Hofheim

Gleich elf neue Gesichter im Hofheimer Stadtrat

Die Größe der Fraktionen hat sich kaum verändert. Lediglich die Junge Liste gewann einen Platz - den hat aber keine der angetretenen Verbindungen verloren.  Wie kam das?
Viele neue Gesichter, aber keine neuen Kräfteverhältnisse: So könnte man das Ergebnis der Stadtratswahlen in Hofheim überschreiben.
Viele neue Gesichter, aber keine neuen Kräfteverhältnisse: So könnte man das Ergebnis der Stadtratswahlen in Hofheim überschreiben. Foto: Martin Schweiger

Elf der insgesamt 20 Stadtratssitze in Hofheim wurden bei den Wahlen am Sonntag neu besetzt. Stimmanteile gewonnen haben die Junge Liste Hofheim, die um 3,83 Prozent gegenüber den Wahlen im Jahr 2014 zulegte sowie die Wählergemeinschaft Goßmannsdorf (plus 1,25 Prozent), die Wählergemeinschaft Rügheim (plus 1,79), die Wählergemeinschaft Lendershausen (plus 1,31) und die Wählergemeinschaft Ostheim (plus 1,25).

Verluste erlitten dagegen die CSU (minus 0,32 Prozent), die SPD/Fortschrittliche Bürger (minus 1,58) und die Reckertshäuser Bürgerliste (minus 0,69). Die Wahlbeteiligung lag bei 64,32 Prozent. Dies ist ein leichter Rückgang gegenüber dem Wahljahr 2014, als 65,68 Prozent der Bürger an die Urne gingen. Von den 4139 Wahlberechtigten gaben am Sonntag 2662 Bürger einen gültigen Wahlschein ab. 66 Wahlzettel waren ungültig.

Alexander Bergmann holt das beste Ergebnis aller Kandidaten

Die CSU erhielt mit 24,95 Prozent die meisten Stimmanteile und ist wieder mit fünf Sitzen im Stadtrat vertreten. Alexander Bergmann kam vor sechs Jahren noch über die Junge Liste in den Stadtrat. In diesem Jahr startete er für die CSU und holte gleich das beste Ergebnis der Partei mit 13,61 Prozent Stimmen. An Stelle zwei bis fünf folgen die bisherigen Stadträte Reinhold Giebfried (13,24), Michael Greb (10,34), Michaela Just (10,17) und Barbara Goschenhofer (7,36). Die bisherige Stadträtin Christel Teinzer stand nicht mehr zur Wahl.

Die Liste SPD/Fortschrittliche Bürger erhielt 8,62 Prozent der Mandate und erhielt zwei Stadtratssitze. Neben dem bisherigen Stadtrat Hubert Bergmann, der 15,48 Prozent der SPD-Stimmen erhielt wurde mit Konrad Spiegel (14,00 Prozent) ein neuer Stadtrat ins Gremium gewählt. Die bisherigen SPD/FB-Stadträtin Judith Geiling trat nicht mehr an.

16,42 Prozent der Stimmen erhielt die Wählergemeinschaft Goßmannsdorf und damit wieder drei Sitze im Stadtrat. Julitta Ott heimste mit 17,22 Prozent das beste Wahlergebnis ein. Neben ihr werden mit Florian Berwind (9,28 Prozent) und Walter Dietz (8,17 Prozent) zwei neue Stadträte im neuen Gremium sitzen. Die Stadträte Burkard Mantel und Alois Dietz traten nicht mehr an.

Frischer Wind aus dem Stadtteil Rügheim 

Die Wählergemeinschaft Rügheim erhielt 15,37 Prozent der Stimmen und damit wieder drei Sitze. Neben dem bisherigen Stadtrat Siegfried Burger (12,37 Prozent) werden erstmals Britta Lutz (8,79) und Peter Troll (8,51) in den Stadtrat einziehen. Die bisherigen Stadträte Karlheinz Graser und Günter Denninger traten nicht mehr an.

Personell komplett ausgetauscht wurde die Wählergemeinschaft Lendershausen, die 11,4 Prozent Stimmanteile erhielt. 10,89 Prozent davon erhielt Alexander Häpp, 10,31 Prozent Hans Werner Ulrich. Die bisherigen Stadträte Günter Hümmer und Gerd Scheller wurden nicht wiedergewählt.

Die Junge Liste konnte mit 12,89 Prozent der Stimmen am meisten zulegen und erhielt einen Stadtratssitz hinzu, weil die FDP/Freie Bürger keinen Kandidaten stellten. Philipp Schubart erzielte mit 16,99 Prozent der Stimmen das zweitbeste Ergebnis hinter Julitta Ott. Daniel Beyer (9,08) und Ulrich Goschenhofer (7,65) ziehen erstmals in den Stadtrat ein.

Die Reckertshäuser Bürgerliste erhielt 4,46 Prozent der Stimmen. Sie wird erstmals von Christian Bühler (15,89 Prozent) im Stadtrat vertreten. Für die Wählergemeinschaft Ostheim, die 5,90 Prozent erzielte, geht Jens Weinkauf /14,72) erstmals in den Stadtrat. Guido Pechtold war nicht mehr angetreten. Die neue sechsjährige Amtsperiode des Stadtrats beginnt im Mai 2020.

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