HAßFURT

Apokalypse vor dem großen Finale

Ein Blick aus der Vogelperspektive auf das Open-Air-Spektakel im Umfeld der Stadthalle. Foto: Christiane Reuther

„Lets go back to the 50s“: Mit fetzig feurigem Rock and Roll stürmte die Band „Rickbop & The Hurricans“ im stilechten Outfit am Freitagabend die Bühne im Innenhof des Rathauses der Stadt Haßfurt.

Zahlreiche Besucher zeigten sich begeistert von dem Auftritt der Band, die im Rahmen der vom Kulturamt Haßfurt organisierten Veranstaltungsreihe „abend.licht“ spielte und wie schon die Band „The Wonderfrolleins“ das Jahrzehnt der Petticoats aufleben ließen. Rund um die Stadthalle trafen sich Freunde zu einem Plausch, tanzten zur Musik der Band und genossen bei einem ansprechenden Angebot an kulinarischen Leckerbissen das Open-Air-Spektakel und eine laue Mittsommernacht.

Mit ihrer akrobatischen Show gaben die fünf jungen Powermusiker aus Bamberg Vollgas. Zur Freude der Gäste spiegelten die Jungs musikalisch das Lebensgefühl der 50-er und 60-er Jahre. Swingende Petticoats bei der einen oder anderen Besucherin und ein chromblitzender Oldtimer vor der Stadthalle beschworen das Lebensgefühl der damaligen Zeit, zu der auch noch schmalztriefende Frisuren zählten.

Es war eine Zeit, in der alte Tabus gebrochen, die Hüfte geschwungen und getanzt wurde. Die Band spielte vor der stimmungsvoll illuminierten Stadthalle hüftschwingenden Rock and Roll. Mit Songs von Elvis Presley über Jerry Lee Lewis bis hin zu Chuck Berry wurde der Auftritt zu einem einmaligen Erlebnis.

Rollin? JJ drosch wie ein Wirbelsturm auf sein Schlagzeug ein, Slappin? Jonny stellte seinen Kontrabass auf den Kopf und Crazy Ullrick brachte seine Drahtkommode zum Glühen. Mit rotzigen Soli auf der Stromgitarre und einem erstklassigen Gesang mit röhrenden Vocals von Shakin? Bop und Rocking Mickey katapultierte „Rickbop & The Hurricanes“ sein Publikum zurück in die „roaring fifties“ und beschworen das Lebensgefühl der Wirtschaftswunderjahre herauf.

In der Kreisstadt sind die Jungs keine Unbekannten. Bei mehreren Auftritten in Haßfurt stellte die Band ihr Können unter Beweis. Bei Auftritten in Deutschland und auch bei internationalen Events lassen „Rickbop & The Hurricans“ die hippe Kultur von jenseits des Atlantiks aufleben.

Finale am Samstag

Mit dem Konzert der Band „Souled Out“ ging am Samstagabend das dreitägige, stimmungsvolle, mitreißende und begeisternde Open-Air-Festival „abend.licht“ in Haßfurt zu Ende. Und zum Schluss wurde es auch noch einmal dramatisch: denn bis kurz vor dem Auftritt der Soul- und Rockmusiker aus dem Nürnberger Raum gingen „apokalyptische Regenfälle“ über dem Festgelände nieder.

Doch Petra Zirkler vom Kulturamt hat der Kommandantin Julia Volpert von der Freiwilligen Feuerwehr Haßfurt vertraut. „Sie hat mich die ganzen Tage über mit perfekten Wetterprognosen versorgt und mir damit die Planung wesentlich erleichtert“, lobte sie. „Als sie mir dann versicherte, dass die wirklich heftigen Regenfälle am Samstag eine Stunde vor dem Konzertbeginn enden würden, habe ich ihr das auch geglaubt.“ Da sich die Prognose tatsächlich bestätigte, konnten Petra Zirkler und ihre Mitarbeiter Tische, Stühle und Bänke abtrocknen, bevor die ersten Gäste eintrafen. Auch wenn nicht ganz so viele Zuhörer kamen wie an den beiden ersten Tagen, so hatten diese aber ebenso viel Freude und Spaß an der Livemusik mit „Souled Out“ und an dem schönen Ambiente.

„Laut muss es sein“, hatte eingangs Frontman und Sänger Stefan Angele das Publikum „vorgewarnt“ und laut war die Musik, mit der seine Kollegen, Friedl Amon am Keyboard, Klaus Braun-Hessing am Schlagzeug, Roland Müller an der Gitarre und Norbert Schöpa am Bass seine fantastische Stimme unterlegten.

Stimmung steigert sich

Laut, mitreißend und wunderbar geeignet zum Tanzen, so dass die Tanzfläche stets voll besetzt war. Mit Liedern wie „Unchain my heart“, „Purple Rain“, „Every breath you take“, „Grapewine“, „Mustang Sally“, „I feel good“, „How long“ oder „Kiss“ heizten Stefan Angele und seine Kollegen den Zuhörern so richtig ein und steigerten die Stimmung von Hit zu Hit. Bewundernswert sind die energiegeladene, ausdrucksvolle und wandlungsfähige Stimme von Stefan Angele, die auch schon mal wie die Reibeisenstimme von Joe Cocker klingen kann, und seine natürliche Ausstrahlung. Aber auch seine Kollegen zeigten sich als Virtuosen an ihren Instrumenten und vollendeten den perfekten Sound.

Am Ende zeigte sich Petra Zirkler hochzufrieden. „Es waren drei wunderbare Veranstaltungen und ich freue mich, dass sich die Gäste vor allem am letzten Tag trotz des vorangegangenen Starkregens doch darauf eingelassen und einen traumhaften Abend erlebt haben. Die Resonanz auf das ,abend.licht‘ ist mittlerweile so groß, dass sich die Leute schon das ganze Jahr darauf freuen und viele Gäste alle drei Konzerte besuchen.“

ONLINE-TIPP

Mehr Bilder und ein Video unter www.mainpost.de

Mit fetzig-feurigem Rock 'n' Roll stürmte die Band „Rickbop & The Hurricans” am Freitagabend die Bühne. Foto: Christiane Reuther
Mit dem furiosen Konzert der Band „Souled Out“ endete das Open-Air-Festival in Haßfurt. Foto: Ulrike Langer
Eine tolle Stimmung verbreitete die Band „Souled Out“ beim Open-Air-Festival „abend.licht“ des Kulturamts Haßfurt. Foto: Ulrike Langer

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