HASSFURT

Die Stadt stellt sich den Bürgern vor

Stolz präsentieren Rathaus-Geschäftsführer Stephan Schneider (links) und Bürgermeister Günther Werner die erste Ausgabe des Rathausboten.
Stolz präsentieren Rathaus-Geschäftsführer Stephan Schneider (links) und Bürgermeister Günther Werner die erste Ausgabe des Rathausboten. Foto: Peter Schmieder

Im Wahlkampf um das Amt des Haßfurter Bürgermeisters hatte Günther Werner die Einführung eines Amtsblatts angekündigt. Mit dem „Rathausboten“, der am Wochenende erstmals erscheint, will er dieses Versprechen umsetzen; auch wenn es sich bei dieser vierteljährlich erscheinenden Zeitung nicht um ein „Amtsblatt“ im eigentlichen Sinne handelt, wie der Bürgermeister am Freitag in einer Pressekonferenz mitteilte. „Ein Amtsblatt müsste wöchentlich erscheinen und das wäre schwierig“, meinte er. Das Mitteilungsblatt der Stadt bleibe das Haßfurter Tagblatt, betonte Werner.

Dennoch wolle die Stadt alle ihre Bürger über das städtische Geschehen informieren. Auch diejenigen, die keine Zeitung beziehen. „Es ist uns wichtig, uns als Stadt den Bürgern vorzustellen“, sagte Werner. Warum Haßfurt, im Gegensatz zu einigen anderen Kommunen im Landkreis Haßberge, kein wöchentliches Amtsblatt herausgeben möchte und sich stattdessen für den alle drei Monate erscheinenden Rathausboten entschied, begründete der Bürgermeister so: „Man sieht es ja an den Amtsblättern anderer Orte, dass da viel Werbung drin ist.“ Die Verwaltung der Kreisstadt wolle nicht darauf angewiesen sein, ihr Ankündigungsblatt nur finanzieren zu können, indem sie es mit Anzeigen vollstopft. Stattdessen bietet der Rathausbote einen limitierten Platz für Werbung: Je ein lokales Unternehmen darf eine halbseitige Anzeige pro Ausgabe schalten, den Anfang macht das Stadtwerk.

Eine Auflage von 6500 Stück soll sicherstellen, dass jeder Haushalt in der Stadt und den Stadtteilen eine Ausgabe erhält. Rathaus–Geschäftsführer Stephan Schneider übernimmt die Redaktion, Hans Neumayer Kommunikation ist für die Gestaltung zuständig, als Herausgeber nennt das Impressum Bürgermeister Günther Werner.

Die Haßfurter Medienpartner drucken den Rathausboten. Die Verteilung erfolgt über die Zustellorganisation der Haßfurter Tagblatt Verlag GmbH. Für dieses Gesamtpaket zahlt die Stadt 2000 Euro. Sie legt Wert darauf, dass jeder Haushalt einen Rathausboten erhält, weshalb er als eigenständiges Medium neben der Wochenpost zugestellt werden soll. Dadurch will man auch in die Briefkästen der Werbeverweigerer gelangen. Weitere Exemplare liegen im Bürgerbüro, im Rathaus und bei der Touristeninformation aus, zudem gibt es die Zeitung als PDF auf der Internetseite der Stadt unter www.hassfurt.de.

Die Titelseite der ersten Ausgabe ziert ein Gruppenfoto der Haßfurter Stadträte. Weiter geht es mit einem „Editorial“ des Bürgermeisters, im weiteren Verlauf stellt sich die Stadtverwaltung vor. „In der ersten Ausgabe geht es um die Hauptverwaltung“, beschreibt Günther Werner. Später soll es um Unterbereiche wie beispielsweise die Bauverwaltung gehen.

Informationen gibt es unter anderem zu Freizeitangeboten, Ferienbetreuung und Schulanmeldung, auch die Feuerwehr erhält die Gelegenheit, ihre neuen Schutzanzüge zu präsentieren. „Damit die Leute nicht erschrecken, wenn es bei ihnen einen Einsatz gibt und die Feuerwehrleute plötzlich in Sandfarben vor ihnen stehen“, wie der Bürgermeister sagte.

Auch das Veranstaltungsprogramm des Kulturamtes findet sich im Rathausboten. „Es geht bis zum 30. April, da können Sie sich denken, wann die nächste Ausgabe erscheint“, lachte der Bürgermeister. Den Rathausboten soll es immer im ersten Monat eines neuen Quartals geben, einen auf den Tag genau festgelegten Termin gibt es aber nicht. „Eigentlich sollte die erste Ausgabe schon Mitte Januar erscheinen, aber es hat sich etwas verzögert“, berichtet Stephan Schneider. „Die erste Ausgabe ist ja erfahrungsgemäß immer die schwerste.“

Beim Verteilen ergebe sich durch den kürzlich eingeführten Mindestlohn allerdings ein Problem: Anwesen, die einzeln weit außerhalb einer Ortschaft stehen, lassen sich kaum noch versorgen. Denn wenn für die Anfahrt des Zustellers der übliche Stundenlohn berechnet werden müsse, rechne sich das nicht mehr. Um diese Einzelfälle wolle sich die Stadt selbst kümmern, versprechen Werner und Schneider, weisen aber darauf hin, dass die Bewohner dieser Anwesen wohl etwas länger auf ihren Rathausboten warten müssen als andere.

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