Haßfurt

Coronavirus: Wie sich die Haßberg-Kliniken vorbereiten

Von "einschneidenden Maßnahmen" für die Krankenhäuser im Kreis Haßberge spricht Vorstandsvorsitzender Stephan Kolck. Wie sehen die im Detail aus?
Im Haßfurter Krankenhaus haben sich die Mitarbeiter auf die aktuelle Lage in Sachen Corona vorbereitet. 
Im Haßfurter Krankenhaus haben sich die Mitarbeiter auf die aktuelle Lage in Sachen Corona vorbereitet.  Foto: Peter Schmieder

Das seit Donnerstag geltende Besuchsverbot wird noch einmal verschärft, teilt Stephan Kolck, der Vorstandsvorsitzende der Haßberg-Klinken, mit. So dürfen derzeit lediglich die Partner von Entbindenden das Haus betreten. Weitergehende Ausnahmen werde es nur bei "Sterbenden und besonders hilfsbedürftigen Patienten" geben.  "Um dennoch den Kontakt mit den Patienten zu ermöglichen, wird während der Krisensituation allen Patienten kostenlos ein Telefon ans Bett gestellt", schreibt Kolck in seiner E-Mail weiter. 

Die Haßberg-Kliniken hätten "in ihrer Koordinierungsgruppe einschneidende Maßnahmen abgestimmt, die zum Teil bereits umgesetzt, in anderen Teilen für die nächste Woche geplant sind. Darüber hinaus wurden Szenarien durchgespielt, die bei krisenhafter Verschärfung der Situation greifen sollen. Ziel ist es, die Patienten, aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen, damit die Krankenhäuser dauerhaft arbeitsfähig bleiben", heißt es in der Verlautbarung. 

Die am Donnerstag eingeführten Zugangskontrollen, bei denen nach grippeähnlichen Symptomen und den Risikofaktoren gefragt wird, werde es weiter geben, ab Dienstag, 17. März, würden "alle planbaren chirurgischen und gynäkologischen Eingriffe auf spätere Zeitpunkte verschoben". Das ist laut Kolck nötig, um genügend Platz und Personal für eventuelle Corona-Patienten zu haben. Soweit möglich, würden aktuelle Patienten nach Ebern verlegt, die Corona-Patienten sollen soweit möglich in Haßfurt behandelt werden. Nur wenn es in der Kreisstadt eng wird, werden laut Haßberg-Kliniken kurzfristig in Ebern Kapazitäten für Covid19-Erkrankte geschaffen. 

Kolck weist außerdem darauf hin, dass wegen der steigenden Zahlen bei Corona-Test-Abstrichen  jeweils montags bis freitags Zeitkorridore (8 bis 11 Uhr) eingerichtet werden, in denen zusätzliches Personal den Abnahme-Container gegenüber der Zentralen Patientenaufnahme am Krankenhaus Haßfurt besetzt. Dorthin dürfen laut Kolck aber nur Patienten, die nicht zuhause vom Fahrdienst der KVB besucht werden können.  Verdachtsfälle müssten dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst  unter Telefon 116 117 gemeldet werden. Der Test im Krankenhaus könne zudem nur bei telefonischer Voranmeldung (Telefon 09521/28212) stattfinden.

In den Krankenhäusern , schreibt Kolck weiter, würden Ansammlungen von Menschen minimiert. So würden Gruppentherapien und auch das gemeinsame Mittagessen auf der Akutgeriatrie in Haßfurt und der Inneren Medizin in Ebern gestrichen, Besprechungen auf ein Minimum reduziert und alle Fortbildungsveranstaltungen abgesagt. Das gelte auch für die Patientenseminare, die gemeinsam mit der Volkshochschule geplant waren.

Mit den Worten: "Die Haßberg-Kliniken sehen sich aufgrund des erfahrenen Personals und mithilfe der getroffenen Maßnahmen gut vorbereitet und werden situationsgerecht besonnen reagieren", schließt Stephan Kolck seine Ausführungen. 

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