Ebern

BN sucht Helfer für den Amphibienschutz

Für den Amphibienschutz im Landkreis werden noch Helfer gesucht. Unser Bild zeigt Grasfrösche.
Für den Amphibienschutz im Landkreis werden noch Helfer gesucht. Unser Bild zeigt Grasfrösche. Foto: W. Wilner

Von Jahr zu Jahr wird es schwieriger, eine Jahreszeit klar abzugrenzen, heißt es in einer Pressemitteilung. So kann es im Winter warm sein, somit fehlt fast völlig der Schnee, und im Frühjahr können die Temperaturen ständig wechseln. Nicht nur für uns Menschen ist heutzutage ein eindeutiger Frühlingsstart schwer vorherzusagen, auch die Tiere haben damit Probleme. Besonders für die Amphibien ist die Lage trügerisch: tagsüber warm und nachts, wenn sie sich auf den Weg machen wollen, ist es wieder winterlich kalt.

In unserem Landkreis betreut der Bund Naturschutz Haßberge etliche Amphibien-Wanderstrecken. Es werden dafür zwölf Schutzzäune aufgebaut, um ein Massensterben durch den Autoverkehr zu verhindern.

Langsam und vorsichtig fahren

Wird es also in den nächsten Tagen etwas gleichmäßiger nachts wärmer werden, und ist es dazu auch noch feucht, dann versuchen die Amphibien ihr Ziel, ihre Geburtsstätten, einen See oder Teich, zu erreichen. Die Gefahr, auf der Straße von Autos überfahren zu werden, erkennen sie aber nicht. Die Helfer sind dann nachts unterwegs, um die Tiere einzusammeln und über die Straße zu tragen. Deshalb werden die Autofahrer gebeten, entsprechend langsam und vorsichtig zu fahren, um die Tiere und besonders die Helfer nicht zu gefährden.

In den vergangenen Jahren sind einige Helfer verloren gegangen, altersbedingt oder durch einen Wohnortwechsel. Um diese Lücken zu schließen, möchten die Natur- und Artenschützer nun Menschen neugierig machen auf den Amphibienschutz. "Nehmen Sie sich ein- bis zweimal pro Woche eine Stunde Zeit, und dies auch nur bei geeigneten Wetterbedingungen, und machen Sie mit uns die Erfahrung, dass diese Rettungsaktionen für Frosch und Co. Spaß machen und dass es Sie mit einer gewissen Genugtuung erfüllt, einen Beitrag zum Artenschutz geleistet zu haben", heißt es in der Mitteilung.

Speziell werden noch Helfer gesucht für die Zäune bei Salmsdorf, Hofstetten und Altershausen. Man könne auch mit einer Aufwandsentschädigung rechnen.

Kontakt: Alexander Hippeli, BN-Geschäftsstelle, Tel.: (09531) 9443566, E-Mail: bund-naturschutz-hassberge@t-online.de

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