AIDHAUSEN/WETTRINGEN

Bald geht's von Haßfurt nach Stadtlauringen

Gemeinsam auf einem Rad: Zur Einweihung befuhren die Vertreter aus Politik und Behörden den neuen Weg gemeinsam auf einem „Achter“. Foto: Gudrun Klopf

Trotz großer Hitze waren weit über 100 Bürger gekommen, um bei der offiziellen Verkehrsfreigabe des Geh- und Radweges zwischen Aidhausen und Wettringen dabei zu sein. Mit dem 1,6 Kilometer langen Weg haben die Gemeinde Aidhausen und der Markt Stadtlauringen die Radwegelücke zwischen den Landkreisen Haßberge und Schweinfurt entlang der Staatsstraße 2281 geschlossen.

Den geistlichen Segen und Schutz vor Unfällen erbaten der katholische Pfarrer Mariusz Falk und sein evangelischer Amtskollege Martin Hild. „Mit der Erschaffung des Frankenlandes hat der Herrgott sein Meisterstück gemacht“, sang Innen- und Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck ein Loblied. Es müsse alles getan werden, um die Heimat attraktiv zu erhalten. Sein besonderer Dank galt den Landwirten und Grundstücksbesitzern, die ihre Flächen für das Projekt zur Verfügung stellten.

Der neue straßenbegleitende Geh- und Radweg trage zur Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer bei und fördere dabei gleichzeitig den Tourismus. Dank guter Infrastruktur für Radfahrer zähle der Freistaat in Deutschland zu den beliebtesten Zielen von Radtouristen. Lob gab es von Eck aber auch für die engagierten Kommunalpolitiker der beteiligten Gemeinden und Landkreise, ebenso wie für die Blaskapelle Aidhausen, die den Festakt musikalisch begleitete. „Das sind Menschen, die mit Leidenschaft und Herzblut fest in der Heimat verwurzelt sind.“

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Radweg-Übergabe

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Über das Programm „Radwege an Staatsstraßen in gemeindlicher Sonderbaulast“ beteiligt sich der Freistaat mit einem Zuschuss von 290 000 Euro an den Baukosten von rund 400 000 Euro. Der Freistaat strebe ein flächendeckendes Fahrradwegenetz an, sagte Eck, weshalb das Förderprogramm für den Wegebau auch in Zukunft weiterlaufe.

Als „Sahnehäubchen“ kündigte der stellvertretende Landrat Oskar Ebert einen einmaligen Unterhaltskostenzuschuss des Landkreises Haßberge in Höhe von 6500 Euro an. Der Radweg sei eine wunderbare Einladung an die Menschen beider Landkreise, sich gegenseitig zu besuchen. In ein bis zwei Jahren, so hofft Ebert, werde er von Rauhenebrach bis zum Ellertshäuser See auf sicheren Radwegen fahren können.

Die stellvertretende Landrätin des Landkreises Schweinfurt, Christine Bender, sagte, Radwege würden die Lebensqualität und die Infrastruktur für die Menschen vor Ort verbessern und die Region für Gäste erst richtig interessant machen. Der besondere Reiz beim Radfahren sei der direkte Kontakt zur Natur, „man spürt sie regelrecht unter den Füßen, sprich unter dem Hintern“, sagte Bender. „Raus aus dem stressigen Alltag, rein in die Natur, Entschleunigung erleben“, das sei eine Erholung, die wir alle brauchen.

Mit dem Radweg zwischen Aidhausen und Wettringen sei der Grundstein für den Lückenschluss des Radwegenetzes zwischen Ellertshäuser See und dem Raum Hofheim gelegt, sagte Bürgermeister Dieter Möhring. Er sei zuversichtlich, dass in zwei Jahren ein durchgehender Radweg von Haßfurt bis Stadtlauringen existieren werde.

Unter umwelt-, verkehrs- und gesundheitspolitischen Aspekten sei der Trend zu Fahrrädern, E-Bikes oder Inlinern begrüßenswert, sagte Möhring. Die Gefahrenpotenziale müsse man mit Radwegen vermindern, so dass, angefangen von den Kindern bis hin zur älteren Generation, alle sicher unterwegs sein können. Im Tourismus sehe Möhring eine große Chance für die Zukunft. Aidhausen habe im vergangenen Jahr bei den Übernachtungszahlen einen Anstieg um 47 Prozent erzielt. Es gelte deshalb die Infrastruktur nicht nur für die heimischen Radfahrer, sondern auch für die Radtouristen zu verbessern.

Sein Stadtlauringer Amtskollege Friedel Heckenlauer fasste sich kurz: Sein Dank galt neben den Vertretern der Flurbereinigungsgenossenschaften und der Landesregierung vor allem den Vertretern der Nachbargemeinde Aidhausen. Stets seien die Zusammenarbeit konstruktiv und die Aussagen verbindlich gewesen. „Wir hatten die gemeinsame Vision vor Augen und haben alle an einem Strang gezogen.“

Dann wurde endlich das rote Band durchgeschnitten und der Tross setzte sich Richtung Wettringen in Bewegung. Die Vertreter aus Politik und Behörden traten auf dem ausgeliehenen „Eichelsdorfer Achter“ in die Pedale, die restlichen Gäste folgten auf je zwei Rädern. Die Musik kam auch zur Unterhaltung mit: Die Blaskapelle wurde von einem Oldtimer-Traktor gezogen.

Zum Dank fürs Zuhören in der sengenden Hitze hatte ein jeder Radler Gutscheine für ein Getränk und eine Bratwurst erhalten. Die ließ man sich beim „Schlußhock“ im Gasthaus „Zum Storchen“ in Wettringen schmecken.

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