MAROLDSWEISACH

Baugebiet sorgt für Gesprächsstoff

Den neuen und vermutlich endgültigen Plan für das Baugebiet „Ebene“ in Altenstein erläuterte Geschäftsführer René Schäd.
Den neuen und vermutlich endgültigen Plan für das Baugebiet „Ebene“ in Altenstein erläuterte Geschäftsführer René Schäd. Foto: Helmut Will

In der Maroldsweisacher Gemeinderatssitzung am Montag sorgte das Baugebiet „Ebene“ in Altenstein für Gesprächsstoff. Der Plan, den der Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) und Geschäftsführer René Schäd vorlegten, stieß bei der CSU-Fraktion auf Kritik, da er anders aussah als jener, über den schon abgestimmt war. Gerne hätten sie den Plan vorab gehabt und sahen sich unzureichend informiert.

Zuhörer aus Altenstein

Daher stimmten drei CSU-ler gegen den vorgelegten Plan, der jedoch mehrheitlich angenommen wurde. Damit soll das Gewerbegebiet „Ebene“ seinen Abschluss finden. Dass es ein etwas „brisantes Thema“ war zeigte das Interesse von mehreren Bürgern aus Altenstein in den Zuhörerreihen, die fürchteten, Erschließungskosten mittragen zu müssen. Bürgermeister Thein sagte, mit den Anliegern sei gesprochen worden; durch die Planänderung entstehe ihnen kein Nachteil.

Heidi Müller-Gärtner (JCU) kritisierte: „Wir sollen heute über etwas abstimmen, das wir vorher gar nicht einsehen konnten.“ Melanie Gräbner (CSU) sah sich „übergangen“, da bisher nur der ältere Plan besprochen worden sei. Zum neuen Plan beklagte sie: „Davon habe ich als Gemeinderätin von Anwohnern in Altenstein erfahren und ich konnte dazu nichts sagen, weil wir nicht informiert waren.“ Thein sagte dazu, der Plan liege erst seit letztem Mittwoch vor, am Freitag habe er die Anwohner informiert.

„Wo wart ihr?“

Herbert Baum (parteilos) wurde in Richtung CSU-Fraktion ärgerlich. Eine „wesentliche Änderung“ gebe es nicht und es sei klar, dass die Straße weiter gebaut werden müsse und dass das hat nur für direkte Anwohner Auswirkungen habe. „Macht doch die Pferde nicht scheu. Wo wart ihr eigentlich in der Sitzung als es behandelt wurde?“, fragte Baum. Dessen „scharf“ formulierte Aussage wurde von Dieter Hepp missbilligt. Bürgermeister Thein sagte, die ältere Version des Planes wäre die Anwohnern wesentlich teurer gekommen.

Jagd auf Funklöcher

Der Gemeinderat beschloss zudem eine Änderung des Bebauungsplanes „Am Birkenfelder Weg“: Aufgrund der Erweiterung des Altenheims sei der bestehende Plan hinsichtlich Größe und Art der baulichen Nutzung nicht mehr ausreichend“, sagte der Bürgermeister. Die Änderung erfolge in Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro. Geschäftsführer René Schäd erklärte, das Gebiet sei als Wohngebiet ausgewiesen. Hilfreich sei dagegen, auch für künftige Vorhaben wäre, ein Mischgebiet auszuweisen. Die Änderung wurde beschlossen, da auch die Unterschriften der Nachbarn für das Vorhaben vorlagen.

Die Telekom hat nach den Worten von Bürgermeister Thein das Programm „Wir jagen Funklöcher“ aufgestellt. Hierfür könne sich die Gemeinde bewerben. Bei Aufnahme in das Programm bestünde die Chance, dass bisher unterversorgte Gebiete besser versorgt werden. Das Gremium beschloss, sich für das Programm zu bewerben.

„Zeilbergecho“ für alle

Doreen Büschel (JB) hatte den Antrag gestellt, allen Haushalten das Informationsblatt „Zeilbergecho“ kostenlos zur Verfügung zu stellen, „da Finanzschwache es sich nicht leisten können, dafür zu zahlen“. Dafür sei es ausreichend, wenn es nicht wöchentlich sondern alle vier Wochen ausgeteilt würde. Auch solle das bei den Vereinen sehr begehrte Deckblatt neutral gestaltet werden.

Es wurden verschiedene Möglichkeiten diskutiert, so auch eine Onlineversion. Insgesamt waren die Gemeinderäte der Meinung, dass eine Erscheinung des Blattes alle vier Wochen zu lang wäre. Sie einigten sich, verschiedene Varianten kostentechnisch zu prüfen um bei einer weiteren Sitzung erneut zu beraten. (hwi)

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