GEROLDSWIND

Die Jubilarin verpasst keine Predigt

Geburtstagskind Melitta Brückner mit (von links) Bürgermeister Wolfram Thein, Ortssprecher Winfried Appel und dem stellvertretenden Landrat Oskar Ebert.
Geburtstagskind Melitta Brückner mit (von links) Bürgermeister Wolfram Thein, Ortssprecher Winfried Appel und dem stellvertretenden Landrat Oskar Ebert. Foto: Stefanie Brantner

Am 17. Juni 1929 erblickte die kleine Melitta, eines von zehn Kindern der Familie Häfner, in Pfaffendorf das Licht der Welt. Nicht allen Geschwistern war ein langes Leben beschieden. So verstarben die Zwillinge schon bald nach der Geburt und drei der Jungs fielen im Krieg.

Melitta arbeitete nach der Schulzeit zunächst in Pfaffendorf in einem landwirtschaftlichen Betrieb. Ihren Zukünftigen, Alfons Brückner, lernte sie beim Kuchenausfahren anlässlich einer Kommunion kennen. Am 1. Mai 1950 heiratete das junge Paar. Bis 1962 wurden den Brückners vier Töchter und ein Sohn geboren. Eine Tochter ist bereits verstorben, aber zwei Töchter leben in unmittelbarer Nachbarschaft in Geroldswind. Bis heute hat sich der Familienkreis um 16 Enkel und zehn Urenkel erweitert. Wobei Urenkel Nummer elf bereits auf dem Weg ist.

„Wir hatten viel Freude – aber auch viel Leid“, sagt das Geburtstagskind und erzählt: Ihr Mann hatte sich in russischer Kriegsgefangenschaft eine Lungenkrankheit eingefangen, von der er sich zeitlebens nie richtig erholte. Im November 1988 verstarb Alfons Brückner im Alter von 61 Jahren. „Er war viel krank und die Arbeit im Steinbruch auf dem Zeilberg war für seine Gesundheit auch nicht gerade förderlich“, berichtet seine Witwe. Ab 1952 arbeitete er in der Firma Kugelfischer.

Auch das Geburtstagskind fand dort von 1979 bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1993 eine Halbtagesstelle. Außerdem pflegte sie etliche Jahre lang die Außenanlagen der Schule in Pfaffendorf – zunächst noch mit ihrem Mann zusammen, später noch einige Jahre allein.

Auch in Geroldswind war die Familie Brückner sehr aktiv. Tatkräftig half sie mit beim Bau des Mehrzweckgebäudes und nach der Fertigstellung 1982 sorgte Melitta Brückner dafür, dass zur Kirchweih, bei den Faschingsveranstaltungen und dergleichen etwas zu Essen auf die Tische kam. „Da mussten immer alle mithelfen“, erinnern sich die Töchter. Bei all der Arbeit blieb der Jubilarin aber immer noch Zeit, sich um ihren Garten zu kümmern. Auch heute noch pflegt sie ihre Rosen und erledigt ihren Haushalt selbst.

Großen Stellenwert hat für das Geburtstagskind der Glaube. Keine Predigt, die sie jemals versäumt hätte, sagt Kirchenpfleger Kurt Hemmer. Er ließ es sich – so wie auch Ortssprecher Winfried Appel, Bürgermeister Wolfram Thein und stellvertretender Landrat Oskar Ebert – nicht nehmen, persönlich zu gratulieren. (bra)

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