßfurt: 3850 Euro für Promille-Fahrt an Baum

Eheprobleme waren der Grund dafür, dass ein Autofahrer aus dem nördlichen Landkreis am 20. August dieses Jahres mit über zwei Promille Alkohol in der Blutbahn auf der B 303 von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte. Er wurde dabei schwer verletzt, sein Auto hatte nur noch Schrottwert.

Nur 1,5 Kilometer weit gekommen

Zu allem Unglück musste sich der Havarist am Mittwoch am Amtsgericht verantworten, wo er wegen fahrlässiger Trunkenheit im Straßenverkehr zu einer Geldstrafe von 110 Tagessätzen zu 35 Euro, also 3850 Euro, verurteilt wurde. Der Angeklagte gab vor Gericht an, sich nicht mehr an der Unfall erinnern zu können. Er war nach dem Crash nicht mehr ansprechbar. Am Unfalltag wollte er zu seiner Arbeitsstelle fahren. Weit kam er nicht. Nach 1,5 Kilometern Fahrt passierte das Unglück.

Mindestens 14 Monate ohne Führerschein

Die Staatsanwältin kreidete ihm an, dass er einschlägig wegen einer Trunkenheitsfahrt vorbestraft ist. Eine verminderte Schuldfähigkeit sah sie nicht und beantragte eine sechsmonatige Bewährungsstrafe plus 125 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Richterin Ilona Conver sagte, dass der Alkoholpegel bei einer für den Angeklagten günstigen Berechnung auch bei 2,5 Promille gelegen haben könnte und unterstellte eine mögliche „suizidale Absicht“. Die Richterin billigte dem Angeklagten wegen des hohen Alkoholwertes eine verminderte Schuldfähigkeit zu, weshalb sie – anstatt einer Bewährungsstrafe – es bei einer Geldstrafe beließ. Seinen Führerschein kann der Angeklagte frühestens nach Ablauf von 14 Monaten neu beantragen.

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