KÖNIGSBERG

Eine Stadt, ein Wasser: Königsberg vereinheitlicht Versorgung

Auch in diesem Jahr wird es in Königsberg wieder einen Ostermarkt rund um den Osterbrunnen geben. Foto: Gerold Snater

Um die Wasserversorgung Königsberg ging es in einem Punkt der Stadtratssitzung am Dienstag. In der Stadt Königsberg gibt es verschiedene Wasserversorgungseinrichtungen. So gehört der Stadtteil Holzhausen zum Zweckverband der Riedbachgemeinden und ist somit Mitglied im Zweckverband Kleinmünsterer Gruppe.

Die Stadtteile Bühl, Dörflis, Hofstetten, Köslau und Kottenbrunn im Oberland beziehen ihr Wasser aus dem Osten, sprich der Wasserversorgung der Veitensteingruppe, zu der sich die Kommunen Breitbrunn, Ebelsbach und Kirchlauter auf unterfränkischer und Lauter und die Stadt Baunach auf oberfränkischer Seite zusammengeschlossen haben. Das Unterland mit Altershausen, Hellingen, Junkersdorf, Königsberg, Römershofen und Unfinden wird von Haßfurt versorgt.

In der Stadtratssitzung vom 13. November 2018 wurde für alle Stadtteile, mit Ausnahme von Holzhausen, ein einheitlicher Wasserbezugspreis von 1,90 Euro pro Kubikmeter beschlossen. Schon damals wurde der Vorschlag gemacht. künftig die unterschiedlichen Versorgungseinrichtungen zusammenzufassen und ein einheitliches Versorgungsgebiet zu schaffen. Nach einer intensiven Diskussion wurde beschlossen, ein Satzungsbüro zu beauftragen, das im Fall einer Zusammenführung der Einrichtungen die zur Zeit unterschiedlichen Beitragssätze für die Abrechnung der Grundstücks- und Geschossflächen bei Neuanschlüssen zu ermitteln. Diese liegen derzeit unterschiedlich für Grundstücksflächen: pro Quadratmeter sind dies im Unterland 0,90 Euro, im Oberland 0,65 Euro, für Geschossflächen im Unterland bei 3,70 Euro und im Oberland bei 3,60 Euro pro Quadratmeter. Zudem soll die bestehende Satzung entsprechend geändert werden.

Tierischer Tagesordnungspunkt

Manchmal muss sich ein Stadtrat auch mit „tierischen“ Problemen beschäftigen. So im vorliegenden Fall mit einer Definition, die in Paragraf 6 Absatz 2 der Satzung für die Erhebung der Hundesteuer steht und die kleinere Ortschaften oder Weiler betrifft. Darin wird festgelegt: „Als Weiler gilt eine Mehrzahl benachbarter Anwesen, die zusammen nicht mehr als 300 Einwohner zählen und deren Wohngebäude mehr als 500 Meter von jedem anderen Wohngebäude entfernt sind.“ In diesen Weilern ist nur die Hälfte des in der Gemeinde normalen Hundesteuersatzes fällig.

Auslöser war die Frage, ob und wie jeweils nach der Einwohnerstatistik des laufenden Jahres der normale Beitrag von 40 Euro für Hunde im Königsberger Stadtgebiet bei einer Zahl von über 300 Einwohnern oder der verringerte Beitrag von 20 Euro bei darunter liegender Einwohnerzahl erhoben werden soll.

Magische 300-Einwohner-Grenze

Im Gremium herrschte Einigkeit, dass in Holzhausen, wo die Einwohnerzahl seit mehreren Jahren stabil über 300 liegt, der normale Beitrag zu erheben ist. Schwieriger waren die Entscheidung hinsichtlich Unfinden und Hellingen. In Unfinden waren seit Jahren unter 300 Einwohner gemeldet, für den Juli 2017 allerdings sind 304 Erstwohnsitze verzeichnet. Auch in Hellingen wurde nach langer Zeit unter 300 Einwohnern diese Marke im Juli 2017 und im Januar 2019 wieder erreicht.

Bürgermeister Bittenbrünn schlug bezüglich der Grenzfälle Unfinden und Hellingen vor, ein stetiges Erhöhen und Reduzieren zu vermeiden und die Anpassung der Hundesteuer im Grenzbereich um 300 Einwohner dann vorzunehmen, wenn der maßgebliche Wert in vier Halbjahren nacheinander oder zwei Jahren über- oder unterschritten wird. Das Gremium schloss sich diesem Vorschlag an und erhob den Vorschlag zum Beschluss.

In einem weiteren Punkt der Tagesordnung wurde die Vergabe von Elektro-, Innenputz-, Trockenbau- und Malerarbeiten sowie Arbeiten bezüglich Heizungs- und Raumlufttechnik und Sanitärinstallation für die Generalsanierung des Betriebsgebäudes für die Freisportanlage der Grundschule in Königsberg beschlossen. Auffallend war, dass zu jedem Projekt etliche Firmen (zum Beispiel 16 bei der Sanitärinstallation) bezüglich eines Angebotes angeschrieben worden waren, aber jeweils nur wenige Angebote eingingen.

Ja zum Ostermarkt

Das Ratsgremium stimmte ferner einem Antrag von KING, der Königsberger Interessengemeinschaft zur Förderung von Tourismus und Gewerbe, zu. KING darf demzufolge auch in den Jahren 2019 und 2020 am Ostersonntag in Königsberg einen Ostermarkt abhalten.

Bürgermeister Bittenbrünn gab noch bekannt, dass am Mittwoch, 20. März, eine Informationsveranstaltung zum Datenschutz in Vereinen stattfinden wird. Eine Einladung dazu erfolgt gesondert. Der Tekturplan für den Neubau des Seniorenwohnheims durch Seni-Vita an das Landratsamt wurde weiter gegeben und nach der Genehmigung wird der Spatenstich alsbald erfolgen.

Deutlich weniger Schulden

Die Pro-Kopf–Verschuldung der Stadt Königsberg ist von 531 Euro im Jahr 2017 auf 477 Euro im Jahr 2018 gesunken. Die Jugendherberge in Königsberg wird nicht mehr geöffnet werden. Die weitere Verwendung des Gebäudes ist noch offen. Das Schlusswort im öffentlichen Teil der Sitzung hatte 2. Bürgermeister Alexander Krauser, der als Großlandwirt im Namen der heimischen Landwirtschaft Bürgermeister Claus Bittenbrünn für dessen positive Stellungnahme hinsichtlich der Landwirtschaft im Rahmen des Volksbegehrens „Rettet die Bienen!“ seinen Dank aussprach.

Trinkwasser
Quasi aus allen Himmelsrichtungen kommt das Königsberger Wasser. Die Stadt zählt drei verschiedene Versorger. Die unterschiedlichen Versorgungseinrichtungen sollen nun zusammengefasst werden. Foto: Oliver Berg/DPA

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