ELTMANN

Ein Plus und viele Erfahrungen für Eltmanner Schülerfirma

Stolz präsentierte das Team der Schülerfirma EBRG in der Abschlussveranstaltung seine Produkte mit dem Wirtschaftspaten Gunther Krines (2. von rechts) sowie Bürgermeister Michael Ziegler und Jens Witthüser auf ihren „Bücher-Hockern“. Foto: Günther Geiling

Eine neue Aufgabe für alte Schulbücher – das hatte sich die Schülerfirma EBRG an der Wallburg-Realschule Eltmann im ablaufenden Schuljahr als Idee auf die Fahnen geschrieben. Aus ausrangierten Schulbüchern fertigte die Firma zunächst für die Weihnachtsmärkte der Region Weihnachtsdekoration wie Sternengirlanden, Mini-Weihnachtsbäume, Teelichter, Weihnachtskarten und Garderoben an. Dann folgte die Produktion von Hockern. Jetzt zog die Eltmanner Bücherrettungsgesellschaft Bilanz.

„Die Messe in Riga mit den vielen Menschen und zahlreichen Produkten war schon ein besonderes Highlight“, sagte Vorstandsvorsitzende Nora Diem in ihrem Rückblick auf das Geschäftsjahr. Die Jugendlichen, die mit nach Lettland zur internationalen Schülerfirmenmesse gefahren waren, hätten dort viele Kontakte geknüpft und neue Freundschaften geschlossen.

Probleme und Herausforderungen

Viele Eltern, Aktionäre und Lehrer kamen nun zur Abschlussveranstaltung, um die Abschluss-Bilanz entgegenzunehmen und über den Einsatz des Gewinns zu entscheiden. Nora Diem gestand ein, dass in den vergangenen Monaten in der Schülerfirma nicht immer alles glatt verlief. So habe man bald gemerkt, dass sich manche Produkte gar nicht verkaufen lassen.

Ab und zu war auch nicht alles nötige Material vorhanden, um weiter produzieren zu können. Die Aufgaben wären nicht immer einfach gewesen, „doch mit Hilfe unserer Schulpaten Susanne Müller und Manuel Fischer konnten wir alles meistens gut bewältigen“, richtete sie ein Lob an ihre Lehrer.

Auch die Logistik sei nicht einfach gewesen. „Zwar kamen unsere Bücherhocker bei den Leuten gut an. Doch dann war es oftmals zu umständlich, einen Hocker auf Bestellung zu kaufen, ihn abzuholen oder ihn von uns bringen zu lassen“, sagte Diem. Aber in solchen Situationen seien die Schüler an den Anforderungen gewachsen. Die vorrangige Aufgabe der Produktionsleitung war die Entwicklung der Produkte.

Lehrer hatten die Schüler darauf hingewiesen, dass 3000 Bücher aus dem Lehrplan herausgenommen und nicht mehr gebraucht wurden. Daraus sei die Idee entstanden, so Abteilungsleiterin Selina Vogel, diese zu recyceln und in neue Möbel oder Dekorationsstücke umzugestalten. Aus den Büchern Hocker zu gestalten, sei schwierig gewesen. Die ersten Prototypen gerieten krumm und schief. Nino Geheb, Leiter der Verwaltungsabteilung, war vor allem für die Protokolle und die Rückmeldung der Arbeiten zuständig, aber bei Engpässen hat er sich auch in der Produktion nützlich gemacht.

„Somit hatten wir nicht nur Einblicke in die Verwaltungs-Abteilung, sondern auch in die Produktion der Hocker“. Das nannte er interessant, aber auch aufwendig. Jeder Hocker besteht aus etwa 100 Büchern und wird damit rund 60 Kilogramm schwer. Solche Hocker stehen nun in den Büros von Direktorin Manuela Küfner, bei Eltmanns Bürgermeister Michael Ziegler oder auch in Zeil und in Büchereien.

Gut 100 Euro Gewinn

Marketingchef Jannis Höppel berichtete über das Entwerfen eines Logos oder das Design der Flyer. Absatzorte für die Dekorationsprodukte waren unter anderem der Sander Korbmarkt, die Wallburg-Weihnacht, der Pflanzenmarkt in Stettfeld oder der Künstlermarkt in Westheim sowie der interkulturelle Weihnachtsmarkt in Bamberg.

Finanzleiter Florian Scheuring legte schließlich die Gewinn- und Verlustrechnung vor und kam auf Einnahmen von knapp 1700 Euro, bei Ausgaben für Rohstoffe von 1100 Euro, Löhnen in Höhe von 408 Euro und weitere Posten. Der Gewinn betrage gut 100 Euro. Jeder Aktionär bekomme deshalb auf seine für zehn Euro erworbene Aktie einen Gewinn von 1,40 Euro. Das freute die Aktionäre, die teilweise ihren Einsatz oder ihren Gewinnanteil spendeten. (gg)

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