FRIESENHAUSEN

Die Dorferneuerung in Friesenhausen schreitet voran

Landschaftsarchitektin Miriam Glanz stellte das Konzept zur Renaturierung des Rottensteiner Grabens im Zuge der Dorferneuerung in Friesenhausen vor. Foto: Miriam Glanz

Für das Verfahren Dorferneuerung braucht es einen langen Atem. Seit 2015 ist der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft (TG) Dorferneuerung „Friesenhausen 2“ im Amt, mit Gerald Kolb vom Amt für Ländliche Entwicklung in Würzburg (ALE) an der Spitze.

„Bürgerbeteiligung ist uns wichtig“, begrüßte dieser im Sportheim in Friesenhausen zur Infoveranstaltung über die Dorferneuerung. Die Neugestaltung des Löschweihers und des Rottensteiner Grabens befände sich nach Ermittlung der Grundlagen und der Vorplanung momentan in der Entwurfsplanung. Es folge die Genehmigungsplanung, der sich die Ausführungsplanung anschließe. Die Marktstraße sei erst in der Vorplanung, erläuterte Kolb den aktuellen Stand. Frühestens im zweiten Halbjahr 2020 sei mit dem ersten Bagger zu rechnen, schätzte Kolb.

Landschaftsarchitektin Miriam Glanz (Leutershausen) stellte das Konzept zur Renaturierung des Rottensteiner Grabens vor. Der geplante Pflegeweg im westlichen Bereich wird als Schotterrasen ausgeführt. Für die Brücke ist ein neuer Standort im nord-östlichen Bereich des Grabens geplant.

Hier sei ein Bauwerk aus Fertigteilen mit einem griffigen Holzbelag denkbar, zeigte Glanz Beispiele. Ein Fußweg wird künftig von der Kreisstraße kommend über die neue Brücke Richtung Spiel- und Sportplatz führen.

Schlittschuhlaufen im Winter

Wird es im Winter kalt genug, können die Friesenhäuser künftig Schlittschuhlaufen. Ein Eisweiher im Ostabschnitt soll das sportliche Vergnügen ermöglichen. Hierzu wird eine etwa 50 bis 65 Zentimeter tief liegende Grünlandfläche mit flachen Böschungen angelegt. „So kann die Fläche gemäht werden. Eine Abdichtung ist nicht vorgesehen“, erläuterte die Architektin. Mittels eines Drosselschiebers, der im Herbst geschlossen wird, staut sich auf der Fläche Niederschlagswasser, das bei entsprechenden Temperaturen gefriert.

Auch die Planungen zum Löschweiher samt Umfeld nehmen konkrete Formen an. Die Befürchtungen, es komme zu wenig Wasser im Löschweiher an, erwiesen sich nach Messungen laut Architektin Glanz als unzutreffend. Die Rottensteiner Quelle leite 0,5 Liter pro Sekunde zu. Ergänzt werde die Menge durch einen gegenüberliegenden Brunnen mit 0,04 Liter pro Sekunde. Das Volumen des Löschweihers werde durch eine Teilverfüllung deutlich verkleinert.

Der Brandschutz sei nach wie vor gewährleistet. Man solle doch eine Leitung vom Löschweiher zum Eisweiher legen, damit dieser auch sicher Wasser habe, regte ein Bürger an. Vermutlich seien Aufwand und Kosten sehr hoch, gab Glanz zu bedenken. Sie wurde beauftragt, die Kosten zu ermitteln.

Der Sicherheit der Schulkinder ist der geplante Wendeplatz Ecke Marktstraße – Alte Kreisstraße geschuldet. Nach einer Testfahrt des Busses sei der Wendekreis auf dem Platz vor dem Löschweiher angepasst worden. Die Unterstellmöglichkeit ist mit massiven Natursteinwänden, Sitzgelegenheiten und einem begrünten Dach geplant.

Marktstraße wird schmaler

Um die Geschwindigkeit der Autos an der östlichen Ortseinfahrt aus Richtung Reckertshausen zu drosseln, wird die Marktstraße auf beiden Seiten um 90 Zentimeter eingezogen. Wie die Überquerungshilfe an der Ortsausfahrt Richtung Happertshausen und die Einmündung in die Blütenstraße aussehen soll, erläuterten die Bauingenieure Harald Werb und Ansgar Friedrich vom Ingenieurbüro Werb aus Schweinfurt. Mehrfach wurden Bedenken geäußert, dass die Fahrzeuge aus Richtung Happertshausen kommend zu schnell auf die Querungshilfe zufahren könnten.

Es müsse auch an diesem Ortseingang eine Entschleunigung geben, war man sich einig. Dies war bisher nicht geplant, klärte Kolb auf. Man könne allerdings versuchen, vom Landkreis eine Genehmigung für eine optische Einengung zu erlangen. Bisher war lediglich ein durchgehender Gehweg auf der rechten Straßenseite Richtung Happertshausen geplant. Dieser solle samt Querungshilfe die Sicherheit der Schulkinder und Fußgänger erhöhen. Ob auch die andere Gehwegseite verschönert werden soll, müsse man überlegen, sagte Kolb.

Steinstreifen zur Abgrenzung

Eine eindeutige Mehrheit war für eine durchgehende Pflasterung auch an den Einfahrten. Allerdings sollen diese durch gedrehte Pflasterrichtung und einen Steinstreifen kenntlich gemacht werden.

Margit Rössler-Döring vom Vorstand der TG stellte die Tafeln für das Projekt „Historischer Dorfrundgang“ vor. Infotafeln in Rottenstein und Friesenhausen sollen zu den Sehenswürdigkeiten leiten. Für einzelne Tafeln werden noch Fotos und Texte benötigt.

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