HOFHEIM/MECHENRIED/BUNDORF

Beeindruckt, dass Strategien der Allianz funktionieren

Welche Probleme haben die Mitgliedsgemeinden der Gemeindeallianz Hofheimer Land, welche Strategien wurden entwickelt – darüber informierte Bürgermeister Wolfgang Borst zum Auftakt.
Welche Probleme haben die Mitgliedsgemeinden der Gemeindeallianz Hofheimer Land, welche Strategien wurden entwickelt – darüber informierte Bürgermeister Wolfgang Borst zum Auftakt. Foto: Alois Wohlfahrt

Wie sich die Probleme gleichen: Leerstände, die Gefahr der Verödung der Dorfkerne – abseits der Metropolen haben damit viele Kommunen zu kämpfen. Für Strategien gegen diese Probleme ist die Gemeindeallianz Hofheimer Land inzwischen im ganzen Bundesgebiet bekannt geworden.

Nicht von ungefähr kommt es deshalb, dass Besuchergruppen sich in Hofheim quasi die Klinke in die Hand geben. Weil dies nun einmal auch Info-Personal in der „Allianz“ erfordert, ist man bestrebt, Besuchergruppen zu bündeln.

Fünf Gruppen

Und so waren am vergangenen Freitag fünf Gruppen aus verschiedenen Bundesländern zu Gast in Hofheim und informierten sich nach der Vorstellung der Struktur der Hofheimer Allianz und ihrer Ziele durch Bürgermeister Wolfgang Borst unter anderem in Stöckach, Bundorf, Kimmelsbach und Mechenried.

Einer der Besucher war Peer Schulze. Er ist Bürgermeister in der mittelthüringischen Gemeinde Ilmtal. Rund 3800 Einwohner hat die Gemeinde mit ihren 21 Ortsteilen. Mit vier weiteren Vertretern seiner Gemeinde war er in Hofheim.

Und was ihn vor allem beeindruckt hat: dass das, was die Allianz sich vorgenommen hat tatsächlich „funktioniert, dass Leute wieder in die Ortskerne ziehen“. Klar werde man das, was man in Hofheim gesehen habe, nicht alles eins zu eins umsetzen können, aber etliches, was man gesehen habe, „wird in unsere Entscheidungen mit einfließen“, so Schulze.

Nicht nur sagen: Gemeinde mach mal

Gefallen hat ihm so unter anderem auch, dass auch die Bürger mitmachen und auch selbst investieren „und nicht nur sagen: Gemeinde mach mal“. Oder aber auch, wie er in Mechenried kennengelernt habe, dass die Kirche bei einem Vorhaben mit ins Boot gekommen war.

In Mechenried informierten Bürgermeister Bernd Fischer und dritter Bürgermeister Detlef Hofmann die Besuchergruppen über das G3-Bürgerhaus. Ulla Schauber von der Bauhaus-Universität Weimar begleitete die südthüringische Besuchergruppe des KOMET-Projektes aus acht Gemeinden, bestehend aus der Stadt Gehren sowie der Gemeinde Neustadt am Rennsteig und den Mitgliedern der Verwaltungsgemeinschaft Großbreitenbach mit der Stadt Großbreitenbach sowie den Gemeinden Altenfeld, Böhlen, Friedersdorf, Gillersdorf und Wildenspring auf ihrem Informationsbesuch.

Mitwirkung der Bürger

Die KOMET-Projekt-Gemeinden wollen gemeinsam innovativ an den Herausforderungen des demografischen Wandels arbeiten, um auf Potenziale aufmerksam zu machen und aktiv Interessierte zu informieren.

So habe man als ersten praxisorientierten Schritt die Einrichtung einer sogenannten Immobilienbörse für leer stehende Immobilien und Grundstücke eingerichtet, bei der natürlich die Mitwirkung der Bürger und Eigentümer von Immobilien gefragt ist, hieß es von der Delegation.

Leerstand soll nicht einzig allein als Problem betrachtet, sondern müsse auch als Chance für die weitere Innenentwicklung der Dörfer und Kommunen wahrgenommen werden.

Deshalb sei der Besuch mit gegenseitigem Erfahrungsaustausch in den Hofheimer Allianzgemeinden eine gute Gelegenheit aus Erfahrungen anderer Gemeinden zu lernen oder Anregungen wie das G3-Haus in Mechenried mit Kindergarten, Pfarrsaal und Bürgerhaus mitzunehmen.

In Mechenried informierten Riedbachs Bürgermeister Bernd Fischer und dritter Bürgermeister Detlef Hofmann die Besuchergruppen über das G3-Bürgerhaus.
In Mechenried informierten Riedbachs Bürgermeister Bernd Fischer und dritter Bürgermeister Detlef Hofmann die Besuchergruppen über das G3-Bürgerhaus. Foto: Ulrich Kind

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