HAßFURT

Ein Trio schafft in Haßfurt die Abitur-Traumnote

Am Freitag erhielten 141 Abiturienten des Regiomontanus-Gymnasiums Haßfurt ihre Reifezeugnisse und wurden damit offiziell aus ihrer Schulzeit entlassen. Foto: Christiane Reuther

„Den Tag genießen und sich feiern lassen“, so lautet das Motto von 141 Abiturienten des Regiomontanus-Gymnasiums Haßfurt. Am Freitagnachmittag standen 73 Frauen und 68 Männer während einer großen Abschiedsfeier im Ganztagsgebäude „Silberfisch“ im Rampenlicht. Im Beisein zahlreicher Gäste, darunter Familienangehörige und Freunde, überreichte Oberstudiendirektor Max Bauer die Zeugnisse mit dem Abschluss der Allgemeinen Hochschulreife, verbunden mit der offiziellen Entlassung nach zwölf Jahren Schulzeit.

„Ich habe es noch gar nicht realisiert, dass alles vorbei ist“, sagte Sebastian Börner aus Wülfingen. Er und die beiden Haßfurter Jonas Beck und Mareike Hendrich haben die Abiturprüfungen mit dem Traumergebnis eines Notendurchschnitts von 1,0 abgelegt. In einem kurzen Statement blickten Sebastian Börner und Jonas Beck auf die Schulzeit zurück und erzählten, welche Pläne sie nach dem Abitur schmieden. Die ersten Jahre am Gymnasium bezeichneten beide als entspannte Zeit. Im Vergleich zur Realschule habe das Schulsystem des G8 aus ihrer Sicht ab der zehnten Klasse aber enorm angezogen. Vor allem die elfte Klasse bezeichneten die Freunde, die sich seit ihrem ersten Tag am Gymnasium kennen, als sehr anspruchsvoll und stressig. „Wenn die elfte Klasse bestanden ist, hat man das Abitur mehr oder weniger in der Tasche“, sagte Jonas Beck. Sebastian Börner bemerkte, dass sich die Phase der Abiturprüfungen selbst gar nicht als so schwer erwiesen hat wie erwartet. Da ging es „Schlag auf Schlag“. Angst müsse laut Meinung der beiden Abiturienten keiner vor dem Abitur haben.

Jetzt ist erst einmal der Stress abgefallen. Aber wird es jetzt ruhiger? „Ich habe gedacht, dass nach dem Abi mehr Zeit ist“, sagte Sebastian Börner. Aber zu organisieren gibt es jetzt doch einiges – sei es fürs Studium oder für eine Auszeit. Die will sich Sebastian Börner ein Jahr lang in Spanien und England nehmen. Danach wird sich für den jungen Mann ein Studium anschließen. Was er studieren will, ist aber noch offen. Da hat Jonas Beck schon konkretere Pläne in der Tasche: Er beginnt ab dem Wintersemester an der Uni Würzburg ein Physikstudium. Doch jetzt wird erst ausgiebig gefeiert, wozu am Freitagnachmittag auch reichlich Zeit war.

Aufbruch zu etwas Neuem

Bevor Max Bauer bei der Abschiedsfeier als Höhepunkt die Zeugnisse verteilte, griff der Schulleiter in seiner Ansprache das Thema „Weggang und Aufbruch“ auf. „Wer sich auf den Weg macht, wer aufbricht, geht nicht einfach von irgendwo fort, wie die wörtliche Übersetzung von „Abitur“ lautet, sondern hat Ziele vor Augen, die ihn anziehen, auf die er zustreben will“, sagte Bauer. In diesem Sinne sei das Abitur nicht nur ein Weggang und Abschied, sondern vielmehr ein Aufbruch zu etwas Neuem, Unbekannten, auf das sich die jungen Frauen und Männer nun einlassen. Weggang und Aufbruch unterscheiden sich laut Bauer dadurch, dass Letzterer die Menschen oft im Innern berühre und eine regelrechte Aufbruchsstimmung erzeuge. Es sei aber auch von jedem einzelnen verlangt, sich zu rüsten für den bevorstehenden Weg, um sich nicht ziellos im Kreis zu bewegen. Jeder einzelne müsse nun „Segel setzen, wenn der Wind des Wandels weht“. In diesem Sinne gratulierte er den jungen Leuten zum bestandenen Abitur.

