HORHAUSEN

Friedhofsumgestaltung im Fokus

Vor dem Kreuz in Reihe eins und zwei des Horhäuser Friedhofes sollen Urnengräber entstehen. Foto: Christian Licha

Die Umgestaltung des Friedhofes war am Mittwoch Hauptthema der Bürgerversammlung in Horhausen.Bürgermeister Matthias Schneider freute sich, mit Heinz Müller, ehemaliger Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege, einen Experten gewonnen zu haben, der fachkundig seine speziell auf den Thereser Ortsteil zugeschnittenen Vorschläge präsentierte.

„Es gilt, eine vernünftige Gestaltung für neue Bestattungsformen zu finden“, sagte Müller und stellte gleichzeitig heraus, dass die bereits vorhandene, klare Struktur des Horhäuser Friedhofs einen Vorteil darstelle. Momentan seien 30 Einzel- und Doppelgräber belegt, wobei der mittelfristige Bedarf durch 30 freie Grabstätten gedeckt sei. Allerdings falle es vielen Angehörigen immer schwerer, die großen Gräber zu pflegen. Kleinere Gestaltungsflächen würden nicht nur der Gemeinde bei der Rasenpflege helfen, sondern auch den Hinterbliebenen. So sei geplant, in einem zweiten Bauabschnitt die Gestaltungsflächen auf 100 mal 80 Zentimeter zu verkleinern und diese mit einem Stein- oder Metallrahmen einzufassen. Auch soll es nur noch einen Plattenstreifen hinter den Gräbern geben, so dass der Rasenweg breiter wird.

Zuerst sollen aber Urnengräber geschaffen werden. Diese Bestattungsform sei stark nachgefragt, erklärte Müller und zeigte die verschiedenen Möglichkeiten auf. Auf der nördlichen Seite des Friedhofes, also unweit vom Kreuz, sollen in den Reihen zwei und drei diese pflegeleichten Grabformen entstehen. Angedacht sind zwölf Urnengrabplätze mit einer Größe von 125 mal 150 Zentimetern, wobei die reine Gestaltungsfläche 40 mal 40 Zentimeter betragen wird, ebenfalls mit Steinen oder Metall umrahmt. Alternativ könne man auch nur eine Platte vor dem Grabstein auflegen oder auch den Grabstein ganz alleine stehen lassen. In jedem Grab können maximal zwei Urnen untergebracht werden.

Müller schlug auch eine Urnen-Gemeinschaftsgrabanlage vor. Vorteil dieser Gemeinschaftsanlage sei eine einheitliche Bepflanzung, die in der Regel ein Gärtner übernimmt. Die Grabsteine würden zwar individuell beschriftet, aber das Aussehen wäre einheitlich. In vielen Gemeinden seien solche Anlagen sehr beliebt. Ideal seien sie auch für Personen, die vor ihrem Ableben alles geregelt haben möchten. So könnten die Gräber im Vorfeld käuflich erworben werden und auch deren spätere Pflege sei schon geregelt.

Um dem Friedhof zusätzlich eine besondere Würde zu verleihen, gibt es auch die Möglichkeit, links und rechts vom Kreuz Bäume zu pflanzen. Müller wies darauf hin, dass es wohl kaum Probleme mit Laub auf den Gräbern gebe, denn angedacht seien kleinkronige Bäume.

Die Gemeinde würde mit der Umsetzung der Urnengräber im kommenden Jahr beginnen, so die Planungen von Bürgermeister Matthias Schneider. Auf Vorschlag von Heinz Müller wird wahrscheinlich im Frühjahr eine kleine Bereisung von in der Nähe liegender Friedhöfe stattfinden, um dort bereits ähnlich umgesetzte Projekte vorzustellen.

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