Eltmann

Eltmann: 1200 Strohballen brennen auf einem Reiterhof

Großeinsatz für die Feuerwehren am Freitag: Auf einem Reiterhof in Eltmann brach am Nachmittag ein Feuer aus. Zwei große Strohballenlager gingen in Flammen auf.
Auf einem Reiterhof in Eltmann gingen am Freitagnachmittag zwei Strohlager in Flammen auf.
Auf einem Reiterhof in Eltmann gingen am Freitagnachmittag zwei Strohlager in Flammen auf. Foto: Christian Licha

Großeinsatz für die Feuerwehren am Freitag: Auf dem Gelände eines Reiterhofs in der Industriestraße in Eltmann brach gegen 15.30 Uhr ein Feuer aus. Zwei nebeneinander liegende große Strohballenlager mit 1200 Rundballen auf 300 Quadratmeter sowie eine Heuballenpresse standen in Vollbrand. Die Rauchentwicklung war noch viele Kilometer entfernt zu sehen. Die Feuerwehren aus der Umgebung rückten mit einem Großaufgebot an. Starker Wind, der die Flammen immer wieder auflodern ließ, erschwerte die Löscharbeiten. "Wir hatten Glück, dass der Wind in entgegengesetzter Richtung blies, sonst hätte das Feuer auf den Pferdestall übergreifen können", sagte Eltmanns Kommandant Fabian Hümmer, der auch als Einsatzleiter fungierte.

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Bis in die Mittagsstunden des Samstags waren die rund 160 ehrenamtlichen Einsatzkräfte gefordert. An die drei Kilometer Schlauchleitungen mussten verlegt werden, um vom Hydrantennetz und von einem weiter entfernten Löschweiher sowie einer Zisterne auf dem Grundstück einer Nachbarfirma Wasser beizubringen. Stundenlang wurden mit zwei Radladern, unter anderem vom THW, sowie einem Bagger die brennenden Ballen auseinander gezogen und dann nach und nach abgelöscht. Bei dem Brand kamen weder Mensch noch Tier zu schaden. Die rund 80 Pferde konnten in ihren Stallungen bleiben, da sich diese außerhalb des Gefahrenbereichs befanden.

Die Löscharbeiten zogen sich die ganze Nacht durch. Mehrere Feuerwehren wurden nachalarmiert, um die erschöpften Kameraden abzulösen.
Die Löscharbeiten zogen sich die ganze Nacht durch. Mehrere Feuerwehren wurden nachalarmiert, um die erschöpften Kameraden abzulösen. Foto: Christian Licha

Im Laufe des Abends mussten mehrere Feuerwehren nachalarmiert werden, um ihre erschöpften Kameraden abzulösen. Zahlreiche Atemschutztrupps waren im Einsatz. Vor Ort waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Eltmann, Limbach, Eschenbach, Dippach, Weisbrunn, Kirchaich, Ebelsbach, Steinbach, Zeil, Sand, Knetzgau sowie die Werkfeuerwehr der Firma Schaeffler. Die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG ÖEL) war eine wertvolle Hilfe für die Führungskräften, in dem sie diesen viel Arbeit abnahmen. Auch Kreisbrandrat Ralf Dressel und Eltmanns Bürgermeister Michael Ziegler eilten zur Einsatzstelle und machten sich ein Bild der Lage. Für die Verpflegung der Feuerwehrler mit Kaltgetränken und einer Brotzeit sorgte die Schnelleinsatzgruppe der BRK-Bereitschaft Hofheim. Außerdem übernahm das Rote Kreuz die sanitätsdienstliche Absicherung.

Über die Ursache des Feuers gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse. Wie das Polizeipräsidium Unterfranken in einer ersten Pressemeldung verlauten ließ, könnten aber möglicherweise zuvor in der Nähe verrichtete Schweißarbeiten bei der Entzündung der Strohballen eine Rolle gespielt haben. Auch die Ermittlung der genauen Schadenshöhe ist nun Aufgabe der Polizeiinspektion Haßfurt. In einer ersten Schätzung spricht die Polizei von 50 000 Euro Schaden.

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