Dippach

Dippach: Endlich mehr Sicherheit für Fußgänger

Der Kreistag beschließt den Ausbau der Ortsdurchfahrt in Richtung Lembach mit einem Gehweg. Und in Untersteinbach wird innerorts die Obersteinbacher Straße erneuert.
Die Kreisstraße HAS 24 in Dippach weist mehrere kritische Nadelöhre auf - hier im Bild das gefährlichste. Die im Ort "Am Mühlbach" genannte Straße soll künftig einen durchgehenden Bürgersteig erhalten, damit sich Fußgänger sicher im Altort bewegen können. Foto: Martin Sage

Hier lauern nicht nur Gefahren für Kinder, Senioren oder Gehbehinderte. Die Straße "Am Mühlbach" im Eltmanner Stadtteils Dippach stellt für Fußgänger ein Risiko dar. Sie bildet als Kreisstraße HAS 24 die Ortsdurchfahrt Richtung Lembach, verfügt aber im Altort über keinen durchgängigen Gehweg. Der Kreistag Haßberge hat am Montag beschlossen, diesen Missstand im nächsten Jahr zu beseitigen.

"Das haben wir uns schon lange gewünscht und auch schon lange daran geplant", erklärte Eltmanns Bürgermeister Michael Ziegler (CSU) am Dienstag dieser Redaktion. Ziegler spricht davon, dass in Dippach der Kraftverkehr zwischen Maintal und Steigerwald in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat - was die Situation für alle Verkehrsteilnehmer vor allem an einer Engstelle "Am Mühlbach" zugespitzt hat: Auf Höhe des Hauses Nummer 16 kommen selbst Kleinwagen kaum aneinander vorbei. Weil beiderseits ein Bürgersteig fehlt, wird es hier aber vor allem für Fußgänger brenzlig.

Weil aber auch an anderen Stellen der Ortsdurchfahrt Fußgänger auf der Fahrbahn laufen müssen, wünscht sich Bürgermeister Ziegler für seine Dippacher einen durchgängigen Bürgersteig von der Ortsmitte, wo die Straße "Am Mühlbach" gegenüber der Kirche von der Zehntstraße abzweigt, Richtung Lembach bis zur "Vorderen Steige", dem Aufgang zum Friedhof.

Haus Nummer 16 wird abgerissen

Den Startschuss für Verbesserungen geben musste aber der Landkreis, weil es sich um eine Kreisstraße handelt. Und am Montag erkannte der Kreistag die Dringlichkeit der Maßnahme an, in dem das Gremium sie gewissermaßen kurz vor Schluss in den von 2014 bis 2020 reichenden neunten Ausbauplan für Kreisstraßen aufnahm.

Im kommenden Jahr wollen der Landkreis und die Stadt das Vorhaben im Rahmen einer geförderten Gemeinschaftsmaßnahme unter Federführung der Kreistiefbauverwaltung in Angriff nehmen. Die Stadt hat das leer stehende Anwesen 16 gekauft und wird es, um dem Verkehr Platz zu schaffen, abreißen. Da zahlreiche Anwesen "Am Mühlbach" bis direkt an die Straße reichen, ein Bürgersteig aber öffentlicher Raum sei, müsse Eltmann noch Grundstücksverhandlungen führen, sagte Ziegler. Erste Schätzungen gehen laut Unterlagen der Baubehörden von 600 000 Euro für den mehrmonatigen Ausbau aus, die Planer rechnen mit Fördermitteln in Höhe von fast 360 000 Euro. Eltmanns Anteil betrüge knapp 190 000, den Rest würde der Landkreis stemmen. "An den Kosten soll es nicht scheitern", machte Stadtoberhaupt Ziegler klar, wie wichtig ihm die Entschärfung der Dippacher Gefahrenpunkte ist.

Wasserrohrbrüche haben ihr stark zu schaffen gemacht, ihr Asphalt weist Risse und Durchbrücke auf: Die Kreisstraße HAS 17 in Untersteinbach - die Ortsdurchfahrt Richtung Obersteinbach - muss erneuert  werden. Das wird 2020 geschehen. Foto: Martin Sage

Eine zweite Baumaßnahme hat es ebenfalls quasi in letzter Minute in den nächstes Jahr auslaufenden Ausbauplan für die Kreisstraßen geschafft: Die Ortsdurchfahrt der HAS 17 in Untersteinbach Richtung Obersteinbach. Es handelt sich hierbei um die von der Hauptstraße abzweigende "Obersteinbacher Straße". "Unserer Hauptzufahrt zur Schule", wie es Rauhenebrachs Bürgermeister Matthias Bäuerlein (Freie Wähler) dieser Redaktion erläuterte. Vor allem der Abschnitt zwischen Hauptstraße und Schulstraße ist in einem schlechten Zustand, mehrere Wasserrohrbrüche haben die gegenüberliegenden Bürgersteige ebenso in Mitleidenschaft gezogen wie den Straßenkörper selbst. Nach Feststellung des Kreistiefbaus ist der Oberbau nicht mehr frostsicher, an vielen Stellen weist der Asphalt Risse und Durchbrüche auf. Stellenweise ist der Straßenunterbau in die Kanalschächte eingesackt.

Gemeinde muss Kanäle und Wasserleitungen erneuern

Die Gemeinde Rauhenebrach hat die Planungen zur Erneuerung der Kanal- und Wasserleitungen bereits beauftragt, auch will Bürgermeister Bäuerlein die betroffenen Anwesen gleich mit schnellem Internet versorgen. Im Rathaus will man die Leistungen sobald als möglich ausschreiben. Die Tiefbauverwaltung konnte den Kreistag davon überzeugen, dass es sinnvoll sei, die Kreisstraße einschließlich der Gehwege und Seitenbereiche im Rahmen einer geförderten Maßnahme gleich mit zu erneuern. Alles zusammen werde das mindestens ein Vierteljahr in Anspruch nehmen, glaubt Bäuerlein. Die Kostenschätzung für die Straße belaufen sich auf 375 000 Euro. Die Förderung soll rund 225 000 Euro betragen. Nach erstem Ansatz hätte die Gemeinde 55 000 Euro zu schultern, aber ein genauer Kostenplan fehlt hier noch ebenso wie für Dippach.

Da das Budget des Tiefbaus begrenzt ist, sind die beiden Baumaßnahmen im nächsten Jahr nur möglich, weil auf Wunsch der Stadt Königsberg der für 2020 vorgesehene Ausbau der Ortsdurchfahrt in Hellingen auf 2021 verschoben wird.

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