THERES/GÄDHEIM

Druckleitung muss an neue Mainbrücke gehängt werden

Der Bau der neuen Brücke über den Main zwischen Obertheres und Untertheres in den Jahren 2018/19 will auch aus Sicht des Zweckverbands zur Abwasserbeseitigung im Raum Theres gut geplant sein. Im Bild die jetzige Brücke, an der auch die Abwasser-Druckleitung des Verbands von Horhausen zum Pumpwerk am Mainradweg hängt. Foto: Ulrike Langer

Der Bau der neuen Brücke über den Main zwischen Obertheres und Untertheres, der vom Staatlichen Bauamt auf 2018/19 terminiert wurde, will auch aus Sicht des Zweckverbands zur Abwasserbeseitigung im Raum Theres gut geplant sein. Denn an der Brücke verläuft die Abwasser-Druckleitung von Horhausen zum Pumpwerk am Mainradweg.

Wie der Verbandsvorsitzende und Bürgermeister Peter Kraus (Gädheim) in der jüngsten Verbandsversammlung im Rathaus in Gädheim mitteilte, wird zunächst eine neue Brücke über den Main mit je einer Auffahrrampe im Norden und Süden errichtet, bevor die bestehende Brücke abgerissen wird. Dann wird das neue Bauwerk an die Stelle des alten „geschoben“.

Solange die alte Brücke steht, kann auch die Abwasser-Druckleitung weiter genutzt werden. Wenn die alte Brücke abgerissen wird, muss eine neue Abwasser-Druckleitung an die neue Brücke angehängt werden. Die Details werden derzeit vom Technischen Büro Werner aus Eltmann geklärt. Ein Düker unter dem Main wäre zwar eine Alternative, so Kraus, sei aber teuer und würde hohe Folgekosten nach sich ziehen.

Derzeit gebe es auch eine Diskussion um die Auffahrrampe für die neue Brücke, die später wieder zurückgebaut wird. Sie soll auf acht Pfeiler gestellt werden, von denen zwei mit der Abwasserleitung des Verbands zwischen Obertheres und Untertheres kollidieren. Daher muss die Abwasserleitung verlegt werden.

Neu- oder Ersatzbau?

Kraus machte deutlich, dass der Verband nicht gewillt sei, die Kosten dafür zu tragen. Weiter muss geklärt werden, ob der Brückenbau ein Neubau oder Ersatzbau ist.

Denn im Fall eines Neubaus müsste das Staatliche Bauamt laut Nutzungsvertrag die Kosten für die neue Abwasser-Druckleitung tragen. Sollte der Verband aber die Finanzierung übernehmen, kämen größere Investitionen auf ihn zu, erklärte Peter Kraus.

Der Vorsitzende gab bekannt, dass der Kanal am Regenüberlaufbecken in Gädheim auf einer Länge von 120 Metern erneuert worden sei. Die Kosten hätten sich auf 8351 Euro belaufen.

Generell verursachen Feststoffe wie Binden, Tampons und Feuchttücher große Probleme in der Abwasserentsorgung. Sie verdrehen beziehungsweise verzopfen sich im zirkulierenden Abwasserstrom und legen die Pumpen lahm. Daher wurde in der alten Kläranlage in Obertheres ein Zerkleinerer eingebaut, der laut Peter Kraus „einwandfrei“ läuft.

Eigentlich hätte er sieben Tage rund um die Uhr laufen und Stromkosten von 3500 Euro verursachen sollen.

Dadurch, dass auf Vorschlag des Ent- und Versorgers Klaus Sterlings eine Vega-Sonde eingebaut worden sei und der Zerkleinerer nur laufe, wenn sich Feststoffe vor dem Ablauf bündelten, habe man im vergangenen Jahr nur 102 Euro an Stromkosten finanzieren müssen.

Weil das System so gut funktioniere, wolle man 2017 im Pumpwerk in Horhausen ebenfalls einen Zerkleinerer einbauen.

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