KREIS HAßBERGE

Der Sozialdemokrat mit dem „sozialistischen Ergebnis“

Über die Kandidatur von Wolfgang Brühl (Mitte) als Landrat freuten sich bei der Nominierungsversammlung der Kreis-SPD (von links): stellvertretender Kreisvorsitzender Helmut Dietz, Kreisvorsitzende Johanna Bamberg-Reinwand, stellvertretende Kreisvorsitzende Caroline Petersen und Kreistags-Fraktionsvorsitzender Jürgen Hennemann. Foto: Christian Licha

Mit einem überzeugenden Ergebnis von 100 Prozent ist Wolfgang Brühl zum Landratskandidaten der SPD nominiert worden. Die 48 Delegierten sprachen am Samstag im Oskar-Kandler-Zentrum in Kirchlauter dem 51-Jährigen ihr vollstes Vertrauen aus. „Auch wenn es ein sozialistisches Ergebnis ist, nehme ich die Wahl selbstverständlich gerne an“, kommentierte Brühl mit einem Augenzwinkern das Ergebnis.

Kreisvorsitzende Johanna Bamberg-Reinwand zeigte sich zuversichtlich, bei den kommenden Kommunalwahlen ein gutes Ergebnis erreichen zu können. Neben dem Landratskandidaten Wolfgang Brühl stelle man auch eine Reihe Bürgermeisterkandidaten. In Haßfurt möchte Stephan Schneider zukünftig an der Spitze der Stadt stehen, genauso Martin Horn in Ebelsbach, Steffen Kropp in Rentweinsdorf und Melanie Kaufhold in Stettfeld.

Mit Thomas Stadelmann (Zeil), Karl-Heinz Kandler (Kirchlauter), Wolfram Thein (Maroldsweisach), Jürgen Hennemann (Ebern) und Helmut Dietz (Untermerzbach) habe man bereits gezeigt, dass die SPD engagierte Bürgermeister stellt, die ihr Amt wieder verteidigen werden.

Für die Kreistagswahl habe man neben den bisherigen Kreisräten auch viele neue Gesichter, quer durch alle Alters- und Berufsgruppen sowie aus allen Ecken des Landkreises, die zukünftig ihre Heimat politisch mitgestalten wollen.

Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann, der auch Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag ist, stellte die Arbeit der aktuell zwölf SPD-Kreisräte in dem Gremium vor. Gleichzeitig hob er Wolfgang Brühl als einen hervorragenden Kandidaten hervor, der als Kreisrat, Stadtrat in Eltmann und Mitglied des Verwaltungsausschusses der Haßberg-Kliniken bereits über eine umfangreiche kommunalpolitische Erfahrung verfüge.

Mit einem 10-Punkte-Plan stellte Brühl seine Absichten vor, den Landkreis in Zukunft lenken zu wollen. Besonders am Herzen liegt Brühl als Ausbildungsleiter beim BRK Haßberge das Thema Gesundheit, wie er erwähnte. Für die Haßberg-Kliniken müsse man sich Zukunftsmodelle überlegen, damit die heimischen Krankenhäuser nicht zwischen großen Kliniken in Schweinfurt, Bamberg und Coburg zerrieben werden. Als kleines Haus sei man aber sehr wohl gut für die Zukunft aufgestellt, um eine altersgerechte medizinische Versorgung bieten zu können. In Sachen Hausarztversorgung müssten die Kommunen mehr Leistungen einbringen, damit die Standorte attraktiver für den Ärztenachwuchs gestaltet werden können, so Brühl. Auch der Landkreis müsse hierzu beitragen. Der Katastrophenschutz könne ebenfalls effektiver gestaltet werden. Etwa bei einem Massenanfall von Verletzten bekomme jeder Patient eine manuell ausgefüllte Sichtkarte, die auf die Schwere der Verletzung hinweist. Dies könne mit Einführung technischer Hilfsmittel, die es bereits auf dem Markt gibt, wesentlich zügiger gestaltet werden.

Als potenzieller neuer Landkreischef wolle Brühl auch die Koordination zum Bau eines gemeinsamen Hallenbades im Maintal zusammenführen und nicht nur Entscheidungen abnicken. Nur gemeinsam sei eine Realisierung zu schaffen. Die Stadt Haßfurt als glänzendes Beispiel bei der umweltverträglichen Energieversorgung stellte Brühl ebenfalls heraus. Wasserstoff als überlegene Technologie würde er auch an anderen Standorten im Landkreis als Pilotprojekt einführen wollen.

Außerdem stehen die Themen altersgerechtes Wohnen, Bildung, Kompetenzzentrum, Mobilität, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die flächendeckende Versorgung von Mobilfunk und schnellem Internet auf der Agenda des einstigen Kreisvorsitzenden, der 13 Jahre die Geschicke der SPD Partei im Landkreis führte.

Die Kandidaten der SPD für die Kreistagswahl

Kandidaten der SPD zur Kreistagswahl in der Reihenfolge der Listenplätze:

1. Wolfgang Brühl, 2. Johanna Bamberg-Reinwand, 3. Jürgen Hennemann, 4. Judith Geiling, 5. Bernhard Ruß, 6. Ulrike Zettelmeier, 7. Thomas Stadelmann, 8. Caroline Petersen, 9. Helmut Dietz, 10. Melanie Kaufhold, 11. Stefan Paulus, 12. Kristina Renner, 13. Wolfram Thein, 14. Christine Straub, 15. Stephan Schneider, 16. Nicole Meyer, 17. Paul Hümmer, 18. Doreen Büschel, 19. Ullrich Pfuhlmann, 20. Wiltrud Burger, 21. Martin Horn, 22. Brunhilde Giegold, 23. Karl-Heinz Kandler, 24. Hannelore Schlee, 25. Steffen Kropp, 26. Stefanie Bobrich, 27. Martin Luckardt, 28. Heike Scheuring, 29. Reiner Greich, 30. Corinna Geisel, 31. Bastian Rößner, 32. Romina Neuß, 33. Werner Riegel, 34. Julia Melchior, 35. Markus Hahn, 36. Irene Jungnickl, 37. Jürgen Kolbert, 38. Karin Limpert, 39. Eddi Klug, 40. Joachim Türke, 41. Konrad Spiegel, 42. Winfried Golonka, 43. Wolfgang Hanauer, 44. Matthias Benkert, 45. Rudolf Weidenbacher, 46. Eckart Roeß, 47. Michael Großkopf, 48. Manfred Finster, 49. Günther Heusinger, 50. Helmut Buld, 51. Marco Heumann, 52. Sascha Maempel, 53. Roman-Heribert Hermann, 54. Thomas Werner, 55. Wolfgang Holzmann, 56. Rainer Betz, 57. Bastian Hümmer, 58. André Schübel, 59. Gerald Brühl, 60. Gunther Hartleb.

Wolfgang Brühl versprach, im Falle seiner Wahl zum Landrat immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger zu haben. Foto: Christian Licha

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