EBERN

Bildungschancen sind Lebenschancen

Rückkehrer: Klauspeter Schmidt ist seit zwei Jahren als Schulleiter am Friedrich-Rückert-Gymnasium in Ebern tätig.
Rückkehrer: Klauspeter Schmidt ist seit zwei Jahren als Schulleiter am Friedrich-Rückert-Gymnasium in Ebern tätig. Foto: Landratsamt

Die Stadt Ebern bietet zahlreichen Menschen aus der Region einen Arbeitsplatz. Nicht wenige pendeln jedoch aus dem nördlichen Landkreis ins Maintal oder in die Städte im Umfeld. Einer, der je-den Tag den umgekehrten Weg von Haßfurt nach Ebern nimmt, ist der Schulleiter des Friedrich-Rückert-Gymnasiums, Oberstudiendirektor Klauspeter Schmidt. Da bleiben zwar viel Zeit und etliche Kilometer auf der Strecke, doch das macht dem 52-Jährigen nichts aus, wie es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes Haßberge heißt.

Nachdem Schmidt von 1990 bis 1998 schon einmal als Studienrat am Friedrich-Rückert-Gymnasium tätig war, kehrte er quasi als Wiederholungstäter im Jahr 2010 als Oberstudiendirektor und Schulleiter an die Schule zurück. „Ich wollte eine Schule leiten, mit der ich mich regional identifizieren konnte“, sagt Schmidt gegenüber dem Landratsamt.

Das Eberner Gymnasium habe diese Bedingung erfüllt. „Mit rund 750 Schülern bietet das Gymnasium hervorragende Möglichkeiten, einerseits die ganze Vielfalt des schulischen Angebots im Bereich des Pflicht- und Wahlunterrichts abzubilden, andererseits aber auch noch den individuellen Umgang und eine vertiefte Kommunikation der am Schulleben Beteiligten realisieren zu können“, zitiert das Landratsamt den Schulleiter.

Klauspeter Schmidt ist bekennender Lokalpatriot, deswegen liegt ihm auch am Herzen, ein wenig als „Weberschiffchen“ zwischen dem westlichen und östlichen Landkreishälften agieren zu können. In puncto Zusammengehörigkeitsgefühl sieht Klauspeter Schmidt nach wie vor noch Entwicklungspotenziale. „Ich versuche gerade bei den offiziellen Stellen immer wieder auf die Bedeutung der Bildungseinrichtungen des östlichen Teils des Landkreises hinzuweisen. Ich glaube, dass ich da gerade als Haßfurter durchaus freier und nachdrücklicher in solcher Mission sprechen beziehungsweise auftreten kann.“

Sorgen bereite dem Schulleiter die demografische Entwicklung auf dem Land, die den Schulstandort Ebern härter treffen werde als die Schulen im Maintal. Gerade vor diesem Hintergrund würde er es begrüßen, „wenn innerhalb des Landkreises Möglichkeiten geschaffen würden, dass Eltern, die westlich des Haßbergtraufes wohnen, ihre Kinder ebenso zu Schulen nach Ebern schicken können. Damit könnten Eltern das interessante und hochwertige Angebot in Ebern auch voll nutzen und es gäbe eine weitere Wahlmöglichkeit“, zitiert die Pressemitteilung den Leiter des Eberner Gymnasiums.

Die Bedingungen am Schulstandort Ebern seien nach Meinung Schmidts ideal. Mit der Landkreisreform sei die Gründung des Gymnasiums im Jahre 1969 und der Bezug des Neubaus 1972 einhergegangen. „Das war ein wichtiger Schritt in Richtung Chancengleichheit der ländlichen Bevölkerung in Sachen höhere Bildung“, erklärt Schmidt gegenüber dem Landratsamt.

Seitdem habe sich das Friedrich-Rückert-Gymnasium (seit 1987 trägt es diesen Namen) kontinuierlich weiter entwickelt. Inhaltlich sowieso und ebenso baulich. Eine neue Mensa, eine generalsanierte Dreifachturnhalle und hervorragende Außensportanlagen böten laut des Schulleiters beste Möglichkeiten, den gymnasialen Anforderungen der Gegenwart adäquat entgegentreten zu können. In den kommenden Jahren stehe eine Generalsanierung des Hauptgebäudes an.

Klauspeter Schmidt zeigt sich davon überzeugt, dass der gesamte Landkreis Haßberge im schulischen Bereich sehr gut aufgestellt ist. „Vielleicht sollten wir in Zukunft mit diesem Pfund im Kreis – und vor Ort – noch mehr wuchern, um die Attraktivität der Region bei jungen Familien, und damit einen möglichen Willen, in die Haßberge zu ziehen, steigern zu können.“

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