ELTMANN

Antonie May feiert 90. Geburtstag

Bürgermeister Michael Ziegler gratulierte Antonie May namens des Landkreises und der Stadt Eltmann zum 90. Geburtstag. Foto: Günther Geiling

„Täglich lese ich noch meine Tageszeitung, mache Handarbeiten wie Sticken und Nähen und treffe mich einmal in der Woche mit meinen Turnfrauen. Am liebsten spiele ich auf meiner Mundharmonika, singe und erzähle Geschichten für mein Urenkelkind. Das macht Spaß.“ Mit diesen Aktivitäten und einem positiven Blick in die Zukunft feierte Antonie May, geborene Wolfschmitt, ihren 90. Geburtstag.

Hierzu gratulierten ihr drei Töchter, fünf Enkelkinder und ein Urenkel sowie für den Landkreis und die Stadt Eltmann Bürgermeister Michael Ziegler. Antonie May stammt aus Reckendorf, wo die Familie einen kleinen Bauernhof besaß. Weil der Vater im Krieg war, mussten die fünf Geschwister, vier Buben und eine Schwester, mit der Mutter die Landwirtschaft betreiben. Außerdem hatte man während des Krieges zwei evakuierte Frauen und deren drei Kinder aus Düsseldorf in das Haus aufgenommen. Daraus entwickelte sich eine Freundschaft, die auch heute noch Bestand habe.

Ersatzmutter für den Bruder

Antonie May erinnerte sich an diese Zeit aber auch deswegen, weil ihr jüngster Bruder 1941 auf die Welt kam und sie ihn als Dreizehnjährige versorgen musste, da die Mutter mit der Stall- und Feldarbeit viel zu tun hatte. Deswegen habe sie auch früh das Kochen und Backen sowie die Hausarbeit gelernt. Um sich nach der schlimmen Zeit ein bisschen Geld zu verdienen, habe sie dann fünf Jahre in der Schokoladenfabrik Hechtfischer in Bamberg gearbeitet.

Mit 25 Jahren heiratete die Jubilarin schließlich ihren Mann Hans May, der Kriegskamerad und bester Freund ihres Bruders war. Aus dieser Ehe gingen drei Töchter hervor, die alle nach ihrer Schulzeit studierten. Eine wohnt nun in München, die andere in Ludwigsburg und die dritte in Ebelsbach. Antonie Mays Ehemann starb im Jahr 2012.

Viele Gratulanten

Antonie May gab ihrer Freude Ausdruck, dass alle Kinder und Enkel gerne zu Besuch kämen und ihre Oma auch unterstützen. „Meine Familie war und ist mir immer das Wichtigste im Leben gewesen. Im Gegenzug koche und backe ich gerne für sie.“ Aber auch die Nachbarin sei immer da, wenn sie Hilfe brauche. Viele Gratulanten stellten sich den Tag über ein, um Antonie May zu ihrem Geburtstag zu gratulieren.

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