ERMERSHAUSEN

Gemeinde ist schuldenfrei trotz großer Investitionen

Der Jubiläumsetat glänzt erneut mit einer Null: Im 25. Jahr nach Wiedererlangung der Eigenständigkeit hat die Gemeinde Ermershausen nach wie vor keine Schulden. Zwar stehen heuer einige große Projekte und Investitionen an, wie Bürgermeister Günter Pfeiffer in der Sitzung am Donnerstag erläuterte. Trotzdem wird laut Haushaltsplan selbst das komfortable Finanpolster von über 1 Million Euro unangetastet bleiben. Die derzeit 218 000 Euro umfassende Sonderrücklage für die Weitergabe von Darlehensansprüchen, mit denen die Gemeinde die Schaffung von Wohnraum fördern will, ist da noch gar nicht mitgerechnet.

Von einer „soliden Haushaltsgrundlage“ sprach Pfeiffer einmal mehr. Das klingt fast untertrieben. Aber der hauptberufliche Banker weiß, dass auch in Ermershausen die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Und das gilt derzeit im wörtlichen Sinn: Stürme und vor allem Trockenheit haben aus der sicheren Bank Gemeindewald ein Sorgenkind gemacht. „Diese Einnahmequelle wird versiegen, wenn es mit der Fichte so weiter geht“, sagte Pfeiffer. Für 2018 hat es noch ein kleines Plus von etwa 5000 Euro gegeben. „Da sind wir mit einem blauen Auge davongekommen.“ Was dieses Jahr am Ende rauskomme, sei noch offen. „Es wird hoffentlich Null auf Null ausgehen, aber das müssen wir noch abwarten.“ Der geplante Jahreseinschlag sei bereits jetzt erreicht. „Und es ist noch kein Ende in Sicht.“

Die Liste der Vorhaben führt die ehemalige Schule an. Insgesamt 92 000 Euro sind in diesem Jahr eingeplant, für Rückkauf, Abriss und Planung für den neuen Wohnraum, den die Gemeinde auf einer Teilfläche des 3000 Quadratmeter großen Areals schaffen will. Aber das „funktioniert nur mit einem Partner“, sagte Pfeiffer am Freitag auf Nachfrage. Denn die Gemeinde wolle sich nicht ins Grenzenlose verschulden. Auf der übrigen Fläche sind zwei Bauplätze angedacht. Die Rückübertragung soll kommende Woche beim Notar fest gemacht werden.

Einen weiteren großen Brocken bedeuten die Ausgaben für die Feuerwehr. Neben den 70 000 Euro für den neuen Mannschaftstransportwagen – hier wird ein Zuschuss von knapp 18 000 Euro erwartet – sind im Verwaltungshaushalt über 30 000 Euro eingeplant, etwas mehr als jeweils 15 000 bis 20 000 Euro in den Vorjahren. Unter anderem soll der Investitionsstau nun nach und nach abgetragen werden, erläuterte Pfeiffer. Wie Kommandant Andreas Franz zu Beginn der Sitzung im Feuerwehrhaus ausführte, müssen heuer vor allem Helme und Kleidung neu beschafft werden. Aber die Feuerwehr leistet auch viel: Weit über 2000 Stunden waren es laut Franz im vergangenen Jahr.

Bereits erledigt sind die Ausbesserungen bei der Wasserversorgung (50 000 Euro). Die 25 000 Euro für die Sanierung des Kanalnetzes sind nur ein Ansatz: Man müsse die Ergebnisse der Kanalbefahrung abwarten, die am 16. April präsentiert werden, so Pfeiffer.

Apropos Kanal: Die Wirtschaftlichkeitsstudie für eine gemeinsame Kläranlage mit den Nachbargemeinden Bundorf und Maroldsweisach liegt noch nicht vor. 55 000 Euro sind für den Unterhalt der Gemeindestraßen (einschließlich Festplatz und marode Brücken) vorgesehen. (bat)

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