Haßfurt

Auto rast Bahndamm in Haßfurt hinunter

Spektakulärer Unfall: Ein Autofahrer raste am Freitagabend über eine Verkehrsinsel, durchbrach unter anderem einen Zaun und schoss die Böschung zu den Bahngleisen hinunter.
Spektakulärer Unfall: Ein Passat raste am Freitagabend über eine Verkehrsinsel am EZO-Kreisel in Haßfurt, durchbrach eine Sperrkette sowie eine Zaun und schoss die Böschung zu den Gleisen hinunter. Der 22-jährige Fahrer und sein 23-jähriger Beifahrer erlitten leichte Verletzungen. Foto: Christian Licha

Spektakuläre Szenen müssen sich am Freitagabend nahe des EZO-Kreisels in Haßfurt abgespielt haben. Ein Autofahrer raste mit seinem VW Passat über eine Verkehrsinsel, fällte dabei zwei Pfosten samt zahlreicher Wegweiser und durchbrach eine Sperrkette sowie einen Zaun, bevor er die Böschung zu den Bahngleisen hinunter schoss.

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Unfall am Bahndamm

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Kurz vor 20.30 Uhr fuhr der 22-jähriger Mann zusammen mit seinem ein Jahr älteren Beifahrer - beide stammen aus dem Landkreis Haßberge - von der Hofheimer Straße kommend in den Kreisverkehr ein und bog gleich die nächste Ausfahrt auf die Nordtangente Richtung Schweinfurt ab. Vermutlich durch überhöhte Geschwindigkeit, wie die Polizei an der Unfallstelle sagte, kam der Passat nach links von der Fahrbahn ab, überfuhr mehrere Hindernisse und stürzte die Böschung zum Bahndamm hinunter. Etwa vier Meter vor den Bahngleisen kam das Wrack im dichten Gebüsch zum Stehen. Glück hatten die beiden Insassen, die mit nur leichten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert wurden, nachdem sich zwei Ersthelfer um sie gekümmert hatten.

Durch einen Zufall war die Freiwillige Feuerwehr Haßfurt mit 19 Einsatzkräften sehr schnell zur Stelle, wie Einsatzleiter und stellvertretender Kommandant Thomas Kainz vor Ort berichtete. Kurz zuvor war die Feuerwehr nämlich zur Hohen Wann ausgerückt, in deren Nähe eine Rauchentwicklung gemeldet worden war. Dies stellte sich aber als Fehlalarm heraus, so dass die Floriansjünger bald wieder abrücken konnten. Auf der Heimfahrt zum Gerätehaus machte ein Passant den Fahrer eines Feuerwehrfahrzeugs auf den Unfall aufmerksam, der sich unmittelbar zuvor ereignet hatte. Knapp 100 Schaulustige säumten während der Bergung des Autos die Eisenbahnbrücke und den gegenüberliegenden Weg zum Friedhof. Von einer Behinderung der Einsatzkräfte wurde jedoch nichts bekannt.

"Das Ganze ist relativ glimpflich ausgegangen", sagte BRK-Pressesprecher Michael Will gegenüber dieser Redaktion. Glücklicherweise seien zum Unfallzeitpunkt keine Fußgänger auf dem Gehweg unterwegs gewesen und es sei auch kein anderes Auto entgegen gekommen. Die Feuerwehr ließ sofort den Zugverkehr stoppen. Etwa nach einer Stunde konnte der Notfallmanager der Bahn die Strecke wieder freigegeben. Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Haßfurt und der Bundespolizei - letztere ist für den gesamten Bahnverkehr zuständig - nahmen das Geschehen auf. Das Rote Kreuz war mit einem Rettungswagen sowie Notarzt und dem Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort.

Die Bergung des Unfallwagens ging zügig voran, so dass die Sperrung der ehemaligen B26 nach gut 90 Minuten aufgehoben werden konnte. Dank des Wechselladerfahrzeugs mit Kran, das die Feuerwehr Haßfurt seit einiger Zeit besitzt, stand ein geeignetes Hebegerät zur Verfügung. Anschließend wurde der Passat von einem Abschleppdienst abtransportiert.

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