KNETZGAU

Die „Kulinea“ fällt aus

Die „Kulinea 2014“ war ein voller Erfolg. Da kein Ersatz für die gesperrte Hofmann-Halle gefunden wurde, fällt die „Kulinea 2015“ aus. Foto: HT-Archiv

Die „Kulinea 2015“ fällt aus. Die verantwortlichen Veranstalter, der Landkreis Haßberge und die Gemeinde Knetzgau sehen sich gezwungen, die Veranstaltung Anfang März abzusagen.

Mit einem enormen Engagement hatte das Organisationsteam der „Kulinea 2015“ seit dem Ausfall der Franz-Hofmann-Halle dafür gearbeitet, eine geeignete Ersatzlokalität für die Messe zu finden, so das Landratsamt Haßberge in einer Mitteilung an die Heimatzeitung. In der Tat sei man auch schnell fündig geworden bezüglich Raumgröße und notwendiger Infrastruktur. Doch leider gebe es von Seiten der Lebensmittelüberwachung, Baubehörde und Brandschutz Mindestanforderungen, die einzuhalten sind, die in der Kürze der Zeit nur mit einem erheblichen, nicht in einem vernünftigen Verhältnis stehenden Aufwand hätten realisiert werden können.

Das Ziel, eine von hoher Qualität geprägte Messe für regionale Lebens- und Genussmittel bei akzeptablen Kosten sowohl für Aussteller als auch für die Veranstalter habe sich mit den neuen Bedingungen in der Kürze der Zeit nicht mehr realisieren lassen. Diese Entscheidung sei den Veranstaltern absolut nicht leicht gefallen und „macht zunächst betroffen“, so die Behörde. Alle Vorbereitungen liefen bisher außerordentlich erfolgreich, alle verfügbaren Standflächen waren bereits für diese Messe mit 46 Ausstellern ausgebucht, und alle Beteiligten waren positiver Dinge.

„Wir möchten uns heute noch einmal ganz herzlich bedanken, vor allem bei den Ausstellern für ihr Vertrauen, das sie unserer Idee entgegengebracht haben. Wir würden uns daher freuen, wenn wir sie als Partner für eine nächste Veranstaltung wieder gewinnen können“, so Organisator Heinz Müller.

Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus unterstrich im Gespräch mit der Heimatzeitung, dass alle Ausweichlösungen nicht machbar gewesen seien. Angesichts der gewaltigen Investitionen sei das Risiko einfach zu groß gewesen. Man habe auch kurzzeitig die Möglichkeit in Betracht gezogen, die Veranstaltung auf den Sommer zu verschieben und im Freien durchzuführen. Doch habe man dies nicht zuletzt auch deshalb verworfen, weil man in Knetzgau mit dem Wetter schon wiederholt Pech gehabt habe.

Paulus fand es sehr schade, dass die „Kulinea“ ausfallen muss, da bereits eine Vielzahl guter Rückmeldungen über die Landkreisgrenzen hinaus eingegangen seien. Ursprünglich habe man vorgehabt, die „Kulinea“ in diesem Jahr zu erweitern und an die Hofmann-Halle noch ein Zelt anzubauen. „Es tut mir so leid, weil mit dem Ausfall ein Stück regionale Identität verloren geht. Es sind solche Events, auf die der Landkreis bauen muss. Die ,Kulinea' sollte eine Marke werden, das Konsumverhalten der Menschen lenken, aufklären, für Nachhaltigkeit beim Konsum sorgen. Da braucht's die ,Kulinea', um dem einen Namen und einen knackigen Auftritt zu verschaffen“, bedauerte Stefan Paulus.

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