RÜGHEIM

Glänzender Start mit Beethoven und Martinu

Gelungene Premiere: Das neu gegründete Klaviertrio mit Andreas Weimer (Klavier), Vladislav Popyalkovsky (Violine) und Nikola Jovanovic (Violoncello) begeisterte im Schüttbau in Rügheim.
Gelungene Premiere: Das neu gegründete Klaviertrio mit Andreas Weimer (Klavier), Vladislav Popyalkovsky (Violine) und Nikola Jovanovic (Violoncello) begeisterte im Schüttbau in Rügheim. Foto: Gudrun Klopf

Glücklich schätzen durften sich die Zuhörer, die jüngst den Weg in den Rügheimer Schüttbau zur Premiere eines neu gegründeten Klaviertrios angetreten hatten. Mit spontanen Bravorufen und lang anhaltendem Applaus feierte das Publikum im gut besuchten Konzertsaal das Kammerkonzert.

„Einen Namen zu finden, ist das schwierigste Geschäft“, scherzte Pianist Andreas Weimer. Doch der fehlende Name tat dem musikalischen Kunstgenuss keinen Abbruch. Vladislav Popyalkovsky (Violine) und Nikola Jovanovic (Violoncello), beide Mitglieder der Bamberger Symphoniker, boten gemeinsam mit Pianist Andreas Weimer – wie angekündigt – ein Konzert der Extraklasse.

Mit dem Klaviertrio op. 1,1 Es-Dur präsentierte das Ensemble das erste von drei Klaviertrios des jungen Beethoven. Jugendlicher Schwung paarten sich hier mit einer bereits erstaunlichen Reife des Komponisten.

Mitreißend gestaltete sich auch das 2. Klaviertrio d-Moll des aus Mähren stammenden Bohuslav Martinu. In den Werken des tschechischen Komponisten, der 1940 vor Nationalsozialisten in die USA floh und 1959 in der Schweiz verstarb, klingt sein enger Bezug zur tschechischen Volksmusik an. Dem elegischen Anfang folgten markante, kraftvolle Passagen. Meditative Momente wechselten mit faszinierend wechselnden Rhythmen.

„Das Stück hat mich vollkommen mitgerissen“, äußert Anna Bantschukowa aus Bamberg begeistert, „und man hat gespürt, dass es den Menschen im Saal ebenso erging.“

Der begeisterte Beifall bestätigte ihre Vermutung. Technisch perfekt und im Zusammenspiel wunderbar harmonierend überzeugte das neue Konzerttrio und machte Lust auf mehr.

Den ersten Teil des Abends bestritt virtuos und ausdrucksstark Andreas Weimar am Klavier mit Schuberts Impromtus Opus 90, Nr. 2, 3 und 4. In den in D-Dur geschriebenen Stücken klingt immer etwas Wehmütiges an. „Das hat nur Schubert so gut gekonnt“, erläuterte der Pianist, der anschaulich die von ihm interpretierten Werke vorstellte.

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