HASSFURT

Deutsch spielerisch näher gebracht

Acht Schüler der Haupt- und Realschule erhielten in einer Feierstunde ihre Zertifikate über die sprachliche Förderung von Migrationskindern. Unser Bild zeigt (von links) die Leiterin Semra Evsen, Stefanie Mitscher, Susanne Vodde (Konrektorin der Hauptschule), Sebastian Kühlmann, Kerstin Thieler (Leiterin der Mittags- und Ganztagesbetreuung an der Grundschule), Sebastian Weber, Christine Göbel (BRK-Mitarbeiterin), Pascal Hammerschmidt, Wolfgang Milewski (Präsident des Rotary-Clubs), Franziska Ullrich, Alexander Raulff, Harald Friedrich (Rektor der Grundschule), Schulamtsdirektorin Ulrike Brech, Dieter Greger (Geschäftsführer des BRK Haßberge) und Hazim Nayir.
Acht Schüler der Haupt- und Realschule erhielten in einer Feierstunde ihre Zertifikate über die sprachliche Förderung von Migrationskindern. Unser Bild zeigt (von links) die Leiterin Semra Evsen, Stefanie Mitscher, Susanne Vodde (Konrektorin der Hauptschule), Sebastian Kühlmann, Kerstin Thieler (Leiterin der Mittags- und Ganztagesbetreuung an der Grundschule), Sebastian Weber, Christine Göbel (BRK-Mitarbeiterin), Pascal Hammerschmidt, Wolfgang Milewski (Präsident des Rotary-Clubs), Franziska Ullrich, Alexander Raulff, Harald Friedrich (Rektor der Grundschule), Schulamtsdirektorin Ulrike Brech, Dieter Greger (Geschäftsführer des BRK Haßberge) und Hazim Nayir. Foto: Ulrike Langer

Acht Haupt- und Realschüler haben etlichen Grundschülern mit Migrationshintergrund die deutsche Sprache spielerisch näher gebracht und die Ausbildung zum Sprachbegleiter bestanden. In einer Feierstunde im Ganztagesbetreuungsgebäude der Grundschule Haßfurt erhielten sie ihre Zertifikate.

Bildung ist ein hohes Gut, das möglichst allen Kindern gleichermaßen zugute kommen sollte. Doch gerade Kinder mit Migrationshintergrund ohne ausreichende Deutschkenntnisse bleibt der Weg zur Bildung immer noch verschlossen. Daher unterstützt der Rotary Club Haßfurt seit zweieinhalb Jahren mit dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Haßberge und Schülern verschiedener Schulen die Sprachförderung für Migranten-Grundschulkinder.

Das BRK ist für die Mittags- und Ganztagesbetreuung an der Grundschule und seit dem Schuljahr 2007/08 für das Sprachförderprojekt zuständig. Im November 2009 übernahm die Kinderpflegerin Semra Evsen die Leitung des Projekts. Sie hat seitdem mit acht Schülern der Haupt- und der Realschule 26 Grundschüler aus Ländern wie Albanien, Iran, Afghanistan oder Tschetschenien gefördert.

Bei der Feier demonstrierten die Hauptschülerin Stefanie Mitscher und die Grundschülerin Gioia Kestler-Lazzarin anschaulich, wie eine Unterrichtsstunde aussehen kann. Semra Evsen berichtete, dass jeder der acht Haupt- und Realschüler von November 2009 bis Anfang März jeweils einem Kind mit Migrationshintergrund eine Stunde pro Woche begleitet habe. Die Förderung fand dieses Mal in den Räumen der Albrecht-Dürer-Hauptschule statt.

Selbstbewusstsein gestärkt

„Die Migrantenkinder hatten davor vorrangig Schwierigkeiten beim Lesen, in der Rechtschreibung und der Aussprache der deutschen Sprache sowie oftmals einen geringen Wortschatz.“ Im Laufe des Förderprojekts hätten die Grundschullehrkräfte festgestellt, dass sich die Kinder sehr gut entwickelten. Gleichzeitig seien die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt und im Sozialverhalten geschult worden.

„Dadurch, dass sie bei uns an deutschen Festen teilnehmen konnten, haben sie auch die deutsche Kultur kennen lernen und integriert werden können“, so Semra Evsen. Immer noch seien Kinder mit Migrationshintergrund oft benachteiligt. Mit dem Förderprojekt wolle man dazu beitragen, dass sich die Kinder in Deutschland zugehörig und angenommen fühlten.

Dank sagte Semra Evsen dem Rotary Club Haßfurt für die Finanzierung. „Ohne sie wäre das Projekt nicht gestartet worden, ohne sie hätten wir keine Fördermittel kaufen und die Sprachbegleiter nicht vergüten können.“ Der nächste Förderblock werde am 15. März mit 18 Sprachbegleitern beginnen.

Wolfgang Milewski, Präsident des Rotary Clubs Haßfurt, freute sich über das Gelingen des Projekts, das man in die Wege geleitet habe. Die Investitionen seien gut angelegt, damit junge Menschen an der Bildung teilhaben könnten. Man habe auch ein weiteres Sprachförderprojekt mit dem Caritasverband für den Landkreis Haßberge in Zeil gestartet. Milewski dankte ebenso wie der Kreisgeschäftsführer des BRK, Dieter Greger, allen Beteiligten.

Ein Zertifikat erhielten Hazim Nayir (Haßfurt), Alexander Raulff (Sylbach), Stefanie Mitscher (Haßfurt), Sebastian Weber (Prappach), Sebastian Kühlmann (Wohnau), Pascal Hammerschmidt (Haßfurt, alle Hauptschule), Miriam Schober (Augsfeld) und Franziska Ullrich (Zell a. E. alle Realschule).

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