SAND

Er war ein Streiter für die Sache der Arbeiter

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Wäre im Mai 85 geworden: Willy Schütz aus Sand am Main ist in der Nacht zum Freitag verstorben. Foto: ArchivHT

In der Nacht zum vergangenen Freitag verstarb Willy Schütz aus Sand. Für sein gewerkschaftliches Wirken erhielt Willy Schütz im Jahr 2005 die Fritz-Soldmann-Urkunde, die höchste Auszeichnung der Gewerkschaften in der Region. Unterfrankens DGB Regionsgeschäftsführer Frank Firsching bezeichnet Willy Schütz in einem Nachruf des DGB als einen „ehrlichen Streiter für die Sache der arbeitenden Menschen“. Solidarität und Gerechtigkeit seien seine Sache gewesen, so Firsching.

Willy Schütz, Jahrgang 1932, erlernte bei seinem Vater das Schuhmacherhandwerk. Er zog 1948 zu seinem Onkel nach London, wo er in einer Großbäckerei arbeitete. Ab 1952 war Willy Schütz beim Küchenmöbelhersteller Ilse in Haßfurt beschäftigt. Dort stieg er zum Fertigungsleiter auf, trat in die ehemalige Gewerkschaft Holz und Kunststoff (GHK – heute IG Metall) ein, nahm an gewerkschaftlichen Lehrgängen teil und war seit 1961 21 Jahre lang Betriebsratsvorsitzender. Nach dem Ilse-Konkurs wechselte Willy Schütz 1982 zur Fima SKF nach Schweinfurt.

Seit 1981 war Willy Schütz der Vorsitzende des DGB-Ortskartells Zeil/Sand. Später war er aktives Mitglied im DGB-Kreisverband Haßberge. Unzählige ehrenamtliche Stunden verbrachte er für seine Gewerkschaftsbewegung. Beim ACE, dem Automobilclub der Gewerkschaften war Willy Schütz ebenfalls Jahre lang in Funktion. Zahlreiche Positionen hatte Willy Schütz für die SPD inne. Er war Vorstandsmitglied im SPD-Ortsverband Sand, Mitglied im SPD-Kreisvorstand und stellvertretender Unterbezirksvorsitzender der sozialdemokratischen Partei. 1987 zog Schütz für die SPD in den Sander Gemeinderat ein. 1990 und 1996 wurde er erneut in den Gemeinderat gewählt. Nach seinem Parteiaustritt engagierte sich Willy Schütz beim Linken Bündnis Haßberge. Über die Liste der Linken zog Willy Schütz 2008 eine Periode lang in den Kreistag des Landkreises Haßberge ein.

Frank Firsching: „Wir sind unserem verstorbenen Kollegen Willy Schütz zu großem Dank verpflichtet. Wir sind sehr traurig und wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Unsere herzliche Anteilnahme gilt seiner Familie. Wir werden unseren Willy sehr vermissen.“

Willy Schütz wäre am 27. Mai 85 Jahre alt geworden. Die Beisetzung findet am Donnerstag, 13. April, um 14.30 Uhr in Sand am Main statt.

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