HAßFURT

Der Kirchtum von Prappach wird teurer als gedacht

Der Kirchturm der Prappacher Kirche St. Michael muss saniert werden. Die Stadt Haßfurt will die Kosten allerdings nicht komplett übernehmen. Foto: Ewald Reitwiesner

Im November hatte der Haßfurter Stadtrat beschlossen, der Katholischen Kirchengemeinde Prappach im Rahmen der sogenannten Altfall-Regelung einen Zuschuss in Höhe von 240 000 Euro für die Sanierung des Kirchturms der Pfarrkirche „St. Michael“ zu gewähren.

Zwischenzeitlich hat sich eine Baukostensteigerung ergeben, die zusammen mit notwendigen Mehrarbeiten eine Summe von rund 312 000 Euro in den Raum stellt. Im Finanz- und Hauptausschuss hat Bürgermeister Günther Werner mitgeteilt, dass es bei dem ursprünglich beschlossenen Betrag von 240 000 Euro bleiben soll. Aufgrund eines kirchenintern verhängten Baustopps gewährt das Bischöfliche Ordinariat keine Zuschuss und macht die Freigabe der Maßnahme davon abhängig, dass die politische Gemeinde die Kosten zu 100 Prozent übernimmt. Trotz aller Unwägbarkeiten will die Kirchenstiftung eine Finanzierung für die Mehrkosten in die Wege leiten und bat in ihrem erneuten Antrag, den Zuschuss um zehn bis 15 Prozent zu erhöhen. Diesen Antrag lehnte der Stadtrat einstimmig ab. Bürgermeister Werner versprach aber eine zeitnahe Lösung: „Wir werden auf die Kirchengemeinde zugehen, damit die Baumaßnahme in Angriff genommen werden kann“.

Mit der Weiterzahlung des jährlichen Liquiditätszuschusses in Höhe von 400 000 Euro an die Städtischen Betriebe Haßfurt GmbH zum Betrieb des Freizeitzentrums am Großen Anger für das kommende Haushaltsjahr zeigten sich die Stadträte einverstanden. Ebenso wurde die Haushaltssatzung der Bürgerspitalstiftung, die nur laufende Unterhaltsaufwendungen und Darlehenstilgung vorsieht, positiv beschieden.

Aufgrund des Ausscheidens von Reiner Schuster aus dem Stadtrat, der auch stellvertretender Pfleger der Bürgerspitalstiftung war, musste ein Nachfolger benannt werden. Diese Aufgabe wird zukünftig Günther Trum übernehmen, der auch für Schuster in den Stadtrat nachrückte.

Nach Rücksprache mit der Deutschen Bahn konnte Bürgermeister Günther Werner den Räten mitteilen, dass der Beginn der barrierefreien Gestaltung der Zugänge zu den Gleisen am Haßfurter Bahnhof im Februar beginnen soll. Ein Aufzug soll zukünftig den Zugang erleichtern, wobei Gleis 3 verschoben und der Bahnsteig verbreitert werden soll. Die Fertigstellung ist für September nächsten Jahres geplant. (cl)

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