KREUZTHAL

Feuerwehren pumpen Löschwasser fast 500 Meter weit

Im Rahmen der Übung musste eine 450 Meter lange Löschwasserleitung vom Anglersee bis zum angenommenen Brand eines Feldschuppens am östlichen Dorfrand verlegt werden. Foto: Ulrich Kind

Beim Riedbacher Gemeindefeuerwehrtag war die Kreuzthaler Feuerwehr Gastgeber und musste nicht an der Großübung teilnehmen. Die Kreuzthaler Kameraden kümmerten sich vorbildlich am Gerätehaus um die Versorgung der an der Übung teilnehmenden Gemeindewehren aus Humprechtshausen, Kleinsteinach, Mechenried und Kleinmünster und die zahlreichen Zuschauer.

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Rund 30 Einsatzkräfte nahmen an der Einsatzübung teil, deren Aufgabenszenario Kreisbrandinspektor (KBI) Peter Hegemann (Friesenhausen) zusammen mit Kreisbrandmeister (KBM) Johannes Hauck (Lendershausen) vorgegeben hatten.

Es musste eine Löschwasserleitung von rund 450 Meter vom Anglersee bis zum angenommenen Brand eines Feldschuppens am östlichen Dorfrand verlegt werden. Diese Aufgabe übernahmen bei schweißtreibenden Temperaturen die Feuerwehrkameraden aus Kleinsteinach, Mechenried und Kleinmünster. Dem örtlichen Kommandanten Bernd Neubauer (Kreuzthal) war die Aufgabenstellung der Übung ein besonderes Anliegen, um die Pumpleistung zur Wasserversorgung über eine längere Strecke vom Anglersee im Wässernachtal bis ans andere Ende von Kreuzthal zu testen. Vorgesehen war, zur Überwindung des Geländeanstiegs zur Erhöhung des Löschwasserdrucks eine Motorpumpe dazwischenzuschalten. Das übernahm die Kleinmünsterer Feuerwehr.

Die erste eintreffende Wehr aus Humprechtshausen übernahm die Löschwasserentnahme am Anglersee. Die beiden vor drei Jahren angeschafften Tragkraftspritzen mit BMW-Motor der Kleinmünsterer und der Humprechtshäuser Wehr mussten bei der Übung nicht ihre voller Pumpleistung erbringen. Diese sind mit einer Förderleistung von je 1000 Litern pro Minute ausgelegt, bei zehn bar Wasserdruck.

 

 

Als fachkundiger Zuschauer und früherer Feuerwehrkommandant verfolgte Bürgermeister Bernd Fischer den Übungsablauf. Die Gemeinde Riedbach komme in den kommenden Jahren nicht umhin, wie Fischer dieser Redaktion vor Ort sagte, die zum Teil über 40 bis 50 Jahre alten Tragkraftspritzen der anderen Wehren durch modernere Pumpen zu ersetzen. Der Ersatz müsse längerfristig bei guter Zuschusslage im Haushalt eingeplant werden.

Wie KBI Hegemann bei der Abschlussbesprechung im Gerätehaus mitteilte, dauerte es 32 Minuten nach Auslösung des Alarms mit Anfahrt und Aufbau der Löschwasserstrecke, bis der erste Tropfen Wasser am Brandort war. Der KBI lobte die umsichtige Arbeit der Wehren. Die teilnehmenden Feuerwehrkameraden lösten ohne Hektik aufkommen zu lassen geordnet und schön ruhig die gestellte Übungsaufgabe und seien so fehlerfrei an die Aufgabe herangegangen. Auch die Verkehrsregelung und Sicherung der Schlauchbrücke bei der Überquerung der Kreisstraße klappte, so der KBI.

Für den neuen KBM Hauck, der für die Riedbacher Wehren zuständig ist, war es die erste Gelegenheit, diese näher kennenzulernen. Er wünschte sich eine gute Zusammenarbeit.

Bürgermeister Fischer dankte mit dem KBI und dem KBM den an der Übung teilnehmenden Feuerwehrkameraden für die geopferte Freizeit. Wegen der sommerlichen Hitze wurde die obligatorische gemeindliche Löschmaß zur Bratwurst oder zum Steak vom Bürgermeister verdoppelt.

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