ZELL

Der „Seäläs-Stee“ steht wieder

Die Wanderwarte Günter Metzner, Hilbert Braunreuter und Udo Rhein setzten kürzlich einen ehemaligen Grenzstein an historischer Stätte neu in Szene. Ganz in der Nähe liegt der gut erhaltene Keltenwall am Kleinen Knetzberg.
Die Wanderwarte Günter Metzner, Hilbert Braunreuter und Udo Rhein setzten kürzlich einen ehemaligen Grenzstein an historischer Stätte neu in Szene. Ganz in der Nähe liegt der gut erhaltene Keltenwall am Kleinen Knetzberg. Foto: Sabine Weinbeer

Eine nicht alltägliche Tätigkeit erledigten die Wanderwarte der Fünf-Sterne-Gemeinden Eltmann, Knetzgau, Oberaurach, Rauhenebrach und Sand dieser Tage. Und zwar setzten sie einen ehemals bedeutenden Grenzstein wieder ein. Dieser Stein befindet sich in der Nähe von Zell am Ebersberg, am Südhang des Böhlgrundes im Sattel zwischen Hollacher Berg und Kleiner Knetzberg an einem besonderen Ort.

Der Grenzstein stand einst an einer Kreuzung, die am Ende des Gemeindewaldes von Zell am Ebersberg (Kalbenholz) die Grenze zum Staatsforst (Sommerrangen, Winterrangen) bildete. Weil in der Nähe ein See lag, hatte der Grenzstein den Namen Seeleinstein, im Zeller Dialekt „Seäläs-Stee“. Nach mündlichen Überlieferungen wurden in dem See Karpfen gezüchtet. Die Stelle ist heute zwar völlig bewaldet, die Lage des ehemaligen Sees ist allerdings noch immer gut zu erkennen.

Die Lage der Forststraßen im Wald hat sich im Zuge moderner Waldbewirtschaftung immer wieder einmal verändert. Der alte Grenzstein stand nun mehr oder weniger im Weg und wurde deshalb vor über 30 Jahren entfernt. Seine eigentliche Bedeutung als Grenzstein hatte er ohnehin längst verloren, weil sich mittlerweile das gesamte Gebiet im Staatseigentum befand.

Die Wanderwarte der Fünf-Sterne-Gemeinden machten es sich zur Aufgabe, die ehemalige Bedeutung dieses Grenzsteines in Erinnerung zu rufen. Dank der guten Zusammenarbeit mit den Bayerischen Staatsforsten war es nun möglich, den „Seäläs-Stee“ wieder aufzustellen. Interessierte Wanderer können sich über die jeweilige Gemeinde an die Wanderwarte wenden, um nähere Informationen zu erhalten. Auch Führungen sind möglich.

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