HOFHEIM

Befürchtete Hitzeschlacht bleibt aus

Im Einsatz: In Aidhausen sorgte die Feuerwehr für eine Erfrischung auf der Radfahrstrecke.
Im Einsatz: In Aidhausen sorgte die Feuerwehr für eine Erfrischung auf der Radfahrstrecke. Foto: Martin Schweiger

„Bedeckter Himmel – da habt ihr ja ein Super-Wetter für den Triathlon bestellt“, freut sich ein Teilnehmer bei der 24. Auflage des Hofheimer Triathlons frühmorgens um 7.30 Uhr am Eincheck-Schalter.

In der Tat blieb die befürchtete Hitzeschlacht aus, oder fand aber zumindest in abgemilderter Form statt. Noch am Samstag hielt die Quecksilbersäule im Thermometer stark auf die 40-Grad-Marke zu. Doch Sturm und Regen in der Nacht kühlten die Freiluftsauna auf erträgliche 25 Grad am Vormittag ab. Der Sturm in der Nacht blies am Hofheimer Marktplatz sogar einige Absperrungen um, und Organisator Michael Greb baute mitten in der Nacht drei Zelte eigenhändig ab.

Bei wolkenverhangenem Himmel und wettkampffreundlichen Temperaturen starteten die Teilnehmer der Königsdisziplin, der Mitteldistanz, um 9.30 Uhr am Ellertshäuser See. Gegen 11.15 Uhr, als die Starter in der Sprint- und Kurzstrecke ins Wasser gingen, riss der Himmel dann aber doch noch auf. Petrus heizte den Athleten dann vor allem auf der Laufstrecke ein. Dennoch blieben die Temperaturen mit etwa 33 Grad noch unter denen des Vortags.

Heinz Grove aus Schweinfurt, Dauergast beim Hofheimer Triathlon, lässt den Wettkampf gemütlich angehen. Der 74-Jährige startete wie immer im Sprintwettbewerb mit rosafarbenem Kleid, lief mit rosa Gummi-Slippern immerhin die Rundstrecke von fünf Kilometern und fuhr mit rosarotem Damenfahrrad die 18 Kilometer lange Radstrecke.

Algen im Ellertshäuser See

Nach dem Schwimmen zierte eine weitere Farbe nicht nur sein Outfit: Der starke Algenwuchs im 24 Grad warmen Ellertshäuser See färbte die Haare vieler Sportler in ein zartes Grün – als ob sie gerade vom Friseur kämen. Laut See-Chef Frank Pechthold lief sonst alles problemlos. Er ist einer von über 100 Helfern, ohne die die Veranstaltung undenkbar wäre.

Ein anderer ist Gerald Borst. Er hielt die Stellung in Lendershausen, wo er den Radfahrern den Weg wies. Dabei bewies er Improvisationstalent. Mangels einer Fahne schwenkte er ein rotes T-Shirt, was bei manchem Akteur ein Schmunzeln hervorrief.

Zum zweiten Mal am Start war auch Hofheims evangelischer Pfarrer Sieghard Sapper. Er hatte zunächst für die Mitteldistanz gemeldet, entschied sich aber am Samstag aufgrund des Wetterberichts für den Sprinttriathlon, den er in einer Zeit von einer Stunde und vierzehn Minuten bewältigte. Seine schlechteste Disziplin sei das Schwimmen, die stärkste das Laufen, meinte er. Er blieb auch noch nach dem Zieleinlauf am Hofheimer Marktplatz, feuerte wie viele andere mit seiner ganzen Familie seine Mitstreiter an und füllte an den Verpflegungsständen die verbrauchten Kalorien wieder auf.

Mit rund 300 Teilnehmern war der Triathlon für die Organisatoren auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Sieger der Mitteldistanz wurde übrigens, wie bereits in den Jahren 2009, 2011 und 2012, Christof Schmidt aus Kronach in der Zeit von vier Stunden und sieben Minuten. Bei den Frauen siegte Julia Nikolopoulos vom TV Bad Orb, die vier Stunden und 51 Minuten unterwegs war (mehr zum Wettkampfgeschehen in dieser Woche im Lokalsport).

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Belohnung im Ziel: eine Abkühlung nach all der Anstrengung.
Belohnung im Ziel: eine Abkühlung nach all der Anstrengung. Foto: Martin Schweiger

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