HASSFURT

Die Stimme schlechthin

Begeisternd: Ray Wilson und sein Genesis Classic Quartett gaben in Haßfurt ein begeisterndes Konzert in der ausverkauften Stadthalle. Foto: Langer

Er ist d i e Stimme schlechthin. Die Stimme, die einen ganzen Saal zum Toben bringen kann. Die Rede ist von Ray Wilson, der eine Zeit lang die Stimme von Genesis war und der die Erinnerung an die Rockband mit Konzerten in verschiedenen Besetzungen hoch hält. Bei seinem vierten Auftritt in Haßfurt begeisterte er in der ausverkauften Stadthalle das Publikum. Nach seinem zweieinhalbstündigen Konzert gab es stehende Ovationen für ihn und sein Genesis Classic Quartett.

„Mir gefällt es sehr gut“, erzählte Frank Ripperger aus Zeil. „Ich habe Ray Wilson schon öfter gehört und bin begeistert von ihm“, sagte er. „Konzerte mit ihm sind quasi Selbstläufer.“ Ray Wilson und seine Band spielten genau die Musik, die ihm gefalle. Dass der Sänger nicht nur von seinem Bruder Steve Wilson, sondern auch von dem Pianisten Filip Walcerz und den beiden Geigerinnen Alicja Chrzaszcz und Basia Szelagiewicz begleitet wurde, kommentierte er mit den Worten: „Die klassische Version passt sehr gut zu der Musik.“

Was die Fans aber besonders faszinierte, war die Stimme des äußerst sympathischen Sängers Ray Wilson, der auch die Rhythmusgitarre spielt. „Seine Stimme ist himmlisch“, schwärmte beispielsweise Beate Singer aus Haßfurt. Dass sich der heute 44-Jährige für das Singen entschieden hat, ist seinem ein Jahr älteren Bruder Steve zu verdanken. „Als ich 14 Jahre alt war, sang er bei einer Schulaufführung Lieder von Iron Maiden. Das hat mich inspiriert, selbst zu singen“, sagte er mit einem Augenzwinkern und gab Steve auch die Gelegenheit, seine Stimme mit dem Song „One Love“ solistisch zu präsentieren.

Ansonsten aber übernahm Steve Wilson, der auch eine zwölfsaitige Akustikgitarre und eine E-Gitarre spielte, die Backing Vocals, während Ray Wilson bewies, dass sich seine Stimme den jugendlichen Schmelz bewahrt hat und fähig ist, sowohl große Gefühle als auch harten Rock in einer einzigartigen Art und Weise zu interpretieren. Schon mit dem ersten Lied „Follow you, follow me“ hatte er die Zuhörer gepackt, die er mit Songs und Hits von Genesis, Phil Collins, Peter Gabriel, Mike & The Mechanics oder Bob Dylan durch einen aufregenden Abend führte. Bewundernswert ausdrucksstark waren die Balladen, mitreißend die progressiven Rock-Songs, bei denen sich Ray Wilsons Stimme auf atemberaubende Weise entfaltete und mit denen er und sein Quartett teils Begeisterungsstürme auslösten. Nach zweieinhalb Stunden überraschte der Sänger dann sein Publikum bei der Zugabe mit einem Medley aus Songs von Bruce Springsteen, Bob Dylan und Leonard Cohen.

„Ich komme immer wieder gerne nach Haßfurt“, sagte er, nachdem er unzählige Autogrammwünsche erfüllt hatte und sich mit vielen seiner Fans hatte fotografieren lassen.

Schlagworte

  • Bob Dylan
  • Bruce Springsteen
  • Iron Maiden
  • Leonard Cohen
  • Peter Gabriel
  • Phil Collins
  • Ray Wilson
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!