GÄDHEIM

Gädheim gibt das Amtsblatt auf

Geschätzte 100 000 Euro muss die Gemeinde Gädheim für die Verlegung des Geh- und Radwegs am Main bezahlen. Weil die Fahrrinne des Mains ausgebaut und dafür das Ufer zurückgebaut wird, muss der sehr gut frequentierte Weg zwischen der Brücke über den Main (im Bild) und Schonungen auf einer Länge von 400 Metern auf Gädheimer Gemarkung abgebrochen und ein Stück weiter nördlich neu errichtet werden.
Geschätzte 100 000 Euro muss die Gemeinde Gädheim für die Verlegung des Geh- und Radwegs am Main bezahlen. Weil die Fahrrinne des Mains ausgebaut und dafür das Ufer zurückgebaut wird, muss der sehr gut frequentierte Weg zwischen der Brücke über den Main (im Bild) und Schonungen auf einer Länge von 400 Metern auf Gädheimer Gemarkung abgebrochen und ein Stück weiter nördlich neu errichtet werden. Foto: Ulrike Langer

Die Gemeinde Gädheim gibt nun doch ihr eigenes Amtsblatt auf. Ihre Mitteilungen, Vereinsnachrichten und private Anzeigen werden künftig im Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Theres erscheinen, der die Gemeinde zusammen mit Wonfurt und Theres angehört. Dies beschloss der Gemeinderat bei einer Gegenstimme in seiner Sitzung am Montagabend.

Bürgermeister Peter Kraus hatte nochmals klargestellt, dass sein Zeitaufwand für die monatliche Ausgabe des Amtsblatts zwischen acht und zehn Stunden betrage und dass er davon vier bis fünf Stunden alleine am Kopierer stehe. „Diese Zeit könnte ich für die Gemeinde sinnvoller arbeiten“, sagte er. Der Anschluss an das Mitteilungsblatt der VG Theres bedeute außerdem, dass die Bürger der Gemeinde Gädheim auch über die Ereignisse in den anderen Gemeinden informiert werden. Es habe immer wieder Bitten von Bürgern gegeben, auch das Mitteilungsblatt der VG Theres zu erhalten. Das Mitteilungsblatt, das farblich und vom Layout her aufgewertet werden soll, wird nach Aufnahme der Gemeinde Gädheim 300 Euro statt bisher 110 Euro pro Ausgabe kosten. Es besteht dann im Durchschnitt pro Monat aus 16 statt 12 Seiten. Sollten einmal über das Jahr hinweg mehr Seiten benötigt werden, wird die VG diesen Mehraufwand bezahlen. Sobald das Mittelungsblatt sein neues Layout erhalten hat, werden Nachrichten aus der Gemeinde Gädheim nur noch im Mitteilungsblatt der VG Theres erscheinen.

Der Gemeinderat stimmte auch der Verwaltungsvereinbarung mit dem Wasserstraßen-Neubaumamt Aschaffenburg (WSV) zu. Darin ist geregelt, dass die Gemeinde Gädheim die geschätzten Kosten in Höhe von 100 000 Euro inklusive der Verwaltungskosten für die Verlegung des Geh- und Radwegs am Main übernimmt. Der Weg muss deshalb auf einer Länge von 400 Metern abgebrochen und neu gebaut werden, weil im Zuge des Fahrrinnenausbaus des Mains das Ufer zurückgenommen werden muss. Der Landkreis Haßberge hat bereits eine Förderung in Höhe von 18 000 Euro zugesagt. Auch die Regierung von Unterfranken hat einen Zuschuss signalisiert; allerdings müssen erst die genauen Kosten ermittelt werden. Bürgermeister Kraus wurde im Rahmen des Beschlusses beauftragt, die Höhe der Verwaltungskosten zu erfragen.

Das Vorhaben von Wolfgang Schuler, den Entwässerungsgraben „Weideck“ im Bereich der Biogasanlage nach Westen zu verlegen und ein Teilstück zu verrohren, um eine Überfahrt zu schaffen, fand die Zustimmung des Gremiums. Allerdings muss der Weg westlich des neu zu erstellenden Grabens neu errichtet werden. Der Antragsteller wurde auch dazu verpflichtet, den Graben im Bereich der Verrohrung sowie jeweils fünf Meter darüber hinaus sauber zu halten.

Genehmigt wurde die Anschaffung eines Kurzprojektionsbeamers mit Whiteboard und Software für das Rathaus in Gädheim zu Kosten von 2202 Euro. Der günstige Preis ergab sich daraus, dass auch die Gemeinden Theres und Wonfurt ein solches Projektionssystem erwerben.

Demnächst, so der Bürgermeister, würden sich Vertreter des Wasser- und Schifffahrtsamtes und der Kommandant der Feuerwehr Gädheim, Kreisbrandmister Lothar Ulmann, am Main westlich des Sportplatzes treffen. Dort solle besprochen werden, wie am günstigsten eine Wasserentnahmestelle für die Feuerwehr geschaffen werden könne.

Peter Kraus gab eine Anfrage der Angler weiter, die von der Gemeinde einen Zuschuss von 250 Euro erhalten wollen. Mit dem Geld solle Futter gekauft werden, um einen Waller in einem der Anglerseen anzulocken und zu fangen, der mindestens zwei Meter lang und 90 Kilo schwer sein solle. Doch die Bitte der Angler wurde abgelehnt.

Die Sanierung der Wohnung in der Alten Schule in Ottendorf ist nicht so aufwändig wie befürchtet. Peter Kraus erklärte, dass der Schimmel nur oberflächlich sei und der Bauhof bereits begonnen habe, diesen zu entfernen. Des Weiteren würden die Tapeten an den Decken und Wänden entfernt, kleinere Schönheitsreparaturen ausgeführt und Decken und Wände neu gestrichen. Da der Kaminkehrer davon abgeraten hatte, den Kamin zu verschließen, wird er ebenfalls saniert.

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