HORHAUSEN

„Dreifaltigkeit“ von Horhausen erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Die Sponsoren (von links) Christa und Otto Schwarz, Alfred Meißner sowie Lina Riedelmeier. Bürgermeister Matthias Schneider, Sandra Handwerker (Gärtnerei Weber), Petro Schiller (Restaurator), Mario Dorsch und Katrin Kluge-Dorsch. Foto: Elke Englert

Bildstöcke, Flurkreuze und andere Flurdenkmäler gehören zur fränkischen Kultur und sind steinerne Zeugen christlicher Frömmigkeit. Jahrzehntelang stand in Horhausen ein Bildstock, der von einem Bernhart vor etwa 300 Jahren am Weg nach Dampfach aufgestellt worden war.

Doch fand der Bildstock dort kaum Beachtung. Die Gemeinde Theres, das Amt für Denkmalschutz und Horhäuser Bürger, die das Vorhaben mit Spenden unterstützten, wurde das Marterla abgebaut, saniert und neu aufgestellt.

Der weißgraue Mainsandstein wies massive Schäden und Rissbildungen auf sowie einen gravierenden Substanzverlust, erklärt der Restaurator Petro Schiller aus Königsberg. Jetzt erstrahlt der Bildstock in neuem Glanz in der Flur „Gänsäcker“ mit Blick auf den Ort. Zudem steht dort eine Ruhebank, die zum Verweilen einlädt. Für die künftige Pflege der Anlage will Katrin Kluge-Dorsch verantwortlich zeichnen, die auch die Patenschaft für den Bildstock übernommen hat.

Auch die Bienen freuen sich

Das Umfeld des Bildstocks zieren typische einheimische Pflanzen. Dafür wurde Gärtnerin Sandra Handwerker mit einbezogen. Sie wählte unter anderem Blühpflanzen, die besonders bei Bienen beliebt sind. Die im Stil des Historismus angelegte künstliche Grundmauer, die Mario Dorsch angelegt hat, symbolisiert die Vergänglichkeit des Menschen und seiner Werke. Im Kontrast hierzu erhebt sich aus der Mitte der Bildstock. Seine christliche Botschaft zeigt das Himmelreich und steht für die Unendlichkeit.

Bei der Begutachtung des Bildstockes zeigte sich Bürgermeister Matthias Schneider ob der natürlichen Gestaltung und der schönen Elemente sehr angetan. Sein Dank ging an die Spender, die das Projekt finanziell unterstützt haben und besonders an die Planer und die Ausführenden.

Die Kosten der Restaurierung des Bildstocks beliefen sich laut Schneider auf etwa 4700 Euro, darunter fallen gut 936 Euro an Zuschüssen vom Amt für Denkmalschutz, 2000 Euro an Spenden und 1800 Euro an Eigenmitteln. (ee)

Schlagworte

  • Horhausen
  • Elke Englert
  • Matthias Schneider
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!