Diesen Wünschen schloss sich Landrat Wilhelm Schneider an. „Eine bestandene Abiturprüfung ist eine großartige Leistung, hinter der Höhen und Tiefen, schwere und schöne Zeiten und vor allem reichlich Durchhaltevermögen stehen“, sagte er und bemerkte, dass sich mit dem Tag der Zeugnisübergabe für die Schulabgänger eine wichtige Phase ihres Lebens abschließe und neue Türen öffnen, um einen aufregenden neuen Lebensabschnitt zu führen. Schlüsselqualifikationen wie kritisches Denken, Kreativität, Kommunikation und Kooperation brauche es genauso wie fachliche Kompetenzen, um erfolgreich durchs Leben zu gehen.

Das Unmögliche wagen

Eigene Charaktereigenschaften wie Neugierde, Initiative, Ausdauer, Mut, Anpassungsfähigkeit, Führungskompetenzen sowie soziales und kulturelles Bewusstsein gelte es, zu entwickeln und weiter auszubauen, um erworbene Grundfertigkeiten zur Entfaltung zu bringen. „Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen“, gab der Landrat den Abiturienten ein Zitat Hermann Hesses mit auf den Weg.

Neben Sebastian Börner, Jonas Beck und Mareike Hendrich mit dem Notendurchschnitt von 1,0 bekam auch Eva Linder aus Wülflingen (1,1) den Preis des Elternbeirats für die beste Gesamtleistung. Im Rahmen der Abiturfeier wurden für außergewöhnliche Leistungen außerdem weitere Preise verliehen.

Jonas Beck bekam – abgesehen vom Theodora-Hirt-Preis für die beste Gesamtleistung – noch den Regiomontanus-Preis für die beste Prüfungsarbeit in Mathematik sowie den Preis der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge für die beste Arbeit in Wirtschaft. Sebastian Börner erhielt zusätzlich zum Theodora-Hirt-Preis den Regiomontanus-Preis für die beste Prüfungsarbeit in Mathematik, sowie den Preis des Herrenhofbundes für die beste Leistung im Fach Deutsch und auch den Flavius-Josephus-Preis, gestiftet von Dr. Antje Deusel, für die beste Leistung im Fach Latein.

Marek Eisenacher aus Schönbrunn, Moritz Nikolaus aus Zeil und Christian Schwappacher aus Eschenau bekamen den Regiomontanus-Preis für die beste Prüfungsarbeit in Mathematik, Luisa Dukorn aus Westheim erhielt den Preis der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge für die beste Arbeit in Wirtschaft und Paula Spies aus Augsfeld den Preis des Herrenhofbundes für die beste Leistung in der Kategorie moderne Fremdsprachen.

Nils Dünninger aus Sylbach freute sich über den Preis des Herrenhofbundes für die beste Leistung in den Naturwissenschaften und den Preis der Apotheke Am Rathaus Burgebrach für die beste Leistung im Fach Chemie. Der Preis des Herrenhofbundes für besondere Verdienste um die Schulgemeinschaft ging an Felix Hußlein aus Obertheres.

Der Königsberger Janik-Lars Gebauer erhielt den „Sur-Preis“, gestiftet von der Gemeinschaftspraxis für Kinderheilkunde Dr. Behdjati-Lindner/Rein für das Ablegen der Abiturprüfung unter besonderen Bedingungen.

