KREIS HAßBERGE

Frauenpower: Ab sofort führt eine Frau die SPD Haßberge

Johanna Bamberg-Reinwand ist die neue Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes Haßberge. Unser Bild zeigt von links: Paul Hümmer, Werner Strätz, Eckart Roeß, Johanna Bamberg-Reinwand, Susanne Kastner, Brunhilde Giegold, Konrad Spiegel, Caroline Petersen, Helmut Dietz, Nicole Meyer, Wolfgang Brühl, Jürgen Kolbert, Vanessa Zehendner und Hannelore Schlee. Foto: C. Licha

Neue Impulse will Johanna Bamberg-Reinwand im SPD-Kreisverband Haßberge setzen. Die 37-Jährige aus Zeil wurde am Samstag bei der Kreisdelegiertenversammlung im Saal der Gastwirtschaft Hartleb in Maroldsweisach mit allen Stimmen der 44 Wahlberechtigten zur neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Zuvor hatte Wolfgang Brühl das Amt inne, der nach 13 Jahren nicht mehr antrat.

„Gemeinsam mit Euch will ich an ein paar Stellschrauben drehen“

Johanna Bamberg-Reinwand SPD-Kreisvorsitzende

Aufgewachsen ist Johanna Bamberg-Reinwand in Aschaffenburg. Über Bamberg ist sie nach Zeil gekommen, wo sie sich in den letzten neun Jahren zusammen mit ihrem Mann und zwei Kindern perfekt eingelebt hat. Seit sechs Jahren ist sie Vorsitzende des Ortsvereins Zeil und Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) sowie deren Sprecherin im Kreis und Unterbezirk. Bereits während ihres Studiums war Johanna Bamberg-Reinwand studentische Mitarbeiterin im Frauenbüro der Universität Bamberg. Seit 2008 hat die Soziologin an der Bamberger Uni die Aufgaben der Referentin der Frauenbeauftragten inne. Dort berät sie Studentinnen und Wissenschaftlerinnen in Karrierefragen sowie in Fällen von Diskriminierung und Belästigung. Außerdem ist Bamberg-Reinwand Ansprechperson für geschlechtergerechte Sprache und erarbeitet Richtlinien zur Förderung der Gleichstellung an der Universität. „Gemeinsam mit Euch will ich an ein paar Stellschrauben drehen“, kündigte die neue Kreisvorsitzende an. Unter anderem ist ein Ziel, die SPD-Liste zur Kreistagswahl in gleichen Teilen mit Männern und Frauen zu besetzen.

Wolfgang Brühl: „Müssen uns nicht verstecken“

„Wir müssen uns nicht verstecken“, resümierte Wolfgang Brühl seine 13 Jahre Amtszeit. Im Jahr 2006 hatte die SPD im Kreistag 13 Mandatsträger, heute sind es noch genauso viele. Dies sei schon ein Erfolg, so Brühl, wenn man den Vergleich mit anderen Kreisverbänden ziehe. Den Grund dafür sieht der scheidende Kreisvorsitzende darin, dass es im Landkreis Haßberge bei den Aufstellungsveranstaltungen stets pragmatisch zuging gab und die Partei immer gute Kandidaten fand. Mit seinen Fachkenntnissen und seinem Erfahrungsschatz verschwindet Brühl aber nicht ganz aus der Politik, er wird den Kreisverband als Beisitzer auch in den nächsten Jahren unterstützen.

Zwei Herren und eine Dame als Stellvertreter

Der neuen Vorsitzenden stehen in Zukunft Helmut Dietz, Paul Hümmer und Caroline Petersen als Stellvertreter zur Seite stehen. Brunhilde Giegold führt weiterhin die Kasse, während Nicole Meyer wieder für die kommende Amtszeit als Schriftführerin zur Verfügung steht. Beisitzer wurden Wolfgang Brühl, Jürgen Hennemann, Marco Heumann, Karl-Heinz Kandler, Susanne Kastner, Jürgen Kolbert, Eckart Roeß, Bernhard Ruß, Hannelore Schlee, Stephan Schneider, Martin Horn und Konrad Spiegel. Revisoren wurden Hedwig Absmann und Manfred Michel. Außerdem wurden die Vertreter der Arbeitsgemeinschaften gewählt. Diese sind Vanessa Zehendner (Jusos), Werner Thein (AG 60 plus), Barbara Hahnlein (AsF) und Werner Strätz (Afa).

Grußworte hielten bei der Versammlung Maroldsweisachs Bürgermeister Wolfram Thein, die stellvertretende Landesvorsitzende Marietta Eder sowie Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar. Da die Mitbestimmung nicht an Ländergrenzen enden kann, riefen die Redner dazu auf, nochmals kräftig die Werbetrommel für die SPD zur kommenden Europawahl zu rühren, denn „Wer wenn nicht wir, soll Europa sozial machen?“

Der scheidende Kreisvorsitzende Wolfgang Brühl gratuliert seiner Nachfolgerin Johanna Bamberg-Reinwand zur Wahl. Foto: Christian Licha

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