HASSBERGKREIS

Die stillen Helden

Die Inhaber der Bayerischen Ehrenamtskarte in Gold und die anwesenden Akzeptanzpartner wurden im Landratsamt in Haßfurt auch mit der Dankurkunde des Landkreises ausgezeichnet. Unser Bild zeigt die Geehrten aus Knetzgau, Oberschwappach, Eltmann, Ruppach, Ebern, Wonfurt, Untermerzbach und Maroldsweisach sowie Landrat Wilhelm Schneider (2. Reihe, links), Monika Strätz-Stopfer, Leiterin des Koordinierungszentrums Bürgerschaftliches Engagement am Landratsamt (vorne links) und Regierungsrätin Juliane Freund (4. von rechts). Foto: Ulrike Langer

„Dass Sie, die Sie oft eher im Stillen wirken, heute im Rampenlicht stehen und dass Ihr Engagement in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt wird, haben Sie mehr als verdient. Denn ohne Sie wäre unser Landkreis weniger lebens- und liebenswert.“ Mit der Verleihung der Goldenen Ehrenamtskarte sowie der Dankurkunde des Landkreises zollte Landrat Wilhelm Schneider in einer Feier zum Tag des Ehrenamtes 69 Bürgern Respekt und Anerkennung.

Denn die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, des THW und des Bayerischen Roten Kreuzes setzen viel Zeit und Energie ein, um ehrenamtlich anderen Menschen zu helfen. Der Landrat betonte, dass die Gesellschaft ohne solche Menschen nicht funktionieren könne. Er ging sogar soweit, zu sagen: „Bereiche des öffentlichen und sozialen Lebens, viele Vereine und Institutionen würden nicht mehr existieren. Insofern bringt die ehrenamtliche Arbeit ein großes Stück Lebensqualität für uns alle.“ Daher habe der Kreistag 2012 die Bayerische Ehrenamtskarte eingeführt. „Ich bin sehr froh, dass wir bei uns im Landkreis so ein vielfältiges Vereinsleben haben und dass bei uns Eigeninitiative und Selbstverantwortung großgeschrieben wird“, so der Landrat. „Wir brauchen Sie und Ihren unermüdlichen Einsatz, Ihre Ideen, Ihre Verlässlichkeit, Ihre Kraft und Ihre Leidenschaft. Aber wir dürfen nicht den Fehler machen, Ehrenämter als gegebene Selbstverständlichkeit zu sehen.“ Man könne den ehrenamtlichen Kräften kein Geld zahlen, aber ihre Arbeit wertschätzen und ihnen die verdiente öffentliche soziale Anerkennung schenken: „Sie, liebe Ehrenamtliche, tragen dazu bei, dass sich das Gesicht der Welt verändert. Und dafür möchte ich mich heute bei Ihnen im Namen des Landkreises bedanken.“ Wie Regierungsrätin Juliane Freund vom Bayerischen Sozialministerium berichtete, sind seit der Einführung der Ehrenamtskarte 2011 in über 70 Landkreisen und kreisfreien Städten rund 85 000 Karten ausgegeben worden. Für die 3,8 Millionen Menschen, die sich in Bayern ehrenamtlich engagieren, schaffe das Sozialministerium ein Bündel an Rahmenbedingungen. So gebe es den Runden Tisch „Bürgerschaftliches Engagement“, die Bayerische Ehrenamtsversicherung, den Ehrenamtsnachweis Bayern und eine Förderung in Höhe von rund zwei Millionen Euro für die 50 Koordinierungszentren Bürgerschaftliches Engagement. Auch der Landkreis Haßberge erhalte hier eine Förderung. Außerdem hätten sich heuer in Nürnberg etwa 500 Haupt- und Ehrenamtliche aus allen erdenklichen Bereichen zum zweiten Mal am bundesweit einmaligen Ehrenamtskongress ausgetauscht. Juliane Freund sprach allen Geehrten ihren Dank aus und betonte: „Jedes Mal, wenn Sie Ihr Ehrenamt ausüben, verändern Sie etwas, vielleicht sogar alles im Leben des Menschen, dem Sie die Hand reichen.“

Um den Geehrten einen schönen Abend zu bereiten, hatten das Team des Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement (Kobe) und Mitarbeiter der Sozialhilfeverwaltung ein Programm ausgearbeitet, das „Kobe“-Leiterin Monika Strätz-Stopfer und ihre Mitarbeiterin Anja Fößel moderierten. So wurden die Gäste von den Schülern Jonas Hamann (Klavier) und Veronika Böhm (Geige) und dem Zauberer Florian Müller aus Würzburg unterhalten und mit einem Buffet verwöhnt.

