KNETZGAU

Die Schule brennt: Warum der Traum doch nur ein Traum war

Der Zugriff erfolgte über den Westflügel der Schule, zum Teil über Stehleitern. Foto: Christiane Reuther

„Hurra die Schule brennt“, dachte sich der eine oder andere Jugendfeuerwehrler am Samstagnachmittag. „Nein, brennen soll sie nicht, aber eine Alarmierung während einer Unterrichtsstunde wäre mal nicht schlecht“, kommentierte der 14-jährige Andreas Schlegelmilch von der Jugendfeuerwehr Zell am Ebersberg.

Im Rahmen des Gemeindefeuerwehrtages der Gemeinde Knetzgau war ein Brand in der Dreiberg-Schule in Knetzgau angenommen. Um 16.10 Uhr erfolgte die Alarmierung für die Großübung und innerhalb kürzester Zeit waren die Feuerwehren aus Knetzgau sowie den Gemeindeteilen Zell, Westheim, Hainert, Ober- und Unterschwappach, Wohnau sowie Eschenau mit 100 Leuten und zwölf Feuerwehrautos angerückt.

Zehn Vermisste im Gebäude

Unter der Koordination des Knetzgauer Feuerwehrkommandanten Thomas Finger und seinem Stellvertreter Manuel Smuda verlief die Übung reibungslos. Mehrere Trupps mit Atemschutz waren im Einsatz. Der Zugriff erfolgte über den Haupteingang am Westflügel der Schule.

Zehn Personen waren vermisst, die teils über Stehleitern aus dem Obergeschoss der Schule gerettet wurden. In 30 Minuten war alles erledigt und die Opfer – Jugendfeuerwehrler aus dem Gemeindebereich, die eine Rauchverletzung täuschend echt simulierten – aus dem Gebäude geborgen.

„Es war ein warmer Einsatz“ kommentierte Lukas Schneider aus Knetzgau in kompletter Montur bei heißen Außentemperaturen. Als Atemschutzträger hatte er mit seinem Truppmann Marco Heilmann den Brandherd ausgekundschaftet. „Eine Laufkarte, die in der Meldezentrale am Eingang der Schule hinterlegt ist, war sehr hilfreich beim Einsatz“, erklärte Heilmann. Anhand dieser Karte konnten die Atemschutzträger gleich erkennen, welcher der zahlreichen Brandmelder den Alarm für die Rauchentwicklung ausgelöst hatte. Zuerst wurde die Lage im Inneren der Schule ausgekundschaftet und die Fenster, aus denen täuschend echter Brand herausquoll, geöffnet, damit der Rauch abziehen konnte. Mehrere Trupps suchten anschließend im Gebäude nach den vermissten Personen. Diese konnten teils selbstständig die Räume verlassen oder wurden über die Stehleiter oder auf einer Trage ins Freie getragen.

„Die Kommunikation funktionierte Hand in Hand“, dafür gab es Lob von KBI Georg Pfrang und KBI-Fachausbilder Ralf-Peter Schenk, die den Einsatz aus der Ferne beobachteten.

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Gemeindefeuerwehrtag Knetzgau

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Lob gab es aber auch von Knetzgaus 2. Bürgermeister Bernhard Jilke. „Es wurde ein Ernstfall simuliert, der so hoffentlich nicht eintritt“, sagte er im Anschluss. Er würdigte das Engagement der Feuerwehren aus dem Gemeindebereich. Jilke zeigte sich stolz, solche Leute zu haben, die tagtäglich ihre Freizeit opfern, wenn sie zu den verschiedenen Einsätzen mit Lebensrettung gerufen werden.

Die Jugendfeuerwehrler waren die „Opfer“ und imitierten täuschend echte Verletzungen. Foto: Christiane Reuther

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