HUMPRECHTSHAUSEN

Feuerwehrübung in Riedbach: Wenn die Grillbude brennt

Das Mechenrieder Unimog-Tanklöschfahrzeug mit 2000 Liter Wasservorrat begann nach Übungsvorgabe am Waldsportplatz von Humprechtshausen die Löscharbeiten. Die Floriansjünger wässerten den Sportplatz ausgiebig. Foto: Ulrich Kind

Waldbrände zählen zu den gefährlichsten Einsätzen, denen sich Feuerwehren stellen müssen. Deshalb stand ein solcher im Mittelpunkt der Großübung im Rahmen der Feuerschutzaktionswoche der Riedbacher Feuerwehren.

Das dafür ausgewählte Übungsszenario spielte sich auf dem alten VfB-Waldsportplatz in Humprechtshausen ab. Der zuständige Kreisbrandinspektor (KBI) Peter Hegemann (Friesenhausen), Kreisbrandmeister (KBM) Johannes Hauck (Lendershausen) und Ortskommandant Daniel Schnaus hatten die Übung ausgearbeitet, bei der sich ein Brand von der Grillbude ausgehend auf den angrenzenden Wald ausgedehnt hatte.

Bei der Übung solle die zuverlässige Versorgung mit ausreichend Löschwasser über eine rund 900 Meter lange B-Schlauchleitung vom Unterflurhydranten am Ortsrand bis zum Waldsportplatz getestet werden, sagte KBI Hegemann. Die Feuerwehr aus Humprechtshausen, die zuerst am Ort des Geschehens eintraf, begann am Edelsberg unterhalb der Baufirma Rückert vom Hydranten aus insgesamt 500 Meter B-Schlauchleitung in Richtung Waldsportplatz entlang der Kreisstraße zu verlegen. In der Zwischenzeit trafen auch die Wehren aus Kleinsteinach, Kleinmünster und Kreuzthal ein um die Versorgungsleitung mit ihrem Schlauchmaterial und der Tragkraftspritze aus Kleinmünster bis zum angenommenen Brandort zu ergänzen.

Forstweg erweist sich als nützlich

Das Mechenrieder Unimog-Tanklöschfahrzeug mit 2000 Litern Wasservorrat begann am Waldsportplatz mit den Löscharbeiten und wurde später durch das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Aidhausen unterstützt. Die Aidhäuser gelangten über einen vor wenigen Jahren erst neu gebauten Forstweg ohne Probleme durch den Gemeindewald zum Einsatzort.

TS8-Motorspritze hilft mit

In der Zwischenzeit hatten die Riedbachwehren mit vereinten Kräften die Löschwasserleitung fertig verlegt. Dabei galt es, auf diese Entfernung gut 50 Höhenmeter zu überwinden. Die Ernstfallübung sollte auch neue Erkenntnisse bringen, inwieweit der Wasserdruck mit den beiden neuen und leistungsfähigeren Motorpumpen der Feuerwehren von Kleinmünster und Humprechtshausen mit jeweils einer Förderleistung von 1000 Liter in der Minute ausreichen würde, erklärte KBI Hegemann. Das Ergebnis war enttäuschend. Der Wasserdruck war nicht ausreichend für die Brandbekämpfung im Gemeindewald mit mehreren C-Strahlrohren, sodass die TS8-Motorspritze der Feuerwehr Kleinsteinach dazwischen geschaltet werden musste.

Bei der abschließenden Übungsbesprechung im Gerätehaus in Humprechtshausen gab es ein dickes Lob für die rund 50 eingesetzten Feuerwehrleute. „Die Großübung lief wie am Schnürchen“, hob Hegemann hervor und sie habe neue Erkenntnisse gebracht.

Gute Zusammenarbeit

Die Wehren hätten Hand in Hand gearbeitet, ob beim Aufbau der Löschwasserleitung, der Verkehrsabsicherung oder bei den beteiligten Tanklöschfahrzeugen, lobte der KBI. Auch Riedbachs Bürgermeister Bernd Fischer dankte den Einsatzkräften für die geopferte Freizeit und spendierte die obligatorische Gemeelöschmaß und Bratwürste.

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