Zum Schluss ehrte Landrat Wilhelm Schneider die anwesenden Akzeptanzpartner Susanne Haase-Leykam und Franz Haase von der Fuchs-Apotheke aus Knetzgau und den 2. Bürgermeister Gerhard Zösch von der Gemeinde Sand.

Die Ehrenamtskarte

Bisher haben 812 Frauen und Männer beim Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement unter der Leitung von Monika Strätz-Stopfer die Ehrenamtskarte beantragt. 271 Mal wurde die Goldene Ehrenamtskarte ausgegeben. Diese unbegrenzt gültige Karte erhalten in erster Linie Einsatzkräfte im Rettungsdienst und Katastrophenschutz für 25-jährige und 40-jährige Dienstzeit sowie Inhaber des Ehrenzeichens des Bayerischen Ministerpräsidenten. 541 weitere Personen haben die drei Jahre gültige Blaue Ehrenamtskarte erhalten. Mit der Ehrenamtskarte kommen die Inhaber in den Genuss von überregionalen Angeboten. Zusätzlich gibt es auch im Landkreis Vergünstigungen. So haben sich inzwischen 21 Firmen, Gemeinden, Apotheken und andere bereit erklärt, als Akzeptanzpartner zu fungieren und Vergünstigungen zu gewähren. Heuer kamen die Gemeinde Sand, die Fuchs-Apotheke Knetzgau, die städtischen Betriebe Haßfurt und die Werkstatt für Gold und Silber aus Maroldsweisach neu dazu.

Ehrenamtskartenträger

Folgende Personen erhielten die Goldene Ehrenamtskarte und eine Dankurkunde für 40 Jahre ehrenamtliches Engagement:

Ernst Barent, Norbert Böhm, Egfried Gebhardt, Ottmar Krines, Siegfried Krines, Günter Roßmeier, Heinrich Schmitt, Alfred Weiß (alle Sand), Manfred Biertempfel (Königsberg), Renate Dressel, Christa Meinlschmidt, Adolf Preu, Jürgen Sieber (alle Hofheim), Dieter Edelmann (Haßfurt), Wilhelm Fuß, Günter Hemmerich, Hans Hetzel, Richard Mantel, Erwin Schlereth, Hubert Voit, Josef Wirth (Knetzgau), Reinhard Kuhla (Ebelsbach), Franz Schramm (Wonfurt), Wolfgang Streng (Ebern).

Für 25-jähriges ehrenamtliches Engagement erhielten folgende Personen die Goldene Ehrenamtskarte und eine Dankurkunde:

Andre Borschert (Kirchlauter), Horst und Peter Burger, Edwin Krapf, Andreas Langer, Wolfgang Müller, Harald Rödamer, Uwe Thaumüller (alle Riedbach) Rainer Deublein, Christian Günther, Hans-Theo Heueck, Siegfried Höhn, Roland Krienes, Klaus Riegler, Ralf-Peter Schenk, Bruno Schlegelmilch, Rainer Schneider, Georg Stengel, Dietmar Wächter, Klaus Walter (alle Knetzgau), Oliver Englert, Detlef Schramm, Thomas Tempel, Wolfgang Voit, Karl-Heinz Wagenhäuser (alle Wonfurt), Willibald Geuppert, Thomas Lang (alle Haßfurt), Michael Greubel, Ernst Hümmer, Michael Köttler (alle Königsberg), Stefan Höhn, Oliver Mahr, Wolfgang Mühlfelder, Christian Radler, Thomas Zösch (alle Sand), Martin Jung, Kurt Schwarz, Thomas Schwarz (alle Eltmann), Norbert Keller (Oberaurach), Robert Kleinhenz, Rainer Lux (beide Ebelsbach), Peter Köhler, Brigitte Streng (beide Ebern), Anita Köhler (Untermerzbach) und Robert Müller (Maroldsweisach).

Die Inhaber der Bayerischen Ehrenamtskarte in Gold und die anwesenden Akzeptanzpartner wurden im Landratsamt in Haßfurt auch mit der Dankurkunde des Landkreises ausgezeichnet. Unser Bild zeigt die Geehrten aus Haßfurt, Ermershausen, Hofheim, Riedbach, Ebelsbach und Sand sowie Landrat Wilhelm Schneider (2. Reihe, links), Monika Strätz-Stopfer, Leiterin des Koordinierungszentrums Bürgerschaftliches Engagement am Landratsamt (vorne links) und Regierungsrätin Juliane Freund (4. von rechts). Foto: Ulrike Langer
Verblüffende Zaubertricks präsentierte „Flo Magic“, Florian Müller. Er zauberte einen 20-Euro-Schein von Theo Heueck (links) aus einer verschlossenen Zitrone und erntete viel Beifall für seine Show. Foto: Ulrike Langer

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