HASSFURT

Die Mär vom faulen Griechen

Vor kurzem stellte der Kreisverband Main-Rhön der Linken in Haßfurt die neue Kampagne „Das muss drin sein“ vor. Der Landesgeschäftsführer Bayern, Ates Gürpinar, erläuterte den Gästen die Kernpunkte.

Mit ihrer Kampagne stellt die Linke bis zum Jahr 2017 fünf Kernforderungen für gute Arbeit und ein gutes Leben in den Mittelpunkt, heißt es in einer Pressemitteilung der Partei: Befristung und Leiharbeit stoppen; Mindestsicherung ohne Sanktionen statt Hartz IV; Arbeit umverteilen statt Dauerstress und Existenzangst; Wohnung und Energie bezahlbar machen sowie mehr Personal für die Bildung, die Pflege und die Gesundheit.

Kreisvorsitzender Oliver Plume thematisierte die „wahren Ursachen der griechischen Tragödie“ und bezog sich auf eine Studie der EZB-Ökonomen Jakob Ejsing und Wolfgang Lemke, die zeigt, dass vor allem die Bankenrettung das Land in Not brachte.

„Die Institutionen stabilisieren (...) die Banken, die die Misere auslösten, jedoch nicht die Länder, die diese ausbaden müssen“, heißt es in der Pressemitteilung. Eine stärkere Regulierung der Banken scheitere laut einer Studie der Stanford University hauptsächlich an den Regierungen der großen Euroländer, die sich durch die Bankenlobby zu sehr beeinflussen lassen.

„Blanke Hetze“

Die Mär vom „faulen Griechen“ sei nicht haltbar und „blanke Hetze“, behauptet die Linke. Bereits 1998 wies Finanzminister Oskar Lafontaine darauf hin, dass es zu einer massiven Finanzkrise kommen werde, sollten die Banken nicht stärker reguliert werden.

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