ERMERSHAUSEN

Ein Koffer für Ermershausen: Gedenken an ermordete Juden

„Freilich machen wir mit.“ Nicht nur für Stefan Lüdecke war es keine Frage: Die Gemeinde Ermershausen beteiligt sich am „Denkort Aumühle“.

Das dem Gemeinderat vorgestellte Konzept sieht vor, mit jeweils einem aus Stein gehauenen Gepäckstück an dem ehemaligen Verladebahnhof in Würzburg und im Herkunftsort an die Unterfranken jüdischen Glaubens zu erinnern, die die Nazis in Vernichtungslager deportiert haben. Mit seinem Beschluss signalisierte der Gemeinderat seine Bereitschaft, über die Details will das Gremium noch befinden. Die Kosten belaufen sich schätzungsweise auf 2000 Euro.

Favorisiert werden zwei Koffer – Alternativen wären Rucksäcke oder Deckenrollen – wobei der Koffer für Ermershausen am Ehrenmal aufgestellt werden könnte, so die einhellige Meinung. Auf Vorschlag von Volker Pfeiffer soll es dort eine Tafel mit den Namen der deportierten Ermershäuser Juden geben. „Das waren auch Mitbürger“, sagte er. Eine solche Tafel sei schon länger geplant gewesen, hieß es in der Beratung dazu.

Wegen Wasserverlusten im Leitungsnetz bittet die Gemeinde die Grundeigentümer, ihre Hausanschlüsse zu überprüfen. „Es müssen kleinere Rohrbrüche da sein“, sagte Bürgermeister Günter Pfeiffer am Mittwoch im Gemeinderat. An der Hauptleitung könne es nicht liegen. Möglicherweise habe es Frostschäden an Hausanschlüssen gegeben.

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