RAUHENEBRACH

Ein neues Bürgerhaus für Falsbrunn

Intensiv haben sich viele Falsbrunner in den vergangenen Monaten mit der künftigen Nutzung der ehemaligen Schule als Dorfgemeinschaftshaus beschäftigt. Einen Planungsentwurf konnte Bürgermeister Matthias Bäuerlein jetzt in der Bürgerversammlung vorlegen. Foto: Sabine Weinbeer

Die anstehenden Maßnahmen „Dorfplatz“ beziehungsweise „Dorfgemeinschaftshaus“ waren die zentralen Themen bei den Bürgerversammlungen in Theinheim und Falsbrunn. In Koppenwind und Fabrikschleichach war der ÖPNV wichtiges Thema.

Gremium für weitere Planung

In Theinheim wurde zwischenzeitlich im Ortskern ein leer stehendes Gebäude neben der Feuerwehr abgebrochen. In der Bürgerversammlung stellte Bürgermeister Matthias Bäuerlein einen Entwurf von Josef Raab vor, wie das Feuerwehrgebäude umgebaut werden könnte und auch Parkplätze entstehen können. Er lud ein, ein Gremium für die weitere Planung zu bilden, für das sich direkt in der Versammlung Gemeinderat Alexander Leicht, Alexander Bäuerlein, Rainer Basel, Fabian Hirt und Helmut Bayer meldeten. Im Idealfall sollen die Bauarbeiten noch in diesem Jahr begonnen werden.

Die Falsbrunner haben sich bereits in einigen Dorfversammlungen mit der Sanierung der alten Schule beschäftigt, die ein Dorfgemeinschaftshaus werden soll. So präsentierte Matthias Bäuerlein in der Bürgerversammlung den Ist- und den Sollzustand. Das Amt für ländliche Entwicklung gewähre derzeit hohe Förderungen, dennoch müsse die Maßnahme unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten gesehen werden. Geschätzt lägen die Kosten bei 400 000 Euro, dazu gäbe es 60 Prozent Zuschuss. Im Erdgeschoss würden die Gemeinschaftsräume mit Terrasse entstehen, daneben ein Dorfplatz mit Feuerwehrgerätehaus beziehungsweise Lagerraum für die Dorfgemeinschaft. Das Obergeschoss der Schule soll als Wohnung vermietet werden.

Baum vor der Kirche soll bleiben

Die anwesenden Bürger diskutierten verschiedene Fragen, etwa ob eine Unisex-Toilette möglich ist, um Platz und Kosten zu sparen. Ein Bürger sprach den Baum vor der Kirche an, der seines Wissens nach entfernt werden soll – dagegen sprachen sich die Anwesenden nachdrücklich aus.

In Koppenwind und in Karbach waren der ÖPNV beziehungsweise die Mitfahrbänke ein wichtiges Thema. Zu den Mitfahrbänken erklärte Bürgermeister Matthias Bäuerlein, dass das Konzept in der ILE mehrfach diskutiert wurde. Die Bürgermeister seien übereingekommen, dass die Gemeinde Knetzgau in die Erprobung geht und deren Erfahrungen dann in eine Entscheidungsfindung einfließen werden.

Frage nach einem Bürgerbus

Vor allem die Koppenwinder fühlen sich sehr schlecht erschlossen, es gibt eigentlich nur den Schulbus. Eine Linie nach Haßfurt fahre nur bis Karbach, die einzige Alternative bedeute für die Koppenwinder, dass sie eine Stunde länger unterwegs sind. Auf die Frage nach einem Bürgerbus erklärte Matthias Bäuerlein, dass es diesen vor einigen Jahren schon gegeben habe, wegen des geringen Interesses sei er aber wieder eingestellt worden. Das Thema öffentlicher Verkehr werde derzeit sowohl im Kreis als auch den Kommunen intensiv diskutiert. Auch Rauhenebrach werde hier mitarbeiten. Doch gelte es, sich mit den Vorhaben des Kreises und auch der Nachbarkommunen zu vernetzen, damit das Ganze funktioniert – und schlussendlich müsse die Bevölkerung dann auch ein öffentliches Angebot nutzen.

In Fabrikschleichach war das Thema Mobilfunkverbindung aufgerufen. Zwischen Fabrikschleichach und Karbach entsteht zwar ein neuer Mobilfunkmast, dieser werde aber den Bereich „Forsthaus“ nicht abdecken, war ein Bürger überzeugt. Für den größten Teil des Ortes werde sich aber eine wesentliche Verbesserung ergeben, sagte Bürgermeister Matthias Bäuerlein. Man müsse froh sein, dass überhaupt ein Anbieter bereit ist, für die kleinen Orte Mobilfunkanlagen zu errichten. Die Gemeinde sei da nur Bittsteller, auch wenn überall vollmundig von flächendeckender Versorgung gesprochen werde.

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