HASSFURT

Für die Anlieger wird es nicht leicht

Komplettsperrung: Die Nassachbrücke in der Schweinfurter Straße, die saniert wird und einen neuen Fahrbahnbelag erhält, wird vom 23. März bis zum 12. Juni komplett gesperrt.
Komplettsperrung: Die Nassachbrücke in der Schweinfurter Straße, die saniert wird und einen neuen Fahrbahnbelag erhält, wird vom 23. März bis zum 12. Juni komplett gesperrt. Foto: Ulrike Langer

Für die Anlieger in der Schweinfurter Straße und der Unteren Vorstadt sowie den dortigen Durchgangsverkehr wird es nicht leicht. Weil die B26, die nach wie vor durch die Altstadt von Haßfurt führt, zum 1. Januar 2016 zur Staatsstraße herabgestuft wird, müssen vorher noch einige Sanierungen durchgeführt werden. Über den Umfang der Arbeiten, den Zeitplan und die Behinderungen des Verkehrs informierten in einer Anliegerversammlung im Gasthaus „Zum Hirschen“ Bürgermeister Günther Werner und Abteilungsleiter Manfred Rott vom Staatlichen Bauamt Schweinfurt.

„Wir wollen die Unannehmlichkeiten so gering wie möglich halten“, betonte eingangs Günther Werner, der allen Informationen die gute Nachricht voranstellte: Auf die Anlieger werden keine Kosten zukommen, und der Fußgängerverkehr wird zu jeder Zeit möglich sein. Allerdings werden zeitweise einige halbseitige Sperrungen und Vollsperrungen für den Straßenverkehr in der Schweinfurter Straße und der Unteren Vorstadt notwendig sein.

„Die B26 hat durch die Autobahn A70 ihre Bedeutung für den Fernverkehr verloren, daher wird sie zur Staatsstraße zurückgestuft und soll heuer noch soweit wie möglich saniert werden“, erklärte Manfred Rott. Teile der B26 seien bereits saniert worden. Und nun folgten die Arbeiten zwischen der Walther-Tankstelle im Westen von Haßfurt bis zum Unteren Turm. Darüber hinaus arbeite man derzeit an der „Grünen Welle“ in der Zeiler Straße und werde zwischen dem 3. und 15. August in der Hofheimer Straße einen Dünnschichtbelag auftragen und damit den Abroll-Lärm des Verkehrs um mehr als die Hälfte senken. Von dem Plan, die B26 auch zwischen dem Oberen Turm und der Polizei zu sanieren, sei man aus Zeitgründen abgerückt. Die Stadt wolle dort erst Kanalbauarbeiten durchführen, mit einem Ende der Arbeiten sei noch in diesem Jahr nicht zu rechnen, so Rott.

Der grobe Zeitplan sieht vor, dass vom 23. Februar bis zum 13. Mai im Kreuzungsbereich Untere Vorstadt/Ringstraße/Promenade Gas- und Wasserleitungen umgelegt werden, der Verkehr aber trotz der halbseitigen Sperrung rollen kann. In der Zeit vom 16. März bis zum 15. Mai werden in der Unteren Vorstadt der Kanal erneuert und eine Mischwasserbehandlungsanlage mit einem Regenüberlauf erstellt, so dass die Straße in dieser Zeit komplett gesperrt sein wird. Auch die Nassachbrücke, die saniert wird und einen neuen Fahrbahnbelag erhält, ist vom 23. März bis zum 12. Juni komplett gesperrt.

Für die Anlieger der Unteren Vorstadt, aber auch für das Küchenstudio Langguth, den Busverkehr und das Gasthaus „Zum Hirschen“ sollen verträgliche Lösungen mit der Stadt gesucht werden. Denn das Küchenstudio wird mit großen Sattelzügen beliefert, und das Gasthaus macht gerade im April und Mai das beste Geschäft und benötigt dafür Sitzplätze vor dem Haus. Der Rewe-Markt und die umliegenden Geschäfte werden in dieser Zeit nur über die Nordtangente/Schweinfurter Straße erreichbar bleiben.

Die Brücke über die Nordtangente und die Bahnlinie soll vom 22. Juni bis zum 26. September saniert werden und dabei halbseitig befahrbar sein. Wie Hans-Ulrich Hoßfeld vom Ingenieurbüro Hoßfeld & Fischer aus Bad Kissingen erläuterte, werden die Abdichtungen im Fahrbahnbereich, die Fahrbahnbeläge und die Entwässerungseinrichtungen erneuert sowie die Übergangskonstruktionen und kleinere Betonschäden instand gesetzt. Bürgermeister Günther Werner teilte mit, dass es aus statischen Gründen nicht möglich sei, den Gehweg auf der einen Seite zu verbreitern, damit auch Fahrradfahrer diesen Weg benutzen könnten.

Kritisch wird es für die Walther-Tankstelle und alle Geschäfte, wenn die Schweinfurter Straße und die Untere Vorstadt vom 21. bis zum 26. September in zwei Bauabschnitten von der Kreuzung Untere Vorstadt/Ringstraße/Promenade bis zum Ende der Schweinfurter Straße eine neue Fahrbahndecke in einem Stück erhalten. Dafür muss jeweils einen Tag lang der Verkehr komplett gesperrt werden.

Rainer Marquardt äußerte den Wunsch, das Kopfsteinpflaster am Unteren Turm wegen der enormen Lärmbelästigungen für die Anwohner und insbesondere das Seniorenwohnzentrum zu entfernen. Manfred Rott betonte, dass das Staatliche Bauamt das Pflaster damals abgelehnt, die Stadt jedoch darauf bestanden habe. Werner sagte zu, in einem Gespräch mit der Regierung von Unterfranken zu klären, ob das Pflaster entfernt werden könne.

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