SAND

Auszeichnung für ein Gründungsmitglied

Roger Nüsslein (links) erbte von seinem Vater Anton Nüsslein (Dritter von links) einst den Vorsitz im Weinbauverein. Das 30-jährige Engagement des Seniors würdigten die Fränkische Weinkönigin Klara Zehnder (Zweite von links) und Elisabeth Goger. Foto: Christian Licha

Mit einem Festabend feierte der Weinbauverein Haßberge am Freitag sein 40-jähriges Bestehen im Romantiksaal des Hotel-Weinguts Goger in Sand. „Dinner for Wine“ war das Motto, unter dem für die über 100 Festgäste ein exklusives Fünf-Gänge-Menü zusammen mit erlesenen Weinen aus dem Abt-Degen-Weintal serviert wurde. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Duo Monika Appel und Marina Andreeva.

Elisabeth Goger, die ehemalige Weinprinzessin des Abt-Degen-Weintales und aktuell Kandidatin zur Wahl der Fränkischen Weinkönigin, stellte die insgesamt zwölf Weine vor. So gab es einen auf 40 Jahren alten Reben gewachsenen Riesling Kabinett aus dem Weinhaus Nüsslein, der zu gebratenem Zander auf Blattspinat mit Petersilien-Kartoffeln gereicht wurde. Wie die Weinexpertin erzählte, hat es dieser Wein sogar bis in den Vatikan geschafft. Papst Benedikt bekam einst eine Flasche überreicht.

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Weinbauverband Haßberge feiert

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Neben der amtierenden Weinprinzessin des Abt-Degen-Weintals, Anna-Lena Werb, und der Sander Weinprinzessin Anna-Lena Gottschalk war auch die höchste Repräsentantin des fränkischen Weines zu Gast. Die Fränkische Weinkönigin Klara Zehnder hob hervor, dass das Abt-Degen-Weintal als aufstrebendste Region des Fränkischen Weinlandes gilt. Nicht zuletzt wegen Abt Degen, durch dessen Unterstützung seinerzeit der Silvaner im Haßbergkreis seine Heimat gefunden hat. Aber auch der Weinbauverein mit seinem Engagement und erstklassigen Weinen mache das Abt-Degen-Weintal immer bekannter.

Hervorragende Produkte

Landrat Wilhelm Schneider zeigte sich stolz, in einem Landkreis wohnen zu dürfen, in dem sowohl Bier als auch Wein zwei hervorragende heimische Produkte sind. „Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken“, zitierte Schneider Friedrich Schiller und gratulierte dem Weinbauverein Haßberge und den angeschlossenen Winzern zu dem runden „Geburtstag“. Hier zeige sich, wie wichtig kommunale Zusammenarbeit ist, betonte Schneider. Denn mit Ebelsbach, Eltmann, Sand, Zeil, Knetzgau, Königsberg, Haßfurt und zuletzt Oberhaid zögen alle an einem Strang, um den Weinbau an den Hängen des Steigerwaldes und der Haßberge weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt zu machen. Besonders würdigte der Landrat auch den Mut von Elisabeth Goger, sich um das Ehrenamt der Fränkischen Weinkönigin zu bewerben und sagte ihr seine volle Unterstützung zu. Mit ihrer kompetenten Art und großen Ausstrahlung habe die junge Weinbotschafterin alle Voraussetzungen für die Wahl, die am 22. März stattfindet.

Der Vorsitzende des Abt-Degen-Weintals, Zeils Bürgermeister Thomas Stadelmann, stellte heraus, dass der Weinbauverein Haßberge und das Abt-Degen-Weintal im Grunde zusammengehören, haben doch beide die gleichen Mitglieder. Im Jahr 2010, als Weinbaupräsident Artur Steinmann zusammen mit der damals amtierenden Weinkönigin das erste Mal im Landkreis zu Gast war, betonte dieser, dass man die Leidenschaft spüre, das Weintal nach vorne zu bringen. Heute sei das Abt-Degen-Weintal sehr geschätzt, was auch jedes Jahr der Besuch der jeweiligen Fränkischen Weinkönigin in der heimatlichen Region widerspiegelt.

Weinbauverein-Vorsitzender Roger Nüsslein zeigte mit einem geschichtlichen Abriss auf, wie der Verein entstand. Die damaligen landwirtschaftlichen Oberräte Gerhard Behringer und Georg Schäfer hatten Interesse, den Weinbau auf breite Basis zu stellen. Durch ihre Initiative fand die Gründungsversammlung des Weinbauvereins Haßberge am 14. Februar 1979 mit 33 Mitgliedern im Gasthaus Zimmermann in Ziegelanger statt. Zum Ersten Vorsitzenden wurde Anton Nüsslein gewählt. Sein Stellvertreter wurde Ludwig Berninger, Kassier Rudi Ruß und Schriftführer Georg Basel.

30 Jahre an der Spitze

Stolze 30 Jahre fungierte Anton Nüsslein als Vorsitzender, ehe er im Jahr 2009 das Amt in die Hände seine Sohnes Roger Nüsslein legte. Für dieses ehrenvolle Wirken und die Verdienste, gemeinschaftlich den Weinbau zu fördern, zeichnete Weinkönigin Klara Zehnder das Gründungsmitglied mit der Silbernen Anstecknadel des Fränkischen Weinbauverbandes aus.

Ein besonderer Dank gebührte auch Rudi Russ, dem Zweiten Vorsitzenden des Weinbauvereines. Roger Nüsslein hob ihn als „Tausendsassa“ hervor, der immer seine Augen und Ohren offen hat. „Ohne Rudi Russ wäre das Jubiläum sang- und klanglos verstrichen“, sagte der Vorsitzende. Außerdem sei auf Russ immer Verlass, wenn es um organisatorische Aufgaben geht, damit der hiesige Weinbau der Öffentlichkeit ansprechend präsentiert werden kann.

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