Die Abiturienten am Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt

Andrei Ittu, Andrijana Pendic (beide Friesenhausen), Lorena Willner (Happertshausen), Nick Stretz (Donnersdorf), Max Benkert (Ebelsbach), Eric Dück (Gleisenau), Marek Eisenacher (Schönbrunn), Noah Hümmer (Rudendorf), Jan Schneider (Schönbach), Simon Eichhorn (Dippach), Felix Graser, Luca Schmid (beide Roßstadt), Julia Funck, Rebecca Möltner, Benjamin Scheller, Ida Söldner, Lorenz Söldner (alle Eltmann), Marianne Gerschütz, Markus Liebl, Jennifer Mensch, Eva Peppel (alle Ottendorf), Sophia Herbst, Louis Memmel (beide Gädheim), Franziska Baum, Jonas Beck, Laetitia Colacicco, Anne Feldner, Mareike Hendrich, Nicolas Hess, Lukas Hofmann, Michael Kölling, Katharina Kunde, Emma Mühlfeld, Christopher Romig, Jonas Röß, Niklas Schleich, Alexander Schmitt, Ina Streit, Diana Then, Anna Ullrich, Mona Waldmann, Jennifer Würfel, Noah Zehe (alle Haßfurt), Sebastian Börner, Eva Linder, Finja Lindner, Leon Sturm, Kristina Uhl, Leonard Wirth (alle Wülflingen), Diana Dragomerecki, Christina Gerber, Nicolas Krumpe (alle Oberhohenried), Nils Dünninger, Elisa Popp, David Reinhart, Simone Süßmann, Paula Weppert (alle Sylbach), Anna-Lea Haacke (Unterhohenried), Madlen Maier, Moritz Naumann, Leon Schirmer, Marcus Schneier, Paula Spies, Sabrina Stühler (alle Augsfeld), David Bergmann, Jona Schaller (beide Eichelsdorf), Paul Caupert, Lorenz Guschker, Amelie Hahm, Noa Hartling, Robert Roth, Dorig Goardou (alle Goßmannsdorf), Julian Lorenz, Jasmin Köhler (beide Hofheim), Tina Sachs (Sulzbach), Lea Scheuring (Ostheim), Dominik Schüll (Lendershausen), Jasmin Bohler (Hainert), Gianluca Del Do', Jasmin Dirschbacher, Bastian Düring, Anna-Lena Jilke, Laura Klopf, Benedikt Krahnert, Katharina Langhammer, Milena Mahr, Lena Neuberth, Tabea Schmitt, Noah Schnaus (alle Knetzgau), Marie Melchior (Wohnau), Christian Schwappacher (Eschenau), Luisa Dukorn, Nadja Wahler (beide Westheim), Elias Weißenseel (Oberschwappach), Selina Huttner (Zell), Luisa Arnold, Janik-Lars Gebauer, Erik Rusinowski, Laura Schiller, Jannik Barfuß (alle Königsberg), Katrin Erstling (Altershausen), Dorothea Kaspar (Junkersdorf), Tamara Bergerhoff, Lisa Mara Schleier (beide Holzhausen), Christin Ankenbrand (Kirchaich), Lara Bayer, Tobias Gräf (beide Fatschenbrunn), Benjamin Schwemmlein (Unterschleichach), Jacqueline Weiß (Trossenfurt), Robin Ott (Humprechtshausen), Leonie Goldmann, Lucas Reitz, Clara Schneider, Pascal Österling (alle Sand), Felix Hußlein, Marco Lutz, Tom Schädlbauer, Alexandra Tapper, Janina Tebart (alle Obertheres), Johanna Reinwand (Horhausen), Sarah Aumüller, Hannah Baunacher, Max Etzel, Elisa Stütz, Bastian Voit (alle Wonfurt), Sophia Tempel (Steinsfeld), Tom Fischer (Sechsthal), Vincent Dölker, Xenia Gurin, Peter Hoffmann, Fabian Klauer, Anna Krieger, Alexander Kühnl, Noelle Merkl, Moritz Nikolaus, Maximilian Streit, Hannah Vogt, Lara Vogt, Alina Deuerling, Katharina Zepter (alle Zeil), Felix Wirth (Krum).

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