RIEDBACH

Elke Heusinger will in Riedbach Bürgermeisterin werden

Elke Heusinger aus Kleinsteinach will in Riedbach Bürgermeisterin werden. Seit elf Jahren trägt sie in der Gemeinde schon als Zweite Bürgermeisterin Verantwortung. Foto: Rudi Brantner

Als Elke Heusinger 2007 der frisch gegründeten Dorfliste Kleinsteinach beitrat, ahnte sie nicht, wie schnell ihr politischer Erfolgsweg nach oben führen würde. Auf Anhieb bekam sie einen Platz im Gemeinderat Riedbach, sie wurde in der Folge von den anderen Räten zur Zweiten Bürgermeisterin gewählt. Nun strebt sie das Amt des Ersten Bürgermeisters an, tritt gegen Amtsinhaber Bernd Fischer (CSU) an, der ebenfalls wieder kandidiert.

Mittlerweile hat Heusinger das elfte Jahr als gewählte Gemeinderätin und Bürgermeisterstellvertreterin hinter sich. „In der Zeit wurde viel erreicht für das Wohl der Gemeinde Riedbach“, sagt die 50-Jährige im Gespräch mit dieser Redaktion. Bereits im März 2011 öffnete in Kleinsteinach der „Dorfladen“ seine Pforten und ist bis heute im weiteren Umgriff der Haßberggemeinde ein respektvoll beachtetes Musterbeispiel für Eigeninitiative der Bürger. Heusinger war seinerzeit mit Georg Lindner sehr aktiv, dieses Projekt hat sich im Laufe der Jahre gut etabliert.

G3 als Meilenstein

Als weitere Eckpunkte nennt sie Modernisierungen an den Dorfplätzen Kreuzthal und Kleinmünster sowie die Neugestaltung diverser Straßen in Humprechtshausen. In Kleinsteinach entstand das Museum „Jüdische Lebenswege“, in Mechenried konnte man mit dem G3 – dem Mehrgenerationenhaus – ein Großprojekt meistern. Besonders freut sich Heusinger, dass sogar eine Arztpraxis in das G3 eingezogen ist. „Allesamt sind das natürlich nicht meine Einzelleistungen, aber ich bin stolz, dass ich dabei war und mitentscheiden durfte“, sagt Heusinger.

Warum strebt die gebürtige Niederbayerin den Chefposten an? „Ich habe schon bei der Kommunalwahl 2014 daran gedacht zu kandidieren, aber seinerzeit ging die Familie vor!“ Heute sind ihre drei Kinder erwachsen. Ehemann Gerd steht wie die beiden Söhne und die Tochter hinter Mamas Plan, die Geschicke der Gemeinde in Zukunft maßgeblich zu bestimmen. Die Frage der Kandidatur stellte sich für Heusinger nun bereits im Herbst 2018, erzählt sie. Im Frühjahr 2019 stand fest: „Ja, ich will Bürgermeisterin werden!“

Vorstellung am 20. Oktober

Nun steht ihr Entschluss fest. Am 20. Oktober will Heusinger im Gasthaus Scheuring ihre Unterstützerliste „Gemeinsam Zukunft Riedbach“ ins Leben rufen und sich den Bürgern als Kandidatin für das Bürgermeisteramt vorstellen. Beginnen wird der Abend um 18 Uhr.

Was wird sich mit einer Frau an der Gemeindespitze ändern? „Ich kann das Ehrenamt in Vollzeit bekleiden, wäre stets ansprechbar“, sagt Heusinger. Für die Zukunft Riedbachs ist ihr der geplante Radweg von Kleinsteinach nach Mechenried als Herzensangelegenheit besonders wichtig. Die Kosten, so Heusinger, sind dabei bei den zu erwartenden Fördermitteln nicht ganz so hoch wie der Nutzen, der sich daraus generieren wird. „Allein in der Petersmühle leben aktuell sechs Kinder, die auf dem Radl herumsausen, dazu kommen deren Freunde und Spielgefährten.“ Selbst fährt sie gerne mit dem Rad und würde sich über ein besser verbundenes Radwegenetz freuen. In drei Worten ihre Qualitäten: „Engagiert, leistungsstark, kompetent.“ Selbstbewusst will sie in den Wahlkampf ziehen, sich den Riedbacher Bürgern als würdige Mitbewerberin um das höchste Amt in der Gemeinde vorstellen.

Fairer Wahlkampf mit Fischer

Mit dem Kontrahenten und derzeitigem Bürgermeister Bernd Fischer hat sie gleich gesprochen, ihm ihre Pläne als Erstem mitgeteilt. „Er hat es sportlich aufgenommen und wir haben vereinbart, einen fairen Wahlkampf zu führen.“ Unterstützung für ihr Ansinnen bekam sie unter anderem von Aidhausens Bürgermeister Dieter Möhring. Er wird am Nominierungsabend als Redner zugegen sein.

Neben Familie und Gemeinderat ist Heusinger in diversen Vereinen aktiv. Feuerwehr, Kindergarten, Dorfladen, FC Kleinsteinach, katholische Kirchenverwaltung. Daneben findet findet sie im Sommer noch Zeit, für die Kinder der Gesamtgemeinde ein Ferienprogramm mitzugestalten. „Seit elf Jahren betreuen wir 14 Tage lang bis zu 40 Kinder.“ Unterstützt wird diese sommerliche Kurzweil vom Kreisjugendring und dem Landratsamt Haßberge.

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