GÄDHEIM (DE)

Gefahrenstellen zur Sicherheit genau unter die Lupe genommen

Der Ottendorfer Kommandant Stefan Kuhn (2. von rechts), Schreinermeister bei den Eck-Werkstätten in Gädheim, führte die Feuerwehrleute aus Gädheim, Ottendorf und Greßhausen durch den Betrieb. Mit dabei waren Kreisbrandmeister Lothar Ulmann (3. von rechts) und Bürgermeister Egon Eck (rechts).
Der Ottendorfer Kommandant Stefan Kuhn (2. von rechts), Schreinermeister bei den Eck-Werkstätten in Gädheim, führte die Feuerwehrleute aus Gädheim, Ottendorf und Greßhausen durch den Betrieb. Mit dabei waren Kreisbrandmeister Lothar Ulmann (3. von rechts) und Bürgermeister Egon Eck (rechts). Foto: Englert

Die Gemeinde Gädheim veranstaltete am Samstag wieder den alljährlichen Gemeindefeuerwehrtag. Zu diesem Anlass trafen sich die Feuerwehrleute aus Gädheim, Ottendorf und Greßhausen in Gädheim, um dort die Schreinerei Eck und die geplanten Löschwasservorräte am nordwestlichen Ortsrand zu besichtigen.

Stefan Kuhn, Kommandant der Ottendorfer Wehr und Schreinermeister in den Eck-Werkstätten für Innenausbau und Möbeldesign, führte seine 20 Kameraden und Bürgermeister Egon Eck durch die Schreinerei und erläuterte mit Kreisbrandmeister Lothar Ulmann die verschiedenen Gefahrstellen und kritischen Punkte, die in einem Brandfall zu beachten wären.

Im Falle eines Feuers wären Unmengen an Löschwasser nötig, für die, wie KBM Ulmann betonte, das Hydrantennetz in diesem Bereich des Ortes nicht ausreichend wäre. Dies sorgte schon beim Großbrand eines benachbarten Bauernhofes im Jahr 2011 für anfängliche Schwierigkeiten bei der Löschwasserversorgung. Damals mussten über eine Strecke von über 600 Metern mit knapp 40 Metern Höhenunterschied mehrere parallele Schlauchleitungen vom Main bis zum Einsatzort verlegt werden, um durch Ansaugen genug Wasser zu bekommen. Um diesen enormen Zeitverlust in Zukunft überbrücken zu können, haben sich die Landwirte Bernhard Kind und Karl Eußner, deren Betriebe zwischen der Schreinerei Eck und dem 2011 fast vollständig niedergebrannten Hof liegen, dazu bereit erklärt, ihre nicht mehr benötigten Güllegruben als Regenwasserbehälter umzubauen. Seitens der Gemeinde ist zudem noch angedacht, diese mit Ansaugstutzen auszurüsten. Damit stünden jeweils mehrere 100 Kubikmeter Wasser für die Löschwasserversorgung zur Verfügung, falls es in diesem Ortsbereich mit Wohnhäusern, mehreren landwirtschaftlichen Betrieben, der Schreinerei und einer Biogasanlage zu einem Ernstfall kommen sollte. Außerdem ist eine Wieder-Inbetriebnahme der alten Wasserpumpstation in Planung, die zusätzliches Löschwasser direkt aus den Brunnen am Main gewinnen könnte.

Bürgermeister Egon Eck bedankte sich im Anschluss für die Teilnahme am Rundgang, der genau so wichtig gewesen sei wie normale Übungen, da es bei Einsätzen oft auch auf die Ortskenntnis ankäme. Auch Stefan Kuhn bedankte sich noch einmal bei den Feuerwehrleuten und lud im Namen der Firma Eck alle zu einem Imbiss ein.

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