Breitbrunn

Breitbrunn: Ruth Frank wird die neue Bürgermeisterin

Die Gemeinde hat eine neue Rathauschefin. Ruth Frank bekam eine deutliche Mehrheit, und das, obwohl einige, die sie wählen wollten, die Chance dazu verpassten.
Von Kameras begleitet ging Ruth Frank am Sonntag zur Wahl. Nun steht fest: Die Breitbrunner haben sie zur Bürgermeisterin gewählt.
Von Kameras begleitet ging Ruth Frank am Sonntag zur Wahl. Nun steht fest: Die Breitbrunner haben sie zur Bürgermeisterin gewählt. Foto: Günther Geiling

Jetzt ist es offiziell: Ruth Frank ist ab dem 1. Mai die neue Bürgermeisterin von Breitbrunn. 70,4 Prozent der Wähler schrieben ihren Namen auf den Wahlzettel. Und es hätten noch mehr sein können, wenn bei dieser Wahl nicht einiges anders glaufen wäre als geplant.

"Es war eine sensationelle Wahl, dafür, dass sie nur so kurz Zeit hatte, sich bekannt zu machen", sagt die noch amtierende Bürgermeisterin Gertrud Bühl. Zumal die Wähler bei Ruth Frank nicht einfach nur ein Kreuz machen konnten. Wer sie zur Bürgermeisterin machen wollte, musste ihren Namen selbst auf den Wahlzettel schreiben, denn für eine offizielle Nominierung kam ihre Bewerbung als Kandidatin zu spät.

Große Aufmerksamkeit in den Medien

Vor der Wahl war Breitbrunn durch die Medien gegangen und auch über die Grenzen des Landkreises Haßberge hinaus bekannt geworden als der Ort, in dem niemand Bürgermeister werden wollte. Ein Grund dafür war unter anderem, dass der Posten des Rathauschefs in dem Ort ein Ehrenamt ist und es sich auch verdiente Mitglieder des Gemeinderats nicht zutrauten, das Amt mit ihrem Beruf vereinbaren zu können. So verstrich die Frist für die Nominierung, ohne dass ein Kandidat gefunden war, der den Posten von Gertrud Bühl übernehmen wollte. Diese feiert in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag und hatte angekündigt, nach zwölf Jahren als Rathauschefin aus Altersgründen nicht mehr zu kandidieren.

Dann fand sich mit der 51-jährigen Diplom-Verwaltungswirtin und Heilpraktikerin Ruth Frank doch noch eine Bewerberin, die bereit war, die Verantwortung zu übernehmen. Um sie zu nominieren und damit ihren Namen auf die Wahlzettel zu schreiben, war es bereits zu spät. Allerdings haben Wähler immer auch die Möglichkeit, selbst den Namen einer Person, die nicht offiziell kandidiert, auf die Liste zu schreiben. Wenn mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen auf die gleiche Person entfallen, gilt diese als Gewählt, egal, ob der Name schon vorher auf den Zettel gedruckt war oder erst von einem Wähler handschriftlich daraufgeschrieben wurde.

Unterstützung durch die Vorgängerin

So machte Ruth Frank bekannt, dass sie bereit sei, das Amt zu übernehmen. Unterstützt wurde sie dabei von Gertrud Bühl, die froh war, doch noch eine Nachfolgerin gefunden zu haben. Nun sind die Stimmen ausgezählt und damit steht fest: Von 547 gültigen abgegebenen Stimmen entfallen 385 auf Ruth Frank. Damit hat sie eine satte Mehrheit von gut 70 Prozent. Und es hätten noch mehr sein können, berichtet Gertrud Bühl. Denn als ihre Kandidatur bekannt wurde, hatten einige Wähler bereits Briefwahlunterlagen zurückgeschickt. Außerdem hatten einige Wähler nur den Vornamen Ruth, andere nur den Nachnamen Frank auf den Zettel geschrieben - diese Stimmen sind ungültig, da der Name nicht vollständig darauf stand.

Zahlreiche Wähler hatten auch andere Namen als Ruth Frank auf den Wahlzettel geschrieben, insgesamt gab es 38 Personen, die gültige Stimmen erhalten hatten. So gab es 32 beziehungsweise 30 Stimmen für die Ratsmitglieder Thomas Schlee und Georg Kundmüller, die sich jedoch im Vorfeld beide gegen eine Kandidatur entschieden hatten. 19 Stimmen bekam Noch-Bürgermeisterin Gertrud Bühl, drei Wähler schrieben den Namen von Bühls Vorgänger Günther Geiling auf den Wahlzettel.

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